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Archiv der Kategorie Unser Amerika

Inauguration - 20. Januar 2009 - Yes We Did!

Die Vereidigung des neuen Präsidenten der USA, Barack Obama, wurde auch von vielen Menschen in ganz Europa verfolgt. Ich plage hier also niemanden mit historischen Details, der richtigen Reihenfolge der Wörter des Schwurs, oder der Aufzählung der gesamten Prozedur. Was ich aber erzählen kann ist, wie man hier bei uns in West Hartford diesen Tag erlebt hat.

In Downtown West Hartford gibt es das Restaurant “Grants”, das zusammen mit einem lokalen Radiosender kostenlose T-Shirts und Chili verteilt hat. Also haben Claudia und ich uns in die Kälte gewagt und uns in die Schlange der Hungrigen eingereiht. Leider ist das “Grants” auf der Schattenseite der Hauptstraße, aber das Chili hat uns mit den kalten Füßen versöhnt.

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Und so sieht man aus, wenn man beim Radio arbeitet, nicht zwingend, aber vielleicht hat man es dann leichter…

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…ein kleiner Kommentar zum Thema Waffenbesitz in den USA:

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Wir hatten also jetzt unsere T-Shirts, ein Schüsselchen Chili mit Maisbrot und Themen-Limonade:

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Brenda, unsere Englischlehrerin, ist mit Ralph befreundet, der wiederum der Vermieter und Nachbar von Claudia ist. Brenda hat uns eingeladen, die Inauguration bei Ralph auf dem Edelriesensuperstaubfreiflachbildschirm anzuschauen. Wir kamen gerade rechtzeitig zwei Minuten vor der Vereidigung an. Es gab wieder Chili… Es scheint Obamas Lieblingsspeise zu sein. Für alle, die nicht sowieso schon ihr höchstpersönliches Chilirezept auf mindestens zwanzig Parties erprobt haben, hier das Rezept (Leo hilft beim Übersetzen):

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Das ist Ralph, unser Gastgeber.

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Hier, von links nach rechts, Claudia und Brenda.

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Die Anwesenden haben die unterschiedlichsten politischen Einstellungen. Deshalb war besonders beeindruckend, daß absolute Einigkeit über die Großartigkeit des Augenblicks bestand. Natürlich wurde auch über Michelles Garderobe diskutiert, ich hab´ sogar die Wette gewonnen, die wir zur voraussichtlichen Farbe ihres Ballkleides abgeschlossen haben, aber vor allem war für alle der Inhalt der Rede wichtig. Der Gesichtsausdruck von George W. wurde mit durchweg ironischen Bemerkungen kommentiert. Das sprachliche Durcheinander bei der Vereidigung gab Anlaß zu heftigen Spekulationen, wer nun eigentlich was falsch gemacht hat und ob die Vereidigung wiederholt werden müsse (Inzwischen wissen wir ja, daß der Schwur später noch mal richtig durchgeführt wurde, damit nicht irgendwer auf dumme Gedanken kommt.). Natürlich waren auch die “First Kids” ein großes Thema. Claudias Töchter finden ihr Leben plötzlich sehr leer und fühlen sich absolut unterprivilegiert, seit sie gehört haben, daß Malia und Sasha nun einen Indoor-Pool und ein eigenes Kino haben. Daß dann auch noch bei der Schnitzeljagd mit Freunden im Weißen Haus ganz unvermittelt die Jonas Brothers auftauchten, war natürlich der Kringel auf der Sch…! Claudia und Jürgen werden sich in der nächsten Zeit wohl damit beschäftigen, die Mädels wieder auf den Boden der Realität zu bringen.

Alles in allem war es einfach schön, die positive Stimmung des Tages mitzuerleben. Die Menschen sind voller Hoffnung, wohl wissend, daß schwere Zeiten vor ihrem neuen Staatsoberhaupt liegen. Obama wird ein paar sehr unschöne Themen zu stemmen haben. Und die Bevölkerung wird in vielen Dingen umdenken müssen. Man könnte schon mal damit anfangen, den Motor seines Autos NICHT laufen zu lassen, während man im Supermarkt ist, oder sich ein paar Einkaufskörbe zulegen, um nicht jedesmal mit zwanzig Plastiktüten nach Hause zu kommen. Aber all die anstehenden Probleme, wirtschaftliche, außen-, innen- und umweltpolitische, werden die Amerikaner in den nächsten Jahren in Atem halten. Ich hoffe sehr, daß sich vieles zum Besseren ändert und nicht nach der momentan großen Euphorie wieder vergessen wird.

Aber am wichtigsten ist, daß es den ersten schwarzen Präsidenten gibt, was den Willen zur Veränderung ja zu manifestieren scheint.

USA, bist Du “ready for the change”?

Links:

www.billygrant.com

www.965tic.com

www.leo.org

Oh Tannenbaum!

Nach einem viel zu kurzen Urlaub auf Aruba und einem rauschenden Geburtstagsfest im tief verschneiten West Hartford konnte auch für uns die “stade” Zeit beginnen. Schon im letzten Jahr hatte ich begonnen, das sachliche und doch recht Achtzigerjahre-lastige Silber und Blau vom Weihnachtsbaum zu verbannen und beschloss, mich endgültig dem Kitsch hinzugeben. Das ist nicht besonders schwierig, wenn es auch gewaltige Unterschiede in der Kitschqualität gibt…

Hier der Schuster´sche Baumbehang:

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Irgendwie sind mir da einige Vögel ins Netz gegangen. Der bunte ist ein Zugvogel aus München, der es noch rechtzeitig zu uns geschafft hat.

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Wo viele Frauen sind…

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…sind auch Schuhe nicht weit.

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Einige baumelbeinige Typen haben sich zu uns verirrt und hängen jetzt hier rum. Mein Liebling ist der Roboter.

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Natürlich muss es ordentlich glitzern, wenn es richtig kitschig sein soll.

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Die drei großen Leidenschaften: schnelle Autos, Kaffee und Schnaps…

Und da unsere blaue Weihnachtsbaumspitze sich als nicht druckresistent erwiesen hat, krönt den Baum (Gruß nach Berlin!!!) eine Plüschkuh mit Mütze. So ganz glücklich bin ich nicht mit der Lösung, aber WAS ZUM HENKER macht man mit einer bemützten Plüschkuh sonst? Claudia I., bitte um einige Hege- und Pflegehinweise!

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Um Gerüchten vorzubeugen: der Baum ist nicht aus rosa Plastik, wir sind schließlich nicht in Kalifornien. Er ist eine solide kanadische Tanne, absolut kompatibel mit deutschen Christbaumständern und ein hübsches, harmonisches Kerlchen.

 Und so sieht er aus:

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Die Hohoho-Tüte hat übrigens einen eingebauten, ohrenbetäubenden Alarm mit Bewegungsmelder, der eigentlich losgehen soll, wenn besonders neugierige Ehemänner nicht bis zur Bescherung warten können. Bei sehr trockener Luft und deshalb etwas wackeligen Dielen kann das auf Dauer ziemlich nerven. DIE merk ich mir für nächstes Jahr, da kann man mit den Weihnachtspaketen in die Heimat den Paketeschubsern am Zoll ein wenig das Leben schwer machen…

So, das war die Geschichte vom Baum. Unserer stand erst ab dem 24. Dezember, wie sich das gehört. Bei einigen Amerikanern wird der Baum direkt nach Thanksgiving aufgestellt, oder am 1. Advent. Da unser Tännchen aber jetzt schon ziemlich bröselt, werde ich mich in der Hinsicht sicher nicht veramerikanisieren lassen. Versprochen!

