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Riverfront Dragon Boat & Asian Festival 2009

August 21st, 2009 Posted in Unser Amerika

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www.riverfront.org

Auch dieses Jahr wurden wieder 20 Freiwillige benannt, um einen ganzen Samstag mit Rumsitzen, Rumstehen und Rudern zu verbringen. Die Truppe war trotz der atemberaubenden Hitze hochmotiviert, nicht zuletzt, weil Craig, der uns an zwei Abenden vor dem Rennen in Form zu bringen versucht, NUR für uns noch bereit ist, den Trainer zu spielen. Während der Rennen ist er “Stadionsprecher”. Seine Stimme ist schon vor dem Event bemerkenswert rau. Nach dem ganzen Gebrüll, besonders für sein Lieblingsteam, die MTU Aero Dragons, bleibt grade noch genug für die Siegerehrung übrig…

Und so sieht er aus:

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Dieses Jahr gab es bei den Trainings einen kleinen Zwischenfall. Da kam ein Boot ganz unschuldig angetrieben und prompt lief ihm ein Brückenpfeiler in die Lee-Seite. Knack, gurgel, Boot entzwei. Keine Verletzten und Wasserleichen, dafür eine besondere Erwähnung des Teams bei der Siegerehrung inklusive Erinnerungspaddel für die Schiffbrüchigen:

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Der letztjährige Teamcaptain Christoph nahm zwar an den Trainings teil, war aber für die Rennen nicht verfügbar. Der Nachrücker war auch verhindert, da sein erster Sohn mal grade ein paar Tage alt war. Damit war Guschtl der Glückliche, der am Samstag bereits um acht Uhr zum Captain’s Meeting antreten durfte. Seine Frau war auch dabei und fand das frühe Aufstehen an einem Samstag GAR NICHT LUSTIG!!!

Um diese Uhrzeit hing noch ein wenig Nebel über dem Fluss. Die Temperatur war noch angenehm, und die mangelnde Schönheit Hartfords war hinter den Nebelschleiern so vorteilhaft beleuchtet wie ein Gesicht jenseits der vierzig im Kerzenlicht…

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Langsam füllten sich die Zelte der verschiedenen Teams. Nur die Jungs und Mädels von der MTU ließen auf sich warten.

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Das ist Laura, deren professionelles Team das Zelt neben uns hatte. Sie ist mit meinen Deutschschülern Mindy und Clarence befreundet. Deshalb hatten wir auch keine Hemmungen, uns ihren Mann Alfredo als Trommler auszuleihen. Alfredo, thanks for helping us out! Your medal awaits you!!!

Dieses Jahr lief das Festival und damit die Rennen über zwei Tage. Entsprechend viele Teams waren angereist aus Philadelphia, Washington DC, New York, New Jersey, Rhode Island, Virginia, Oregon und Massachusetts (ich übernehme keine Garantie für die Vollständigkeit der Liste…).

Es gab professionelle Ruderer, Firmenteams wie unseres und die Gruppe der Breast Cancer Survivor. Wir mussten gottseidank nicht gegen die Profis antreten, da wären wir rettungslos abgesoffen!

Es gab eine Eröffnungszeremonie, und danach wurde der Drachen durch das gesamte Gelände getragen:

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Und das ist das Vorderteil eines der Boote (wahrscheinlich das Überbleibsel des Schiffbruchs):

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Jedes Team hatte seine eigene Art, sich zu motivieren. Manche mit tatsächlich effektivem Aufwärmtraining…

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… andere mit martialischem Gehabe…

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… und wieder andere sandten schon mal vorab ihr SOS in die Menge:

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Am besten kostümiert waren dieses Jahr auf jeden Fall die Breast Cancer Survivor:

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Und ja, es wurden auch Rennen gefahren:

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Wir waren wirklich gut, auch wenn die Starts ein wenig schlampig waren… Hier das Team bei der Manöverkritik. Ich glaube, so international wie wir waren die anderen nicht. Sogar einen Briten hatten wir an Bord:

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Und auf unsere Ergebnisse können wir mehr als stolz sein. Das große Ziel war, Pratt & Whitney zu schlagen…

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Erst kam noch die Siegerehrung und Medaillenverteilung:

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Und danach trafen sich einige noch zum Captain’s Dinner bei Schusters:

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Wenn schon Sport, dann so!

Oh! Beinahe vergessen: wir wurden Zweite in unserer Gruppe!

The Chicken of the Month – Continued

August 15th, 2009 Posted in Die spinnen, die Amis!

Könnt Ihr Euch noch erinnern an Pete und Gerry’s Organic Eggs und ihr Chicken of the Month? Nein? Ihr findet den Beitrag in der Kategorie „Die spinnen, die Amis!“.

Da ich den Newsletter von Pete und Gerry bekomme, bin ich immer auf dem laufenden, was denn so los ist im Hühnerstall. Und heute habe ich eine ganz einfache und fröhliche Botschaft zu verkünden:

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For Those About To Rock … We Salute You!!!

