Inkens Welt

ehem. USA-Tagebuch
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Er ist fertig, wir können wieder heim!

Februar 8th, 2010 Posted in Unser Haus

Auf vielfaches Drängen und vor allem wegen meines schlechten Gewissens habe ich mich vor Kurzem ganz gemütlich mehrere Stunden auf den kalten, harten Fußboden in meiner Kemenate gelegt, keine Schmerzen scheuend, darbend und durstend wie Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle, und hab ENDLICH den Schrank fertig bemalt. Einer Scham-freien Rückkehr in die Heimat steht also zumindest dahingehend nichts mehr im Weg…

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Rundgang durchs Haus, die Zweite…

März 3rd, 2008 Posted in Unser Haus

Im Grunde gibt es ja an so einem Haus immer irgendwas zu basteln, reparieren, verschönern und verbessern. Wir sind inzwischen an einem Punkt angelangt, an dem wir uns entscheiden müssen… Entweder wir beschließen, jetzt fertig zu sein, oder wir pusseln so lange weiter an der Hütte bis es Zeit wird, alles wieder einzupacken. Gustl ist für „Fertig“. Ich bin allerdings eine altbekannt lästige Wanz´n und zwinge den Ärmsten immer wieder dazu, die Bohrmaschine zu schwingen.

Damit Ihr den aktuellen Zustand mal begutachten könnt, hier eine neue Führung durch´s Haus.

Unsere Küche verdient zwar nach wie vor diesen Namen nicht, aber man lernt, sich zu arrangieren. Da von der Küche fünf Türen abgehen, ist es nicht einfach, sie wirklich zweckmäßig einzurichten. Aber der Schweinebraten schmeckt wie zu Hause, die Kaffeemaschine ist leicht zugänglich plaziert und der Kühlschrank ist voll. Was will man mehr? Die unglaublichste aller Spülen ist nach wie vor dort, wo sie vor hundert Jahren eingemauert wurde.

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Eine der fünf Türen führt in den Butler´s Room. Dort stehen rechts im Regal Geschirr und Töpfe, links ist die kleine Spüle, die als Zu- und Abfluß für den Geschirrspüler dient. Das bedeutet nach jedem Geschirrspülerdurchgang Spüle Putzen, was unglaublich Spaß macht. Es scheint sich bei diesem System jedoch um den Amerikanischen Standard zu handeln. Und geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid.

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Dann kommt das Eßzimmer. Hier hat sich nicht viel verändert. Die Lampe ist neu und kann durch Berühren des Kabels gedimmt und ein- und ausgeschaltet werden, was immer wieder zu staunenden Gesichtern unserer Besucher führt. Und nachdem meine Schwester Alex uns zu Weihnachten ein paar hübsche Schubladenknöpfe geschenkt hat, hab´ ich beschlossen, die alte Apothekenkommode mit verschiedenen Knöpfen zu versehen. Die beiden orangenen Troddeln links unten sind inzwischen auch gegen Knobs ausgetauscht.

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Im Wohnzimmer ist auch nix neu. Das war eigentlich recht schnell eingerichtet. Aber mir fällt gerade auf, daß Gustl mal wieder Holz hacken muß! Hui, da wird er sich freuen!

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Der Sun Room ist jetzt ein wenig voller. Die Kissen sind neu, meine Leidenschaft für Amaryllis pflege ich auch hier, und die Zierkürbisse werden einfach nicht kaputt. Einen großen Nachteil hat dieses Zimmer: wenn es warm ist, ist es zu warm, und wenn es kalt ist, ist es zu kalt darin. Deshalb nutzen wir das Zimmer überhaupt nicht. Na gut, die Wäsche trocknet gut da draußen…

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Dann ist da immer noch dieses „Keine-Ahnung“-Zimmer, das nach wie vor als Rumpelkammer und Bibliothek dient.

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Bei der Gelegenheit sollte ich Euch auch mal zeigen, wie man hier Fenster isoliert. Ich sag jetzt mal nix dazui…

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Unser Gästeklo hat bisher nur einen neuen, alten Spiegel bekommen. Ich habe vor, es krachig pink zu streichen, allerdings erst, wenn unsere Vermieter da gewesen sind. Die haben uns nur Weiß erlaubt, was mir aber wurscht ist…

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Innerer Klotürschmuck.