Dragon Boat Race - Hartford, Connecticut - Sept. 20th 2008

Alle Jahre wieder findet im September in Hartford auf der Riverside Plaza ein Asiatisches Festival statt. Leider gibt es davon nicht viele Bilder, denn ich hatte keine Zeit, welche zu machen, und mein Hausfotograf war mit Italienischen Hotdogs beschäftigt (ganz typisches Essen auf Asienfestivals: Italienische Hotdogs…)

Wie es sich für eine ordentliche Stadt gehört, haben wir hier auch einen Fluß, den Connecticut River, der dann irgendwo 60 Meilen weiter südlich in den Atlantik mündet. Connecticut kommt aus der Sprache der Mohegans und hieß ursprünglich quinnehtukqut, was, wie wir alle wissen, Langer Fluß der Gezeiten bedeutet. Also wurde der Bundesstaat nach dem Fluß benannt. Wie schon meine alte Heimat, das Innviertel.

Wenn Ihr mich fragt, sollten sowohl die Hartforder Stadtväter als auch die Stadtplaner am höchsten Galgen baumeln, denn SCHÖN ist Hartford nicht. Der Fluß ist zwar da, aber man lebt hier nicht mit ihm, wie man es von Europa gewöhnt ist. Es gibt zum Beispiel keine schöne Promenade, an der man sonntags flanieren und in kleinen Cafés ein Päuschen machen kann. Aber joggen kann man dort, es soll ja Leute geben, die das mögen… Wenn Ihr Euch das mal anschauen wollt, dann surft doch nach http://www.riverfront.org/

Immerhin werden hier Konzerte veranstaltet und verschieden Festivals, auf denen es dann immer typisches Essen gibt. Meistens sind es Burger und die berühmten Italienischen Hotdogs.

Nun stellt sich natürlich der geneigte Leser die Frage, was die Inken denn an diesem Fluß zu suchen hatte. Joggt sie? (ha, der war gut!) Ist sie hotdog-süchtig? Suizidgefährdet?

Nichts von alledem, meine Lieben, ich war zur freiwilligen Teilnahme am Drachenbootrennen verurteilt worden. Die MTU hat da seit einigen Jahren ein Boot am Start. Warum, weiß ich auch nicht, denn zu Werbezwecken kann es nicht sein, oder kennt Ihr Leute, die sich immer mal wieder ein neues Turbinchen kaufen? Ich denke mal, es soll der Teambildung dienen. Und DAS hat funktioniert.

Also kam ich ins Rudern. Die Gleichstellungsgesetze geben vor, daß pro Boot acht der zwanzig Ruderer weiblich sein müssen. (wir wollen hier nicht anfangen, Haare zu spalten, gell? Aber GLEICH würde ja eigentlich 10 Frauen bedeuten…) Da einige Damen aus der vorjährigen Crew nicht mitmachen konnten, hat man mich per emotionaler Erpressung dazu gebracht, SPORT zu machen!!!

Zwei zweistündige Trainings mit unserem Trainer, dessen Namen ich nicht mehr weiß (wahrscheinlich Bob, so heißen sie hier alle, die Frauen nicht, die heißen meistens Brenda …), aber dessen rauhe Stimme und schiefe Nase mir noch gut in Erinnerung sind, haben mich jede einzelne Zigarette der letzten zwanzig Jahre rekapitulieren lassen. Da die sportlichen Ruderkollegen aber ähnlich außer Atem waren wie ich, zum Teil sogar früher, ist der pädagogische Wert der Lektion voll ins Wasser gefallen.

Wir sind nicht ins Wasser gefallen, hatten dafür aber Spaß. Und interessanter Weise ist Hartford im rosa Licht eines Sonnenuntergangs vom Fluß aus ein ganz hübscher Anblick.

Am 20. September traten wir also drei mal zu einem Rennen an. Da wir schon bei der ersten Gruppe dabei waren, waren wir also um neun Uhr morgens da, und es gab erst mal Kaffee aus Tetrapacks und Donuts (das sind diese krapfenartigen Kringel, die außer nach süß nur nach süß schmecken und zum Teil für Homer Simpson´s Wampe verantwortlich sind.)

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Das ist Kaffee im Tetrapak mit Sicherheitsverschluß wie bei Tabletten. Man muß sich das Gesöff also schwer erarbeiten. Ich hab das als Aufwärmtraining gewertet…

Dann gab es noch T-shirts, ganz aktuell in beerenrot, was in Kombination mit meiner lila Hose allgemeinen Augenfrost verursacht hat. Aber wahre Schönheit kommt ja von innen, wie wir alle wissen.

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Das Wetter war traumhaft, eigentlich Wiesn-Wetter. Aber auch zum Rudern ist es angenehmer, wenn man nicht im Regen steht…

Das ist die Ruderstrecke. Hübsch, wie sich der Schlot der Müllverbrennung am Horizont abzeichnet, oder?

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Unser internationales Team:

Carmen aus El Salvador mit Mann und Kindern, die Schlegls aus dem Frankenland, dito Jürgen, Max (der Kinderwürger…), Nathan (der meistens schlief zwischen den Rennen), ein paar andere Amis, und natürlich Stefan, unser “little drummer boy”, der verzweifelt versucht hat, uns im Takt zu halten.

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Die anderen Teams sahen auch teilweise klasse aus, besonders ausstattungsgeschädigt waren die Dragon-Queens mit ihren Glitzer-Tiaras. Aber alle hatten hübsche Drachen auf ihren Shirts.

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Die Wartezeit zwischen den Rennen verbrachten wir unter unserem MTU-Zelt. Dort war auch ein inoffizieller Kindergarten unter der eingeschränkt engagierten Leitung des Kindergartenonkels Thomas Schlegl.

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Ach natürlich, es gibt auch einen Grund, warum die Boote “Dragonboats” heißen:

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Zwischendurch gab´s Essen. Nein, keine hotdogs für das Team, sondern Salat und Sandwiches. Die Kinder haben sich lieber über die mitgebrachte Kraftnahrung hergemacht, bevor sie die Chocolate Cookies verschlangen. Über die traditionelle Amerikanisch Küche muß ich noch mal extra lästern. Da gibt es VIEL zu sagen…

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Zwischen zwei hotdogs entstanden folgende Bilder:

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Naja, wenn man an einem Rennen teilnimmt, will man natürlich auch gewinnen. So ganz klar ist mir das Ranking zwar immer noch nicht, aber ich weiß, daß wir unsere Zeit in jedem Rennen verbessert haben und am Ende Sieger unserer Gruppe waren.

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Unser Siegerrennen könnt Ihr Euch inklusive O-Ton hier ansehen. Wir sind das Boot in der Mitte. Dauert zwar ein bißchen (wir haben uns eh schon so beeilt…), und es ist ein wenig unscharf am Anfang, aber die Kommentare aus dem Hintergrund sind cool, und unser Endspurt hat was Olympisches!

http://www.guschtl.de/vidoes/MVI_2085_compressed.avi

MTU Aero Dragons RULE!!!!!!!!!!

St. Patrick´s Day Parade - Hartford

Der Heilige Patrick wurde im späten vierten Jahrhundert nach Christus in Wales geboren. Damals hieß er noch ganz bürgerlich Patrick Maewyn und ahnte nicht, wie steinig der Weg zur Heiligsprechung werden würde.