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Und da ich inzwischen auch erfahren habe, daß es noch schlimmere Keller gibt als unseren, trau´ ich mich jetzt doch mal, unser basement zu präsentieren. Man sieht noch die Reste des davongeflogenen Sees…

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Gustls Zimmer hat was vom Chaos Computer Club, aber das ist seine Sache…

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Wenn es bei uns windig ist, (und „Emma“ haben wir noch gar nicht erreicht, möchte gar nicht wissen, was dann passiert), dann fallen schon mal Zweiglein von den Bäumen, oder auch Äste…

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Im Treppenhaus hat meine kleine Schönheitengalerie Platz gefunden. Beim Einschlagen der Nägel hab´ ich übrigens kurioser Weise im dahinter liegenden Gästezimmer eine Wandlampe eingeschaltet, von der wir bisher dachten, daß sie nicht funktioniert. Da sie dann aber auf konventionelle Weise (Schalter) nicht mehr ausging, haben wir sie auf die gleiche Art ausgeschaltet, wie sie anging: mit einem kräftigen Schlag gegen die Wand.

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Umme Ecke im Treppenhaus ein paar München-Stiche, die das Heimweh lindern und der Drache aus Bali, den Alexa uns mitgebracht hat. Nun bewacht er jede Kletterpartie auf unserer Killer-Treppe.

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Bad wie gehabt. Ich finde um´s Verrecken kein Regalbrett, das zwischen Spiegelschrank und Fliesenrand paßt.

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Diese beiden bewachen das Badezimmerfenster.

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Mein Zimmer ist auch nicht sehr verändert. Mit dem Schrank bin ich ein großes Stück weitergekommen, und…

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…seit einer guten Stunde hab´ ich Vorhänge.

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Absolut begeistert bin ich ja immer noch von den vielen Wandschränken, den closets. Die sind einfach Gold wert! In einem der Schlafzimmer-closets wohnt übrigens unser Hausgeist. Es muß sich um eine Frau handeln, denn sie untersucht regelmäßig meine Handtaschen und klaut Pullover. Ab und zu macht sie die Schranktür von innen auf, wird ihr wohl doch manchmal zu eng da drin. Aber sonst ist sie friedlich.

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Das Gästezimmer, natürlich mit Wandschrank, Bücherregal mit USA-Literatur und eigener Klimaanlage.

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So, das war´s erst mal. Die nächsten Bilder gibt es erst im Frühling, niemand kann mehr Schnee sehen, oder? Außerdem bin ich gespannt, was so an Pflanzen auftauchen wird. Ich glaube, ein kleines Maiglöckchennest hab´ ich schon entdeckt…

Der See, der Keller und der Bezähmer der Fluten

Februar 17th, 2008 Posted in Unser Haus

Dann setzte sie sich auf einen Baumstamm beim Schuppen, und während er seine Nerven beruhigte, fragte Idgie:“Sehen Sie das große leere Grundstück da drüben?“ Er schaute hinüber. „ja, Ma´am.“ – „Da war vor Jahren ein wunderschöner kleiner See. Im Sommer schwammen wir da und angelten, und man konnte auch Boot fahren.“ Traurig schüttelte sie den Kopf. „Das alles vermisse ich sehr.“ Smokey betrachtete die Wiese. „Ist der See ausgetrocknet?“ Sie zündete eine Zigarette für ihn an. „Noch schlimmer. An einem Novembertag kam eine große Entenschar, und die Vögel landeten mitten auf dem See. Während sie da saßen, passierte was ganz Komisches. Die Temperatur sank so schnell, daß der ganze See gefror. In wenigen Sekunden war er fest wie ein riesiger Stein.“ – „Meinen Sie das ernst?“ fragte Smokey erstaunt. „klar.“ – „Da sind die Enten sicher getötet worden.“ – „Nein, verdammt noch mal! Die flogen einfach davon und nahmen den See mit. Jetzt ist er irgendwo in Georgia…“ (Aus: Grüne Tomaten, Fannie Flagg)

Leider ist unser Leben hier nicht immer so poetisch…

Am Dienstag letzter Woche begann es abends zu schneien, nicht ungewöhnlich im Februar. Der Schnee war wunderbar pudrig und die Landschft lag friedlich und wie verzaubert im Mondlicht. Der Mittwoch und Donnerstag brachten dann das eigentliche Chaos. Die Temperatur sank, und es fing an zu regnen.

Regnen? Nein, es hat geschüttet, wie man es sonst von Gewitterregen kennt. Nur daß es 48 Stunden lang nicht mehr aufgehört hat.

Und hier kommt unser Keller ins Spiel…

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Ich habe inzwischen erfahren, daß es noch schlimmere Keller als unsere gibt, deshalb schäme ich mich nicht mehr, Euch mal ein paar Bilder davon zu zeigen.

Innerhalb weniger Stunden hatten wir einen veritablen See in unseren Katakomben. Die Heizung, die Waschmaschine und der Trockner liefen ernsthaft Gefahr, abzusaufen. Und wenn die Heizung nicht mehr geht, kann man sich hier nur noch so schnell wie möglich ein Hotelzimmer suchen, denn diese Häuser kühlen innerhalb weniger Stunden total aus. Ganz abgesehen davon haben wir ja auch noch einige Kisten mit unseren Sachen im Keller verstaut, denn zum Dachboden haben wir ja keinen Zugang. Ich schwankte also wie so oft zwischen Fatalismus und Hysterie…

Gustl stürzte sich todesmutig in seine Gummistiefel und damit in die Fluten. Jetzt wissen wir auch, daß die Gummistiefel nicht mehr dicht sind… Er entdeckte einen Abfluß im Boden, durch den aber nichts abfloß. Ein zweites Loch im Boden war mit einem Stutzen versehen, durch den nach Öffnen zumindest die größte Menge Wasser abfloß. Die Höhe dieses Stutzens verhinderte allerdings die endgültige Lösung des Problems, denn Wasser fließt nun mal nicht bergauf.

Die Bilder entstanden, nachdem Moses in Gestalt eines Plumbers bei uns aufgekreuzt war und die Fluten geteilt hatte. Er kam am Montag, nachdem ich unserem Hausverwalter mehrmals auf´s Band gesprochen hatte und zuguterletzt mit Kürzung der Miete drohte. Der Plumber stellte sich bei mir mit den Worten „I´m the plumber.“ vor. Ich ließ ihn die Erfahrung mit den undichten Gummistiefeln wiederholen, selbst schuld, wenn er so was in seiner Branche nicht selbst dabei hat. Er werkelte im Keller lautstark vor sich hin, teilte mir mit, er würde jetzt diesen Stutzen absägen, gratulierte mir, daß nur Wasser in den Keller geflossen sei und nicht etwa noch unappetitliche Dinge wie… Nein, Ihr wißt schon was ich meine. Nächste Woche kommt er wieder und macht den eigentlichen Abfluß frei. Mal sehen, wie das wird. Ich hab da schon Geschichten von Baumwurzeln, die den Kanal durchwachsen erzählt bekommen.

Am Montag werde ich mal unsere Sachen im Keller inspizieren und schauen, was alles auf den Müll muß.

Die Hoffnung stirbt zwar zuletzt, aber irgendwie beschleicht mich die Vermutung, daß das noch nicht unser letztes Kellerabenteuer war.

Towanda!

For Mary and Matt

August 7th, 2007 Posted in Unser Haus

This chapter is the first one in English. I hope my mistakes will find forgiveness!

Mary and Matt are our lessors. I dedicate this chapter to them to let them have an impression what is going on in 19 Lexington Road, hoping they will see it live soon!

This is how the house looked when we first saw it:

The kitchen still needs some work…

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Our first shopping tour ended in buying a sofa and having a nice little nap:

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We immediately fell in love with the door knobs and the closets!

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The dining room and the living room, still empty and somewhat abandoned…

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And this is how your house looks now, still not totally finished, but on its way to that:

The dining room in different designs…

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The living room, guess what my favourite colour is!?!