Zu seinem Umzug nach Irland gibt es zwei Theorien. Eine spricht davon, daß plündernde Iren den sechzehnjährigen Patrick als Sklaven mit nach Hause nahmen. Die andere hält ihn für den Sohn eines römischen Soldaten, die plündernden und kidnappenden Iren gibt es aber auch in dieser Theorie. Wie auch immer, er kam nach Irland, fristete sein Leben als Schafhirte, hatte das irgendwann satt und ging für einige Jahre ins heutige Frankreich, weil ihm ein Engel einen Ortswechsel empfahl. Dort ließ er sich zum Priester ausbilden. Ab da empfand er es als seine Berufung, die irischen Heiden von Häretikern zu guten Christen zu bekehren. Wie wir alle wissen, ist ihm das recht gut gelungen. Dabei ging er angeblich nicht gerade zimperlich vor. Er hat Irland nachhaltig von den “bösen Schlangen” befreit, wobei er sie nicht etwa diplomatisch um Verlassen des Landes gebeten hat, sondern sie unter beherztem Einsatz seines Bischofsstabs überredete. Mit diesen Schlangen sind natürlich die Anhänger der Naturreligionen gemeint, silberne Sicheln schwingende Druiden und sonstige Heiler, Hexen und ähnliches Gesocks.

Man mag von Christianisierung halten was man will, Patrick war nicht nur ein Bischofsstab schwingender Schläger mit Mission. Er gründete Klöster, Schulen, Kirchen und sorgte dafür, daß die Geschichte und Geschichten der Iren aufgeschrieben wurden. Bildung und Zivilisation kehrten also in Irland ein. Es kann dann nicht mehr lange gedauert haben, bis die Iren ihre Vorliebe für alkoholische Getränke entwickelt haben…

Der 17. März ist Patricks Todestag. Und da es in den USA ja nun mal `ne Menge Iren gibt, wird der St. Patrick´s Day in größeren Städten mit einer Parade begangen. Schon Wochen vorher bekommt man in allen möglichen Läden Dekoration, dumme Hüte etc. in Grün und mit dem irischen Kleeblatt versehen zu kaufen. Es ist natürlich DIE Gelegenheit, mal wieder den Kleiderschrank zu durchforsten, um nachzusehen, was man denn selbst noch in Grün in petto hat…

Nähere Informationen über den St. Patrick´s Day, grün gefärbte Flüsse und Paraden in anderen Städten wie Boston und Chicago findet Ihr auf www.wikipedia.com. Wir waren auf “unserer” Parade in Hartford.

Wir suchten uns in der “Altstadt” von Hartford ein Plätzchen, von dem aus man gute Sicht hatte, und harrten der Dinge, die da kamen.

So sieht es übrigens in Hartford aus. Um einen meiner Mutter verhaßten Spruch zu verwenden: goa net amoi so schiach!

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Irgendwann tauchte auch Dunia mit ihren beiden grün behüteten Söhnen auf. Wie man ihr wohl ansieht, war es a….kalt an diesem Tag.

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Die Zuschauer versuchen sich mit grünen Klamotten so irisch wie möglich zu geben. Treuen Wies´nbesuchern wird sich die Frage stellen, ob die schicken Kopfbedeckungen wohl aus der Werkstatt des gleichen Meisters stammen wie die ach so echten Seppelhüte, die sich die Australier so gerne als originales Andenken aus München mitnehmen. Auf jeden Fall ist der ganze Schnickschnack ziemlich teuer. Sehr beliebt sind lange grüne Plastiktröten, durch die sich in die eine Richtung laute Geräusche produzieren lassen, in die andere Richtung hervorragend Bierdruckbefüllungen bewerkstelligen lassen. Simpsons-Fans kennen die von Bart´s erstem Vollrausch.

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Da Amerikaner es gerne gemütlich haben und gut gerüstet sind, nimmt man schon mal einen Klappstuhl und Proviant mit.

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Und dann ging es los. Der Blick die Main Street runter ließ uns hoffen, daß wir nicht festfrieren würden… Hören konnte man die Parade allerdings lange bevor man sie sah.

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Den Anfang machten wie schon bei der Thanksgiving Parade die Polizisten. Auch hier brandete Jubel auf, als die Harleys in Sicht kamen. Die Amis mögen ihre Bullen wirklich.

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Zu den Rescue-Kräften, die in den USA verehrt werden, gehört spätestens seit Nineeleven die Feuerwehr. Die Wagen sind sehr hübsch, wie ich finde. Ob sie auch effektiv sind, keine Ahnung. Auf jeden Fall machen sie eine Menge Lärm.

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Und mancherorts sind sie gelb, wie in Rocky Hill.

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Ich dachte ja bisher, auf Paraden wäre man zu Fuß unterwegs. Naja, wieder was gelernt…

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Nicht alle haben schicke Autos, manche haben nur ein Golf-cart. Die Ärmsten!

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An der Parade nehmen alle möglichen Vereine, Schulen und sonstige Irische und nicht-Irische Interessensgruppen teil. Ein sehr bunter Mischmasch. Aber seht selbst.

Da gibt es Irische Trachtenvereine…

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Die Repräsentanten der verschiedenen Grafschaften Irlands…

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Die Iron Workers waren gleich mit drei Generationen vertreten. Die Iron Workers sind die, die ohne Sicherung und völlig schwindelfrei hoch über den Metropolen auf den Stahlträgern balancieren, um Wolkenkratzer zu bauen. Wen dieses Thema interessiert, und sei es nur, um sich mal wieder an ungehemmtem Machismo zu erfreuen, der surfe doch mal nach http://www.nmai.si.edu/exhibitions/booming_out/indexfla.htm

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High und Middle Schools aller möglichen Stadtteile proben monatelang Stöckchen werfen, Trommel schlagen und Haxen schmeißen, um dabei sein zu dürfen.

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Bei diesen Temperaturen im Miniröckchen ohne Strümpfe ist ehrgeizig, aber wahrscheinlich wird einem schon warm beim Marschieren.

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Hier ein paar standhafte Zinnsoldaten.

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Zwischendurch sah man immer wieder ein bisserl Prominenz.

Unsere Gouverneurin M. Jodi Rell (http://www.ct.gov/governorrell/site/default.asp)in High Heels, kaum zu glauben, hoffentlich hat Herr Gouverneur ein Talent für Fußmassagen…

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Die Governor´s Footguard hat es da ironischer Weise bequemer.

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Naja, nicht alle…

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Ich weiß nicht, wer er ist, aber irgendwie sieht er prominent aus…

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Wer ER ist, weiß ich zwar, aber dafür hab ich keine Ahnung, was Spiderman hier verloren hat…

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Miss Connecticut mit eingefrorenem Dauergrinsen und in ganz unStPatrickschem Flieder.

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Noch eine Miss… Stupsnäsiger, und offensichtlich noch nicht ganz so professionell.

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Und noch ein Grüßaugust, der mir unbekannt blieb. Aber in Begleitung einer weiteren Dame tapfer in High Heels… Könnten Bürgermeisters gewesen sein, bin mir aber nicht sicher.

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Sportvereine, auch solche, die in einen anderen Bundesstaat verkauft worden sind (http://members.tripod.com/whalerbri/whalers.html), machen auch mit.

Eishockey

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http://www.hartfordwolfpack.com/

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Baseball

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Football

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Davy Crockett auferstanden von den Toten beim Kampf um Alamo http://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_the_Alamo. Davy Crockett war kein Ire, aber ein Held. Und er hat eine sehr laute Waffe, also mußte er dabei sein.

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Irgendwelche armen Menschen mußten in dumme Kostüme schlüpfen und sich mit angesoffenen Teenagern abbilden lassen.