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The sunny porch, not finished yet…

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The Butlers room, very handy, we should have that in Europe too!

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The kitchen STILL needs more work…

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The Mud room, which earns its name as long as we keep running in and out…

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And there is one room downstairs which is called the „no-idea-yet“-room. My books will find their home in here, the rest is not decided yet.

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The stairways which tought me the free fall allready *ouch*!

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First floor, the doors needed a bit of care. „Old English“ and a soft cloth did the work.

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First room to the left will be our guestroom. We hope to have many, many visitors!!!

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First room to the right will be Augustin´s office as soon as he mastered the chaos.

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Second left is Inken´s chaos to be mastered. Something in blue at last…

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The master bedroom:

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The bathroom, worth every Dollar you spent!

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And some images of the yard and the surroundings:

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Augustin doing his favourite work…

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That is it for the moment! Come and see yourself soon!

 

Virtuelle Schloßführung

Juli 27th, 2007 Posted in Unser Haus

Wollt Ihr wissen, wie es inzwischen bei uns aussieht? Na klar, wollt Ihr das wissen!

Also, im Parterre haben wir einen Hintereingang, von dem aus man durch den sogenannten Mudroom (da zieht man die dreckigen Schuhe aus, jedenfalls alle außer Gustl) weiter ins Haus kommt. Im Mudroom stehen die Schuhschränke und da haben auch endlich die Gartenmöbelpolster ein trockenes Plätzchen.

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Durch den Mudroom kommt man in die Küche, die diesen Namen wirklich noch nicht verdient. Ich habe mich mit mir darauf geeinigt, und habe moralische Unterstützung durch die Ehefrauen der Kollegen erhalten, daß die Spüle raus muß. Dann werden noch einige Kasterl aufgehängt, die im Moment noch bei IKEA in New Haven wohnen, eine andere Spüle eingebaut, der Geschirrspüler um 90 Grad gedreht, das Geschirr endlich richtig verstaut, und und und. Gustl findet meine Pläne alle ganz super und ist begeistert. Er weiß es nur noch nicht.

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An die Küche schließt der Butlers Room an, in dem das Tafelservice (ähäm…) aufbewahrt wird.

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Weiter geht es ins Eßzimmer, das fertig ist. Doch, ein Zimmer ist fertig! Oh, tschuldigung, die Deckenlampe wird noch durch ein geringfügig moderneres Exemplar ersetzt und die Bilder werden noch an die Wand gehängt… Ich vergaß!

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Von dort gelangt man ins Wohnzimmer, in dem noch ein großer Couchtisch und ein Sideboard fehlen. Bilder sind auch noch nicht montiert. Und der Schnapsschrank ist noch leer. Jeder Besuch darf übrigens einen Liter Schnaps mitbringen, das erlauben die hier am Zoll! Und das ist ein ernst gemeinter Wink mit dem Zaunpfahl!

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Hier ist unsere kleine Garderobe, die einen wunderbaren Wandschrank hat, in dem jetzt schon die Winterschuhe gelagert werden. Dort wird irgendwann auch unser großer Spiegel hängen, sobald wir uns einig sind, wer beim Spiegel Aufhängen begabter ist. Das ist noch nicht geklärt. Wir schmollen noch.

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Von der Garderobe aus links ist dieses komische Veranda-Wintergarten-Ding, das noch der Nutzung harrt. Wer weiß, vielleicht sind wir im Winter noch recht froh über einen Raum in dem es durchschnittlich 30% wärmer ist als in den anderen Zimmern. Auf jeden Fall kommen da noch Rollos hin und Pflanzen.

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Hier geht es dann zum Vordereingang, vor dem das Schwiegermutterbankerl steht. Nicht daß Schwiegermütter hier nur auf die Bank dürfen, nein, die werden hier traditioneller Weise im Dachboden eingesperrt! Nein, das Bankerl stammt von meiner Schwiegermutter.

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Auf dem Weg zurück durchs Wohnzimmer Richtung Treppe kommt man am Keine-Ahnung- vulgo Schafkopfzimmer vorbei. Das ist noch völlig leer. Hier gibt es auch noch ein Gästeklo, das zwar sauber, aber renovierungsbedürftig ist. Ich zeige es Euch trotzdem.

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Die Treppe hat es in sich. Sie war auch der Grund, warum wir jetzt stolze Besitzer einer Kreissäge sind. Wir mußten *schluchz* unser wunderschönes *schnief* balinesisches *schluchzschnief* Bett damit zersägen, um es die Treppe hoch zu bekommen…

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Jetzt sind wir im ersten Stock. Links ist das Gästezimmer mit Wandschrank, Doppelbett und einigen echten Potschs an den Wänden. Sorry, ein wenig unscharf, aber Ihr werdet es ja sehen.

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Rechts ist Gustls Arbeitszimmer, was man als Kenner des Hausherrn recht schnell an der akribischen Ordnung erkennt, die darin herrscht.

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Zwischen diesen beiden Zimmern ist theoretisch der Aufgang zum Dachboden, in dem na Ihr wißt schon wer eingesperrt ist.

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Unser Flur beherbergt jetzt meinen geliebten Spiegelschrank, mehr hat da sowieso nicht Platz.

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Hier ist unser Badezimmer, das gottseidank neu ist. Ein paar Kleinigkeiten fehlen noch.

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Am Ende des Flures geht es links in ein Zimmer, das wir als mein Arbeitszimmer und Schrankzimmer nutzen. Es arbeitet noch niemand drin und Schrank haben wir auch noch keinen, aber ich verlasse mich da auf Eure Phantasie. Lotschgo bewacht diesen Raum solange.

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Ins Schlafzimmer kommt man entweder vom Flur aus oder durch das Schrankzimmer. Hier ist unser Bett mit der sagenhaften Matratze.

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Und dann sind über das ganze Haus strategisch gut verteilt diese wunderbaren Wandschränke, die inzwischen nach Vanille oder Lavendel riechen und fast alles aufnehmen, was man nicht offen rumstehen oder -hängen lassen will. Fast alles…

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Wenn sich jetzt jemand fragt, wo meine Bücher sind… Tja, im Moment noch in den Schachteln in der Garage. Wir werden sie auf die Zimmer verteilen müssen, wobei viele davon ins Keine-Ahnung-Zimmer wandern werden. Gustl freut sich schon wie ein Schnitzel darauf, Regale an die Wände zu schrauben.

Das weiß er allerdings auch noch nicht…

Unser Haus – Teil 2

Juli 6th, 2007 Posted in Unser Haus

Wie schon versprochen hier die Fortsetzung des Themas „Villa Kunterbunt“…

Gleich mal vorneweg, is nich mit Villa Kunterbunt, ich bleib bei Bate´s Motel. Im Dachboden knackt und knarzt es, da geht sicher Matthews Oma spazieren, die sich seit Jahren vom Kitt in den Fensterrahmen ernährt. Aber wer weiß, vielleicht ist sie auch einfach der gute Geist des Hauses.

Letzter Arbeitsschritt in München – Hausputz

Erster Arbeitsschritt in West Hartford – Hausputz

Ich scheine endlich meine wahre Berufung gefunden zu haben! Yeah yeah yippie, ich schwinge den Mop im Rhythmus des örtlichen Country&Western Senders. Nein, keine Angst, ich hasse diese Musik immer noch, aber der Rhythmus ist ideal auf diese Schrubberei abgestimmt. Ich hoffe, ich bin mit moppen durch, bevor ich selbst zu Jodeln anfange!