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Die “Assistance Dogs Unlimited” nahmen auch an der Parade teil. Sie sind Hunde, die aus Tierheimen geholt werden und dann eine Ausbildung als Begleithund für behinderte Menschen bekommen. Wer spenden will oder ein Rezept für Hundekuchen sucht, gehe nach http://www.taxexemptworld.com/organization.asp?tn=71226

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Die Iren sind ja als recht trinkfest verschrieen. Auf den Paradewagen durften sie das ausnahmsweise ohne braune Papiertüten beweisen. Da ja die meisten Polizisten mitten in der Parade unterwegs waren und der Rest die umliegenden Straßen absperrte, konnten auch die Kids mal saufen, ohne daß jemand was dagegen hatte. Bier wurde in Blechflaschen verkauft, zwega de Scherben.

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Damit das gemeine Volk bei Laune bleibt, werden a la Kölle alaaf Kamelle verteilt und grüne Ketten geworfen. Den Brauch mit den Ketten gibt es auch in New Orleans. Allerdings muß man dort den Busen blank ziehen, um mit Ketten belohnt zu werden. In Connecticut geht das natürlich gar nicht. War auch echt zu kalt für solche Spampasetteln.

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Rocky Hill schickte seine Bibliothekare auf die Straße.

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Manche versuchten sich noch in politischen Statements…

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Zum Schluß kam noch die Reinigungskolonne, und die frierende Menge verteilte sich in die umliegenden Bars.

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Ja ja, Claudia, wir haben alles gesehen!

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So, jetzt könnte eigentlich endlich der Frühling kommen!!!

Ostern in den USA

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In den USA wird keine Gelegenheit ausgelassen, einen special sales zu veranstalten, oder Süßigkeiten zu verkaufen. Da wir alle wissen, wie gut es sich hier einkaufen läßt und ich diesem Thema auch noch einen eigenen Beitrag widmen will, wenden wir uns heute dem größten Feind und gleichzeitig größten Trost der Amis zu: den Süßigkeiten.

Ich wurde schon vor unserem Umzug nach West Hartford darauf vorbereitet, daß die Süßigkeiten hier immer gleich schmecken, aber dafür je nach Feiertag verschiedene Farben haben. Das beste Beispiel dafür sind M&Ms. Die gibt es immer in zwei Ausführungen, mit oder ohne Erdnuß. Aber an Halloween geschieht eine gruselige Verwandlung. Plötzlich sind sie nicht mehr farbenfroh und bunt, sondern schwarz und orange.

An Weihnachten, oder besser direkt nach Halloween, gibt es dann Lindt-Schokohasen, die aber keine sind. Es wird die gleiche Form verwendet, aber die Goldfolie wird mit Zeichnungen versehen, die den Hasen zum Rentier machen. Das Glöckchen um den Hals fällt prinzipiell weg, denn das könnte ja aus Versehen seinen Weg in einen Kinderhals finden. Und das ruft wiederum unwillkürlich eine Schar übermotivierte Anwälte auf den Plan, was im Endeffekt die Schokoladenpreise explodieren ließe. Und DAS will ja nun wirklich niemand.

An Ostern darf der Hase Hase sein, was auch ohne Glöckchen funktioniert. Man kauft übrigens am besten sehr teure Europäische Schokolade. Hershey hat seit den CARE-Paketen das Rezept nicht geändert und von sowas wie einer Conche noch nie gehört. Das macht dann dieses fiese mehlige Gefühl im Mund, wenn die Schokolade endlich schmilzt… Und auch DAS will auch niemand.

Ostern macht auch in den Staaten alles bunt, allerdings bevorzugt man hier Pastelltöne. Deshalb ist alles hellblau, zartgrün, vanillegelb und rosa. Die Lifesaver ändern sogar ihren Geschmack. Hier die Noten Banane, Cotton Candy und Hab-ich-vergessen.

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Leider fielen die wilden Horden über die Süßigkeiten her, bevor ich alle für die Nachwelt verewigen konnte, aber das nächste Osterfest kommt bestimmt… Aber DAS hier wollte niemand essen. Marshmallow-Küken in Quietschpink. Es gab auch noch Marshmallow-Hasen in Chemieblau…

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Die Peeps wurden im Endeffekt nur als Dekoration verwendet.

Sehr beliebt sind die Ostergeldstücke und Mini-Riegel.

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Wer es definitiv NICHT nötig hat, sich an Ostern anzupassen, sind die Jellybeans. Eine eigene philosophische Schule entstand rund um diese typisch amerikanische Spezialität. Wie bei Gummibärchen gibt es hier klar definierte Vorlieben und Abneigungen. Da sind diese eigenartigen Leute, die die schwarzen Jellybeans mögen, gell Claudia? Das sind aber die Freaks. Normale Leute, so wie ich, mögen die orangenen. Und die Süßmäulchen mögen die roten. Ich hab noch niemanden gefunden, der die grünen mag, aber ich hab ja Zeit… Man kann die auch aufheben und am St. Patrick´s Day unters Volk werfen.

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Daß ein Bericht über Ostern sich vorwiegend um Süßigkeiten dreht ist typisch. Die fitneßwütigen und ewig über Nutrition quasselnden Amerikaner mögen es süß. Am liebsten Schokoladentorte mit Schokostreußeln und einem schmelzenden Kern aus weichem Schokoladenfudge. Wenn man dann noch eine Kugel Schokoladeneis und Sahne dazu tut, hilf auch die Diet Coke nicht mehr…

Und nach Ostern hat man dann unheimliche Lust auf saure Gurken.

Will you be my Valentine?

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Und wieder ein Tag für Sonderverkäufe bei Juwelieren, Blumen- und Süßigkeitenläden… Und wehe, es wird vergessen! Dann ist Polen offen.

Herr und Frau USA geben durchschnittlich $128,– für Geschenke am Valentinstag aus. Eltern von Schulkindern bekommen einige Tage vorher per mail von der Schulverwaltung mitgeteilt, daß ihre Kinder heute für jeden Mitschüler einen Valentinsgruß bestehend aus einer Karte und Süßigkeiten mitzubringen haben, Namensliste inklusive. Seit Wochen sieht man in allen Schaufenstern nur noch Rot und Rosa.

Und doch denke ich, daß es eine gute Idee ist, seinen Liebsten von Zeit zu Zeit mitzuteilen, wie wichtig sie sind. Ob das nun unbedingt am 14. Februar passieren muß, naja…

Für Dich, mein Liebster…

Be my Valentine, for I
Each day have thought of you.
My whole life couldn’t manage what
Your ready smile can do,
Vanquishing my loneliness
As though all light were new.
Let me be your Valentine
Even as you’re mine,
Needing what I have to give
That each might each define
In friendship and in harmony,
Now you, now I the melody,
Each helping each to shine.

New York, New York!

Dieser Beitrag kommt mit mehrmonatiger Verspätung, sorry. Die Erklärung dafür ist einfach. Es war tierisch viel Arbeit, ihn zu erstellen, mir gingen zwischendurch abwechselnd die Zeit und die Lust aus. Und dann war auch noch Weihnachten. Aber nichtsdestotrotz solltet Ihr ihn Euch anschauen, denn New York ist einer der Plätze auf dieser Welt, die einen vollkommen einfangen und nie wieder loslassen. Es ist schwer, das alles in Worte zu fassen, aber trotzdem viel Spaß!

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Da wir 2007 keinen Urlaub hatten, der den Namen verdient hätte und deshalb einfach mal raus mußten, bot sich das lange Thanksgiving-Wochenende für einen Kurztrip an. Und weil es nicht weit ist, haben wir uns für New York City entschieden.

New York, oder eigentlich Manhattan, denn mehr sieht man als Tourist erst mal nicht, hatte ich im Sommer schon für einen Tag zusammen mit Gerlinde besucht. Das war ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns nun erwartete. Die Photos aus dem Sommer erspar´ ich Euch aber lieber, denn darauf´sieht man, wie warm es an dem Tag war. Das wäre sadistisch…

Unser Hotel “The Court” lag perfekt zwischen Lexington Avenue und Park Avenue, also waren wir guten Mutes, so ziemlich alles zu Fuß erledigen zu können. Aber dazu später noch mehr… Nun schaut Euch erst mal die homepage des Hotels an und meine Photos, und dann werdet Ihr auch dort buchen. Ich bin sicher!