Fensterputzen geht gut bei R&B. Die Fenster werden davon allerdings nicht sauberer. Wie hieß es `68? „Unter den Talaren der Staub von 1000 Jahren“. Das war zwar etwas anders gemeint, aber ungefähr so müßt Ihr Euch die Fenster vorstellen. Erster Durchgang: sehr heißes Wasser mit Spüli und mit ordentlich Schmackes über Fensterrahmen und Scheiben. Die schlimmste Schmiere ist weg. Dann noch mal mit Glasputzmittel drüber. Danach muß noch poliert werden. Dabei entdeckt man viele interessante Dinge, wie zum Beispiel einen Querschnitt durch die hiesige Insektenwelt, es befinden sich lauter kleine Krabbel- und Flugtierfriedhöfe zwischen den Scheiben und den Fliegengittern. Leckere Sache das… Die eine oder andere Scheibe hat einen kleinen Sprung. Man muß da einfach Mut zur Lücke haben, ha! Die gleiche Prozedur steht mir noch von außen ins Haus, allerdings brauche ich dafür erst mal ne Leiter. Und da sind sehr viele Fenster…

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Heute gab es die erste Post, einen Sammelumschlag aus Deutschland, der Nachsendeantrag scheint also zu funktionieren. Der Inhalt war nicht besonders erfreulich, Werbung vom ADAC, die Endabrechnung der Stadtwerke München und die Kreditkartenabrechnung. Später kam noch mal Post, diesmal persönlich überreicht von einem breit grinsenden Angestellten der US-Post „Howdy!“ schmetternd. Post von der Bank of America. Ich hab jetzt Schecks und eine Debit Card.

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Das mit den Schecks ist hier übrigens auch so eine nette Kleinigkeit, man kann sie sich in allen möglichen Designs aussuchen, vom Leopardenprint über Sponge Bob und Hello Kitty, natürlich die Amerikanische Flagge bis hin zur offenbar einfach unvermeidlichen Anne Geddes. Wie schön, schon nach einer Woche etwas gefunden zu haben, was man genau so sehr hassen kann wie Diddl-Mäuse: Anne Geddes Baby-Arrangement-Bilder. Wer kann sich denn ernsthaft wünschen, ein Konterfei seines als Kohlkopf verkleideten Babys an der Wand hängen zu haben, oder es gar als Zahlungsmittel zu verwenden? Ok, ich hör schon auf, über Geschmack läßt sich in den USA sowieso nicht streiten.

Ich habe heute ganz heimlich, still und leise mal die Häuser der Nachbarn fotografiert, wir wollen ja nicht, daß ich der Spionage verdächtigt werde, nicht wahr? Also, so sieht es rundherum aus.

Die Lexington Road, man beachte die Überlandleitungen, die uns im Winter sicher noch so manche kuschelige Stunde bei Kerzenlicht vor dem Kamin bescheren werden.

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Gegenüber. Hier wohnt mindestens eine Frau mit praktischer Kurzhaarfrisur, der ich beim Kampf mit dem Rasenmäherkabel zusehen durfte.

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Von der Hintertreppe aus links. Hier hab ich noch niemanden gesehen außer einem Handiman, der den Rasen mäht, aber leider keine weiteren Auftraggeber mehr braucht. Auch nicht so schlimm, er war nicht annähernd das, was man sich unter einem achtzehnjährigen Gärtner vorstellt.

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Und rechts. Von dort kommen vor allem Kreissägegeräusche. Ob die von einem Menschen bedient wird, ist mir noch nicht klar, ich hoffe es aber.

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Hier noch unsere Schattenspender und Behausungen für viele Vögel und Hörnchen, ich glaube, es sind Ahornbäume.

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Morgen kommen die Fenster im 1. Stock dran. Sollte es neue Erkenntnisse geben, werde ich sie Euch wissen lassen.

Bis dann!

Ich hab ein Haus, ein kunterbuntes Haus…

Juli 2nd, 2007 Posted in Unser Haus

…nein, kein Äffchen, kein Pferd. Bisher nur Hasen, Möwen, Schwalben, A-Z-Hörnchen, Stinktiere und Opossums. Und natürlich eine ganze Menge plattgefahrener Waschbären am Straßenrand. Die scheinen Beschleunigungsschwierigkeiten in den Highwayauffahrten zu haben. Der Hase saß mümmelnd vor unserem Hotel, vielleicht findet Ihr ihn ja auf dem Bild, die Möwen kommen später, tote Waschbären lohnen keine Bilder und für den Rest war´s entweder zu dunkel oder unsere Kamera zu langsam.

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Aber Fauna und Flora des schönen Connecticut interessieren Euch ja nun sicher nicht so brennend. Wie ich die meisten von Euch kenne, wollt Ihr unsere Villa Kunterbunt, oder eher Bate´s Motel sehen… Nun, hier sind ein paar Details.

Gustl vor der Doppelgarage (!!!) mit Miet- und Zweitfahrzeug. Der Mietwagen ist ein Chevrolet „Cobalt“, eine echte Ludenschleuder… Im Rückspiegel sieht man vor allem den Spoiler, der sich auch hervorragend als Abstellfläche für diverse Cappucinobecher eignet. Sonstige Nutzen eines Heckspoilers bei Höchstgeschwindigkeiten von 65mph erschließen sich mir nicht, aber ich bin ja auch kein Fahrzeugbauer. Wolf? Hast Du dazu eine Meinung? Beim Zweitfahrzeug handelt es sich um einen simplen Besen, den wir als umweltfreundliches Produkt dick in Plastikfolie eingewickelt erstanden haben. Ich gebe ihm ein halbes Jahr…

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Ich hatte ja schon die Küche und deren Zustand erwähnt. Also sauber krieg ich sie schon, mit viel Chemie, aber das war´s dann auch. Die Spüle ist wie das gesamte Haus von 1923. Sie soll erhalten werden, das liegt Matthew Whalen, unserem Vermieter, sehr am Herzen. Das wird sie auch sicher, im Keller, sobald ich eine neue habe. Ich spüle nicht in angeschlagenem, angegammeltem Emaille, und wenn es noch so antik ist!!! Das Tischchen in der Mitte ist, wie man so schön sagt „aus der Zeit“. Meiner Meinung nach ist es irgendwann aus dem Raum-Zeit-Kontinuum geflüchtet, da es sich ob seiner Häßlichkeit geschämt hat. Daß es ausgerechnet in der Lexington Road landen mußte haben sicher höhere Mächte zu verantworten. Es darf dann auch im Keller wohnen. Im Hintergrund sieht man übrigens den Butler´s Room. Das ist ein Durchgang zwischen Küche und Eßzimmer, wo sich früher der Butler die weißen Handschuhe anzog, bevor er der Herrschaft die Suppe servierte, in die er vorher sicher öfter mal gespuckt hat. Heutzutage wird sowas wohl als Vorratskammer benutzt. Ich werde dort das Geschirr stapeln. Die Putzsachen sind übrigens neu.

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Seit dem 28. Juni, unserem Ankunftstag, haben wir bereits viel Geld ausgegeben (by the way: danke Vati, ist angekommen!). Und Verena, Du wirst es kaum glauben, IKEA New Haven hat Sofas ab Lager!!!

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Ach so, das ist unser Wohnzimmer, das mit dem OFFENEN KAMIN!!!

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Der Durchgang führt ins Eßzimmer, das auch durch den Butler´s Room betreten werden kann, blabla… Die Wandlämpchen kommen übrigens in die Antiken-WG im Keller.

Wofür sie ja wirklich ein Faible haben hier sind Wandschränke. Ich schließe mich dem an. Ich muß jetzt nur noch irgendwo Lavendel auftreiben, denn dieser Geruch nach Alter Mann ganz unten ist schrecklich deprimierend. Die Wandschränke und auch die anderen Türen werden mit diesen wunderbaren Glastürknäufen geschlossen, wenn sie denn schließen…

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Das Obergeschoß ist noch nicht geputzt, deshalb noch keine Bilder. Aber glaubt mir, es bleibt spannend, da gibt es ein Fenster, das nicht schließt, weil da nämlich der Rahmen morsch ist, eine mit Blättern überübervolle Dachrinne, viele Wandschränke, einen abgesperrten Dachboden (in Europa hat man die Leichen im Keller, hier wohl im Speicher, naja, andere Länder…)

Wenn sauber, geht es hier weiter. Dann erzähl ich auch von unserem Balinesischen Bett und dem Erlebnis eines Matratzenkaufs bei Sleepy´s bei einer bezaubernden Deutsch-Russischen Jüdin mit goldigem Humor und noch mehr Gold am Handgelenk.

Bis dann!