Die miese Qualität der Nachtaufnahmen seien mir bitte verziehen, unsere Digitalkamera kann das nicht. Und kein Mensch hat eine so ruhige Hand, um diese unglaublichen Verschlußzeiten durchzuhalten, ich schon gar nicht. Ich hoffe, es reicht für einen ersten Eindruck. Und irgendwann fällt mir das blöde Ding schon mal so aus der Hand, daß es endlich kaputt geht… (update aus dem Januar: das Christkind hat das Problem gelöst!!!)

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“the court” von außen…

und von innen…

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Altes und Neues vermischt. Zum Teil sehr sehr Altes…

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Da steht “Hallo Leute, wir sind in NYC”. Der Anschlag war nicht ganz sauber…

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Für Gustls Geschmack gab es viel zu viele Kissen. Ich finde ja, man kann nie genug davon haben.

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Sehr diskret beleuchtet.

Der Blick aus unserem Zimmer ging eigentlich auf einen Innenhof, wie so oft in New York. Wenn man aber nach oben sah, dann entdeckte man da das Empire State Building. Einfach cool!

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Die Gegend rund ums Hotel war ruhig, aber absolut zentral. Eine gute Wahl, wenn man anstrengende Fußmärsche absolviert und im Notfall nicht zu viel für´s Taxi bezahlen will. Und der Notfall trat ein!

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Vor dem Hotel stehend sah man direkt die Spitze des Chrysler Buildings, übrigens einer der schönsten Wolkenkratzer, jedenfalls mein Liebling.

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Viel hatten wir erst mal nicht von unserem hübschen Zimmer. Aber wer hockt schon im Hotel, wenn New York City draußen wartet? Wir machten uns also auf in Richtung Fifth Avenue, querten dabei die Park Avenue und waren sofort in diese unglaubliche Stadt verliebt. Natürlich quillt hier der Beton aus allen Ecken und Ritzen, was keiner Stadt gut tut. Aber New York lebt von diesem Material. Ohne Beton wäre diese vibrierende Metropole nicht möglich. Und erst der Beton und die Giganten, die mit ihm errichtet wurden, lassen die Gegensätze hervortreten, die einen großen Anteil am Charme dieser Stadt haben.

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Wir strandeten an der Grand Central Station, einem der schönsten Bahnhöfe der Welt neben Mailand und Zürich. Und wer schon mal auf dem Münchner Hauptbahnhof auf einem der Flügelbahnhöfe bei Glatteis und Schneetreiben, ohne Möglichkeit sich unterzustellen vor sich hin gefroren hat, um nach Niederbayern zu kommen, wird einen schönen und einladenden Bahnhof zu schätzen wissen. Die Uhr ist übrigens von Tiffany, und die Statue stellt den Gott Merkur dar, der für´s Geld zuständig ist, wofür sonst…

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Die Fassade ist schon ein Prachtstück, aber innen wird es noch besser!

Der Eingang mit einer rührenden Widmung:

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Die Halle, natürlich auch ein Shoppingparadies…

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Wer hat ein Problem damit, an so einem Fahrkartenschalter zu warten?

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Und während man auf den Zug wartet, einen Espresso und ein süßes Teilchen bei “Cipriani” auf der Empore, na wie wär´s?

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Dann ging es zurück auf die Fifth Avenue, das Einkaufsparadies, inzwischen für jeden Geldbeutel.

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Für Arm…

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…und Reich. Manchmal auch für rehäugige Schönheiten in Givenchy-Kleidern. Ich habe allerdings inzwischen erfahren, daß es bei Tiffany KEIN Frühstück gibt. Skandal!

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Auch andächtige Ecken gibt es in diesem Dauergewusel rund um die Fifth Avenue. Das ist die St Patricks Cathedral. 

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Sie steht steht zwischen Fifth und Madison Avenue. Die Madison Avenue ist sehenswert, hier sieht man viel altes New York.

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Auf jeden Fall ist immer unglaublich viel Verkehr auf New Yorks Straßen,  zwar recht diszipliniert, aber dafür sehr sehr laut. Hupen ist hier Teil des Dialekts. Ein Grund mehr für mich, diese Stadt zu lieben!

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Wer in diesem rund um die Uhr brummenden Bienenstock Ruhe sucht, geht am besten in den Central Park. Man biegt von der Fifth Avenue einmal links ab und ist in einer völlig anderen Welt.

Zwar ist der Central Park kleiner als der Englische Garten in München, aber er vereint wie dieser alle Klassen und Interessen. Hier wird geritten, geradelt, gejoggt, getanzt, geschlendert, gesungen, gemusiziert, geeislauft und gekutscht (ich wollte das Gesetz der Serie nicht brechen, sorry!).

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Am Wollman Rink gibt es seit 1951 einen Eislaufplatz, der von Kate Wollman gestiftet wurde und von Oktober bis April geöffnet ist. Hier kann man mit Hotdog und Kaffee bewaffnet anderen beim Hinfallen zusehen.

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Östlich davon ist der Zoo, klein aber fein. Seht Euch Details dazu unbedingt auf der homepage http://www.centralpark.com/ an.

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Jeder kennt die Durchgänge, Brücken und Felsen im Central Park aus Filmen wie “Hair” oder “Der Marathon Mann”.

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Aber für mich war neu, daß in der Zeit der Weltwirtschaftskrise im Central Park die “Dairy” errichtet wurde, in der an arme Kinder Milch ausgegeben wurde. Inzwischen befindet sich hier das Besucherzentrum, in dem man auch ganz allerliebste Andenken zu weniger allerliebsten Preisen kaufen kann.

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Der Central Park ist nicht nur für New Yorker eine Oase der Ruhe, sondern auch die Heimat für viele Tiere, die man in Metropolen nicht vermuten würde.

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Naja, Spatzen sind nun nicht sooo außergewöhnlich, aber nett sind sie überall auf der Welt. Und die Reste des unglaublich geschmacklosen Hotdogbrötchens kam wohl gerade gelegen so kurz vor dem Winter.

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Was gäbe ich für Ente mit Blaukraut und Knödel…!

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Diese Viecher haben wir auch in West Hartford, allerdings nicht so zutraulich.

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Schlecht zu erkennen, also glaubt mir bitte einfach: hier zerlegt ein Turmfalke ein Hörnchen.

Über den gesamten Central Park verteilt findet man Statuen und Gedenkplätze, wie zum Beispiel für John Lennon. Mein Liebling ist Alice, die hier im Kreis des Mad Hatters und der anderen Figuren aus dem Wunderland 364 mal im Jahr ihren Nicht-Geburtstag feiert.

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Blick auf die Lower Eastside, wo eines schönen Tages eines der Appartments mir gehören wird… Steffi, Lotto spielen!!!

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Schon allein wegen des Central Parks muß ich wieder nach New York. Einen ganzen Tag lang durch den Park schlendern, Musikern zuhören, die auf einem der Findlinge vor sich hinglampfen, in der Sonne sitzen und Leute beobachten, ein wenig spazierendenken und im übrigen gar nichts tun…

Aber das süße Nichtstun hält in New York nicht lange an, dafür gibt es viel zu viel zu sehen. Am ersten Abend wollten wir Claudia K.s Restaurantempfehlung ausprobieren und zu Fuß Richtung Time Square marschieren, um uns das legendäre Steak im “Quality Meats” mal genauer anzuschauen. Daß es dann doch ein wenig weiter war als ursprünglich gedacht, lag daran, daß wir nicht wußten, ob wir links oder rechts abbiegen sollten und uns prompt für die falsche Alternative entschieden…

Nachts Richtung Times Square ist es vor allem laut und überfüllt. Die vielen Lichter trösten da nur Leute, die kein Problem damit haben, in großen Menschenmengen vorangeschubst zu werden. Zu diesen Leuten gehöre ich nicht, aber die Beleuchtung ist trotzdem beeindruckend. Für die “Hasen” hab ich ein extra Photo dabei, mal sehen, ob Ihr es findet, Tom und Marjan…

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“Quality Meats” tröstet nach diesem Gequetsche und Gelatsche mit hervorragendem Essen, sehr gutem Wein und unglaublich nettem Service, der ausnahmsweise mal nicht einstudiert wirkt, sondern den Eindruck vermittelt, daß die Angestellten hier wirklich gerne arbeiten. Die Klientel ist Marke jung und schön, oder wenn schon alt und häßlich, dann zumindest reich. Da wir nicht reich sind, müssen wir wohl jung und schön sein.

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Hier habt Ihr mal eine schöne, total verwackelte Stretch-Limousine mit Chauffeur, gehört schließlich dazu.

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Im Treppenhaus wird klar, mit welcher Art von Restaurant man es zu tun hat. Natürlich geht es hier vor allem um Fleisch.

Es gibt eine Garderobe, an der man kostenlos seinen Mantel abgeben kann. Das weiß ich sehr zu schätzen, denn eines der Dinge, die ich an Restaurants nicht leiden kann sind überfüllte Kleiderständer oder Kleiderhaken an der Wand, die dem davor sitzenden ständig die Klamotten fremder Leute in den Nacken hängen lassen. Und natürlich wird man hier auch sehr zuvorkommend zu seinem reservierten Platz geführt.

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Tja, und das ist das Steak, das mir beschrieben worden war, extrem lecker. Und sehr zu empfehlen ist die hausgemachte Steaksauce. Ach, es war alles sehr gut! Aber Claudias Restauranttips sollte man sowieso immer ernst nehmen.

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Auch der beste Wein muß irgendwann wieder entsorgt werden, leider… Hier lohnt sich der Blick in die Restrooms. Seht Ihr diese Massen an blütenweißen Handtüchern? Die Dame, die mir hier gerade ins Bild lief meinte auch, sie sei immer wieder begeistert, daß man sich hier nicht mit Papierhandtüchern zufrieden geben muß oder diesen bescheuerten Heißlufttrocknern, die alles mögliche tun, nur nicht die Hände trocknen. Die Beleuchtung ist übrigens hautfreundlich und gerochen hat es auch gut.

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Wir waren mit unserem ersten Tag in Manhattan sehr zufrieden und fuhren mit dem Taxi, übrigens konkurrenzlos billig verglichen mit anderen Städten, zurück ins Hotel. Dort gab es noch einen Absacker an der Bar, und der Rest geht Euch nichts an.

Am nächsten Tag stand nach Macy´s Thanksgiving Parade (siehe dort) das Empire State Building auf dem Programm. Es ist ein abstoßend häßlicher Betonklotz, an dem permanent umgebaut und renoviert wird. Fürchterlich protzig und wenig einladend, aber die Aussicht von der Besucherplattform ist schon bemerkenswert. Man stellt sich erst mal an, um Tickets zu kaufen. An klaren Tagen kann die Schlange so lang werden, daß sie um den ganzen Block reicht. Wir hatten mehr Glück, denn es war inzwischen diesig geworden und viele waren noch bei der Parade. Danach stellt man sich noch mal an zum Lift. Dieser bringt einen dann innerhalb weniger Mikrosekunden in den tausendeinhundertfünfundsiebzigsten Stock, um dort in alle Richtungen New York bewundern zu können. Ich empfehle Kaugummi für den Druckausgleich.

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Man sieht im Süden Brooklyn, das durch die berühmte Brooklyn Bridge mit Manhattan verbunden ist, und Staten Island, Ellis Island und die Freiheitsstatue. Im Westen liegt der Hudson River und der Hafen, in den die Titanic eigentlich einlaufen sollte, es kam ihr allerdings was dazwischen… Auf dieser Seite Manhattans ist auch der Madison Square Garden, der Times Square und die George Washington Bridge. Nördlich endet der Blick in der Bronx. Und davor liegen das Yankee Stadion, das UN-Gebäude, das Metropolitan Museum of Art, die Grand Central Station und viele schöne Dinge, die ich alle unbedingt noch sehen will. Im Osten treffen sich Queens und Brooklyn. Man sieht den John F. Kennedy Airport auf der anderen Seite des East River und im Vordergrund mein geliebtes Chrysler Building. Die Bilder, die nun folgen sind allerdings nicht sortiert. Sie sollen nur einen ersten Eindruck geben. Hinfahren müßt Ihr dann schon selbst!

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Runter von dem Klotz. Also um ehrlich zu sein, da muß ich nicht mehr rauf. Große Höhen sind zwar kein Problem für mich, aber lieber schau ich mir die Stadt noch mal aus einem Hubschrauber von oben an.

Inzwischen hatte es angefangen zu regnen. Wir entschieden uns deshalb, mit der Staten Island Ferry, übrigens kostenlos, über den Hudson zu tuckern, um uns die Skyline bei Nacht anzusehen. Diese Fahrt lohnt sich allerdings tagsüber mehr, da sieht man wunderbar nach Ellis Island rüber und hat freie Sicht auf Miss Liberty.

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So viel Schifferl fahren macht hungrig. Und so entschieden wir uns für eine Taxifahrt nach Little Italy. Little Italy grenzt zwar an Chinatown, aber wenn man um die Ecke in die Mulberry Street biegt, ist man mitten in Neapel oder Rom. Die Parkuhren haben grün-weiß-rote Pfosten, die Tischtücher sind rot-weiß kariert, im ersten Stock hängt die Mamma im Fenster und plärrt der Mamma gegenüber den neuesten Klatsch und Tratsch zu. Und dann ist da das “Buona Notte” mit seinem Pseudomafioso, der Gäste anlockt. Er hatte Erfolg mit uns… Es ist eines der vielen Restaurants und Cafés in diesem Viertel, nicht zu teuer, nicht zu snobby, Essen und Trinken recht gut, meiner Meinung nach endlich mal wieder echte italienische Küche. Die Ober nicht zu dienstbeflissen, auch mal wieder eine angenehme Abwechslung. Was mich allerdings schockiert hat, war, daß ich meine Hoffnung, ein paar Jahre vor dem nasalen Quäken von Eros Ramazotti verschont zu bleiben, innerhalb von fünf Minuten begraben mußte… Nein, ich mag ihn nicht.

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Am nächsten Tag mußten wir noch mal hin, um uns ein paar echte italienische Spezialitäten zu kaufen.

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Aber eigentlich war dieser Tag aus einem völlig anderen Grund außergewöhnlich. Wir standen vor dem Hotel, Gustl versuchte, uns ein Taxi zu organisieren. Da fragt mich unser Portier, ob wir einen Wagen bräuchten… Der Hotelwagen sei gerade frei. Ähm, okay… Das Ende vom Spiel war, daß wir in der schwarzen Mercedeslimousine mit Chauffeur vor dem Metropolitan Museum of Art vorfuhren. Ausgesprochen standesgemäß, wie ich meine.

Das Metropolitan Museum of Art war meine Rache für das Empire State Building… Was soll ich machen? Ich steh´ nun mal auf Kunst. Und die moderne Sammlung ist dort einfach wunderbar vielseitig und sehr gut gehängt und gestellt. Das Gebäude an sich ist von außen nicht besonders schön. Aber wenn man es betritt erwartet einen eine hochherrschaftliche Treppe. Und man hat die Qual der Wahl zwischen 22 verschiedenen Abteilungen, für die man wohl sein ganzes Leben braucht. Man Favorit stand fest. Einmal einen Jackson Pollock im Original sehen…

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Ich war sehr erstaunt, daß man photographieren darf, hab´ es leider etwas zu spät mitgekriegt. Aber hier ein paar meiner Lieblinge.

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Kenn ich zwar nicht, fand ich aber hübsch, weil so dynamisch.

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Den Herren kennen wir alle. Und daß Andy Warhol ihn verewigt hat, ist auch klar. Aber wie riesig dieses Bild ist, war mir neu.

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Sehr beeindruckt hat mich “Terrifying Terrain” von Elizabeth Murray, denn ich wußte bis dato nicht, daß es dreidimensional ist. Macht aber Sinn bei beängstigendem Untergrund.

Das ist der Evangelist Lukas von Chuck Close, einem zeitgenössischen Amerikanischen Künstler. Ich bin nicht bibelfest genug, um zu beurteilen, ob Lukas so streng war wie er hier aussieht. Aber die Technik hat mich fasziniert.

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Und das ist Anselm Kiefers “Bohemian Lies by the Sea”.

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Ein Raum war einer Installation gewidmet, die aus lauter kleinen Aluminiumringen zusammengestellt war. Entweder die Künstlerin ist zwangsneurotisch oder sonstwie übergeschnappt. Aber es sah einfach umwerfend aus. Das Museum drückt das etwas raffinierter aus als ich…:

Tara Donovan at the Met
November 20, 2007–April 27, 2008
Modern and Contemporary Art, Lila Acheson Wallace Wing, The Gioconda and Joseph King Gallery

Tara Donovan (American, b. 1969) is known for working with commonplace manufactured materials such as tape, Styrofoam cups, or drinking straws to create abstract sculptural installations that often take on a biomorphic feel or resemble topographical landscapes. For a new work conceived specifically for this exhibition, the artist uses Mylar tape to create a wall-mounted installation that encompasses the entire gallery. Through a vast accumulation of webs of metallic loops, laboriously assembled, Donovan transforms the space into a unique phenomenological experience for the viewer. This exhibition is the fourth in an ongoing series featuring the work of contemporary artists.

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Georgia O´Keeffe hängt hier ausgiebig mit ihren Bildern irgendwo zwischen Morbidität und Erotik.

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Es gibt noch eine Menge von Max Beckmanns depressiven Bildern, natürlich Jackson Pollocks raumgreifende Spritzergemälde, Otto Dix ist vertreten, Balthus, Jennifer Bartlett, Fernando Botero, ogott, ich MUSS da noch mal hin, ohne Mann, der offensichtlich keinen Spaß hatte…

Aber man muß nicht unbedingt ins Museum gehen, um in New York kleine Schönheiten zu entdecken. An jeder zweiten Ecke sieht man irgendein Detail, das anders ist als zu Hause.

Zum Beispiel überdimensionale Fingerhüte, die mit großer Wahrscheinlichkeit Gasanschlüsse verdecken, das ist allerdings nur eine Vermutung….

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Oder besonders hübsche Hydranten.

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Man lernt hier auch, daß “Grün” nicht grün sein muß.

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Alte Laternen werden mit Liebe erhalten und gepflegt. 

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42nd Street. Naja, ich mag es, Schilder zu photographieren.

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Thank God it´s Friday! Und hier gibt´s das passende Essen dazu.

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Zierkohl stand im Herbst 2007 an Platz No. 1 in der Straßenbepflanzungshierarchie. 

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Und natürlich ahnte man schon die kommenden Weihnachten. In den Schaufenstern funkelte und glitzerte es was das Zeug hielt.

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Bei unserem Bummel durch Little Italy, an der Grenze zu Soho, fiel uns ein Gebäude wegen des hell erleuchteten Fensters auf. Über dem Gebäude hing der Macy´s-Stern, seht Ihr ihn? Es gibt auch ein Bild bei Helligkeit davon. Claudia, wär DAS vielleicht die richtige Wohnung für Euch?

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Sogar, wenn man New York wieder verläßt, ist es noch schön. Naja, ich gebe zu, ich stehe auf Brücken…

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Also für mich war das definitiv nicht der letzte Besuch in New York. Ich will noch mal ins Guggenheim Museum, wenn es nicht mehr im Umbau ist, ich will ins Museum of Modern Arts, ich will Soho und Tribeca genau erforschen, vielleicht doch mal nach Ellis Island, und alle Statuen im Central Park sehen. Ich glaube nicht, daß man mit dieser Stadt jemals fertig wird, in keiner Hinsicht, mit diesem großen, saftigen, knackigen Apfel.

Hier habt Ihr noch die gesammelten Links zu diesem Beitrag:

Hotel “the court”

http://www.starwoodhotels.com/whotels/property/overview/index.html?propertyID=97500&fromSearch=11XX&linkbrand=&links=all

Chrysler Building und sonstige völlig unwichtige Immobilien in aller Welt:

http://www.tishmanspeyer.com/

Für Geschenke in letzter Minute:

http://www.tiffany.com

http://www.cartier.com

http://www.saksfifthavenue.com/

http://www.macys.com/

http://www.bloomingdales.com

Für Gebete zur Wiederauffüllung des Kreditkartenkontos und frommere Wünsche:

http://www.saintpatrickscathedral.org/

Für Fußlahme (wie uns…):

http://www.newyorkcab.com/

Für Spaziergänger:

http://www.centralpark.com/

Sightseeing:

Empire State Building

http://www.esbnyc.com/index2.cfm?CFID=25973923&CFTOKEN=22774351

Grand Central Station

http://grandcentralterminal.com/

Staten Island Ferry

http://www.siferry.com/

Ellis Island und Miss Liberty

http://www.ellisisland.org/

http://www.nps.gov/stli/

Essen und Trinken:

http://nymag.com/restaurants/

http://qualitymeatsnyc.com/

http://cipriani.com/cipriani/HomeUS/welcomeb.htm

http://www.littleitalynyc.com/buonanotte/

Kunst und Kultur:

http://www.metmuseum.org/

http://www.guggenheim.org/

http://www.moma.org/

Seht mal in die Links!

Mir geht langsam aber sicher der Speicherplatz aus auf inken.at. Wir haben deshalb einen Link zu Gustls website gelegt, wo Ihr Reiseinformationen findet. Dort ist auch ein noch unbefüllter Kalender, in dem Ihr unsere Gästezimmerbelegung seht und die Zeiten, in denen wir voraussichtlich nicht in West Hartford sind.

Diese Seite ist kein blog, sondern “the real stuff”. Mal sehen, was wir da noch alles drauf stellen.

Bleibt neugierig!

Inken

Let it snow, let it snow, let it snow!

West Hartford bietet viele Seiten, auch eine Wetterseite. Vorige Woche hatten wir Eisregen. Und das sah dann so aus.

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Und letzten Donnerstag hielt New England all seine Versprechen auf einmal. Schnee. Und dann noch mal Schnee. Und noch mehr Schnee.

Für 15 Meilen braucht man dann schon mal dreieinhalb Stunden. Die Scheibenwischer frieren fest, an Steigungen bleiben sommerbereifte Connecticuter hängen, die es eigentlich besser wissen sollten. Die Schule fällt aus. Alle fahren spätestens um eins Richtung Heimat. Und mitten drin: natürlich ich.

Aber was ist der ganze Ärger, wenn man sich dann dieses Winterwonderland ansieht?

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Inken muß sich gut benehmen

Um gleich mal auszuschließen, daß irgendwer glaubt, ein Country Club sei ein Restaurant, in dem es nur Country Potatoes gibt… ;-) So ist es nicht! Country Clubs wurden gegründet, um den hart arbeitenden und dadurch reich gewordenen Amerikanern ein abgeschlossenes Gelände zu bieten, in dem sie ihre Wochenenden verbringen konnten, unbehelligt von der schmutzigen, grausamen Welt “da draußen”. Dazu gehörten und gehören oft Golf- und Tennisplätze, Pools und natürlich Räumlichkeiten für gesellschaftliche Veranstaltungen. Also alles in allem ausgesprochen weißes Amerika.

Hier in West Hartford gibt es den Town and County Club (Achtung, nicht Country, sondern County!)www.towncounty.com/, in dem meine Deutschschülerin Mindy Mitglied ist. Der Club wurde 1925 gegründet, um Frauen zu fördern, die sich in Wirtschaft und Wissenschaft einen Namen machen wollten. Es gibt also auch edle Gründe, um in einem solchen Club Mitglied zu sein.

Mindy hatte mich gestern zum Lunch dorthin eingeladen. Sie nimmt einmal im Monat an einem Treffen deutschsprachiger Damen teil und wollte mich dort vorzeigen. Was soll ich sagen…. Ich bin nicht so der Typ für den Frauenverein, aber da ich ja immer was zum Bloggen brauche, hab´ ich mich geopfert. Außerdem ist es gar nicht so unangenehm, mal wieder die Jüngste in der Runde zu sein.

Der Club hat seine Heimat in einem Gebäude aus dem Jahr 1895 gefunden, das ursprünglich die Familie des offenbar recht erfolgreichen Anwalts Theodore Lyman beherbergte. Es wurde liebevoll restauriert, was man leider nur von wenigen Gebäuden hier behaupten kann. Es steht in unmittelbarer Nähe zum Elisabeth Park und dem Mark Twain Haus, die gute Gesellschaft befindet sich also in guter Gesellschaft.

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Die Mitglieder sind ausschließlich Frauen, naja Damen ist wohl der passendere Ausdruck. Schon die Gründerinnen waren nur Frauen, die in intellektueller, gesellschaftlichrer und/oder finanzieller Hinsicht zur Creme von Hartford gehörten. Langsam aber sicher krieg´ ich ein Gefühl dafür, wen ich da eigentlich unterrichte… Mindys Mann Clarence war gestern genau so “nur” Gast wie ich.

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Im Club können die Mitglieder für private Veranstaltungen Räume reservieren, das Catering und so weiter. Man kann dort als Mitglied jederzeit zum Essen hingehen, sich in der beeindruckenden Bibliothek hinter einem Buch verkriechen, seine Tochter gewinnbringend unter die Haube bringen, oder an Charity-Veranstaltungen teilnehmen. Jetzt vor Weihnachten werden zum Beispiel Geschenke für “weniger glückliche Kinder” gesammelt.

Kunstausstellungen, Buchlesungen, Konzerte, Konversationskurse in verschiedenen Sprachen, Stipendien, Auktionen, Bridgerunden, Yogakurse, Zimmer für Frauen, die einige Tage in Hartford verbringen sind einige der Angebote und Aktivitäten des Clubs.

Ich stehe solchen Institutionen instinktiv zwiespältig gegenüber. Einerseits sehe ich, wie viel Gutes hier getan wird. Andererseits muß man sich natürlich auch fragen, ob man seine mexikanische Putzfrau hier treffen könnte…

Aber ich war Gast und hatte beschlossen, es zu genießen. Mindy und Clarence sind so reizende und kluge Menschen, ich brächte es nicht übers Herz, sie zu enttäuschen. Und ein bißchen (ha!) neugierig ist man ja schließlich auch.

Wir wurden in der Halle mit einer wundervoll geschwungenen Treppe ins obere Stockwerk vom Assistant Manager begrüßt. Er heißt John Bates, riecht wie das Geheimlabor eines Parfumeurs, trägt mehrere traumhaft schöne Ringe an JEDEM Finger. Was dort nicht mehr Platz fand, glitzert an seinem linken Ohrläppchen. Ein maßgeschneiderter Anzug und ein seidenes Halstuch vollendeten das outfit. John bügelt seine Anzüge sicher nicht selbst, könnte dies aber ohne großen Umweg über Bügelbrett und -eisen mit der flachen Hand tun, wenn er wollte. Er ist so etwas wie der Zeremonienmeister des Clubs, ausgesprochen freundlich und doch distanziert, gebildet, aber bescheiden. Eine einzigartige Mischung, ein Faktotum, das ganz offensichtlich das Glück hatte, den absolut perfekten Job für sich zu finden.

John gestattete mir, einige Bilder zu machen. Ich hätte wohl gar nicht fragen müssen, aber die Umgebung hat mich ein wenig eingeschüchtert. Ich war auf jeden Fall froh, daß meine Eltern mir das Essen mit Messer und Gabel beigebracht haben (und noch ein bißchen mehr…). Danke dafür nach Braunau!

Nach einem kleinen Rundgang, bei dem ich angemessen beeindruckt von den 17 Kaminen, den Perserteppichen in der Größe unseres Gartens und der zugegebenermaßen traumhaften Standuhr war, wurden wir ins Teezimmer geführt. Dort war selbstverständlich mit Wedgewood gedeckt (meine Sitznachbarin hat sich erlaubt, einen Teller umzudrehen, ich hätte mich das niemals getraut!!!). Schweres poliertes Silber und Bleikristall waren liebevoll über das Damasttischtuch verteilt. Ja, es war wirklich schön, das zu sehen. Und es beruhigt mich auch ein wenig, daß es Menschen in den USA gibt, die sich nicht mit Mikrowellen-Fernsehdinners zufrieden geben…

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Das Essen an sich hatte viel Englisches. “Da essen´s besser die Blumen vom Tisch.” Naja, Pilz-Quiche, klingt ja schon fad. War sie auch. Aber der Wein war gut und reichlich. Die anschließende Deutschstunde mit Mindy und Clarence gewann direkt noch ein wenig mehr an Schwung!

Die Gespräche waren dafür umso anregender. Die Damen, Clarence war der Hahn im Korb, kamen aus Schlesien, oder hatten einige Jahre in Deutschland verbracht, um dort zu studieren oder ihre Männer zu begleiten, die dort gearbeitet haben. Alle, wirklich ausnahmslos alle, waren sehr freundlich, sehr gewandt im smalltalk und sehr natürlich, auch wenn man an kleinen Details den reichen Hintergrund erkannte. Wer trägt schon Lambswool, wenn es Cashmere gibt…? Die Perlen hatten beeindruckende Größen und die Mehrkaräter waren dezent aber doch sichtbar. Den manikürten Händen sah man an, daß sie noch nie selbst abspülen mußten, und die Gesichter waren fachmännisch gepflegt.

Wir unterhielten uns über Frauen in der Politik, noch nie zuvor hatte ich ernsthaft darüber nachgedacht, ob Angela Merkel mich beeindruckt. Dafür war es wohl mal Zeit. Aber das Ergebnis fiel nicht gut für sie aus… Wir waren uns einig darüber, daß Condoleeza Rice beängstigend ist, Hilary Clinton bewundernswert und George W. unerträglich. Über Obama werden wir uns wohl nicht ganz einigen können.

Mindy hat mir auf der Fahrt zur Sprachschule zugeflüstert, man wolle mich gerne wieder sehen. Da hab´ ich wohl irgendwas richtig gemacht.

Jessas, high society! Des a no!