August 3rd, 2009 Posted in Unser Amerika

28. Juli 2009, Gillette Stadium. Wir haben keine Kosten (Scheiße, ist das teuer hier!) noch Mühen (diesmal nur je EIN Stau auf der Hin- und der Rückfahrt) gescheut, um einer der größten Altherren-Combos zuzujubeln, die im Moment (noch) im Rock’n’Roll unterwegs ist.

AC/DC!!!!!

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Amerikanische Besucher von Rockkonzerten oder Sportveranstaltungen treffen sich gerne schon Stunden vor Beginn des Events, um auf dem Parkplatz und den Ladeflächen ihrer Trucks einem schrägen Hobby zu frönen, dem Tailgating (tailgate=Heckklappe). Das bedeutet nichts anderes, als einen Grill aufzubauen, die Sixpacks aus der Kühltasche zu holen und sich vor dem Konzert im prallen Sonnenschein und der heimeligen Atmosphäre eines betonierten Riesenparkplatzes so die Kante zu geben, dass man dann beim Konzert in der richtigen Stimmung ist.

Siehe auch: http://en.wikipedia.org/wiki/Tailgate_party

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Und über allem wacht das passende Werbeplakat. Besitzer von Hybridfahrzeugen geben sich hier besser nicht zu erkennen.

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Das Gillette Stadium ist 2000 erbaut worden, angemessen riesig und, vorsichtig ausgedrückt, architektonisch nicht das Schönste, was ich bisher gesehen habe… Aber Frei Otto kann ja nicht überall sein.

Siehe auch: http://en.wikipedia.org/wiki/Gillette_Stadium

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Über diese Brücke müssen alle, auch wenn´s brennt…

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Im Stadion hat man viel Zeit und Gelegenheit, AC/DC-Devotionalien zu kaufen (bin jetzt stolze Besitzerin von blinkenden Angus-Hörnern!), sich den Wanst vollzustopfen und sowohl anti- als auch alkoholische Getränke zu erstehen.

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Man muss aber nicht unbedingt aufstehen, um satt zu werden, auch zwischen den Rängen laufen permanent Verkäufer mit Pizza, Bier und anderem herum.

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Auch Bob macht hier Werbung… (Für alle, denen das nichts sagt, es wird noch einen Blogbeitrag zum Thema “typische Innenausstattung Amerikanischer Häuser” geben, da spielt Bob eine große, wenn auch unrühmliche Rolle…)

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Im Land, in dem für Geld jede Form von Schönheitsoperation möglich ist, hätte ich ein anderes Publikum erwartet. Ok, das ist nicht nett, aber wahr. Die Masse an schlecht und mit billiger Tinte ausgeführten Tätowierungen läßt mich immer wieder erschauern. Von der Ansammlung von Fett, Muscleshirts und schlechten Haarschnitten ganz zu schweigen.

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Vielleicht ist es auch einfach so, dass das Publikum zusammen mit der Band alt wird…

Die Bühne vor dem Konzert:

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Die Arena aus Sicherheits- und/oder Bequemlichkeitsgründen bestuhlt. Eigentlich nicht besonders aufregend.

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Aber dann, als es dunkel wurde, also nach drei Stunden Tailgating, Fressen und Saufen und zwei Vorbands namens „The Answer“ und „Anvil“, die sich vor wenig Publikum viel Mühe gaben, ging es los mit einem Videofilm, an dessen Ende ein Zug die Bühne befuhr, bevor die Pyrotechnik auch AC/DC selbst auf die Bühne sprengte mit „Rock and Roll Train“. 

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Brian Johnson kann es noch, auch wenn seine Weste inzwischen ziemlich um das Ränzlein spannt und die Kappe wohl den zurückweichenden Haaransatz verdecken soll.

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A wie Angus…

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Malcolm Young, Cliff Williams und Phil Rudd dabei, aber dezent im Hintergrund. Man hatte trotzdem den Eindruck, dass sie Spass hatten.

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Der unumgängliche Strip von Angus Young. Ok, es gibt Dinge, die muss man nicht sehen…

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Brian Johnson schwang sich am Glockenseil auf die Bühne für, na?, natürlich „Hell’s Bells“.

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Die aufgeblasene Beauty gab den Rhythmus vor für „Whole lotta Rosie“.

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Und am Ende der Show wuselte Angus 20 Minuten über die Bühne, den Steg, eine Plattform, die sich unter ihm in die Höhe schob und hörte keine Sekunde mit seinem Solo auf. Musikalisch nicht das eindrucksvollste Solo, das ich je gehört habe, aber bestimmt das längste…

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Verabschiedet wurden wir mit „For those about to rock, we salute you“ inklusive Böllerschüssen aus Kanonen links und rechts auf der Bühne.

Und als alles still und schwarz war, gab es noch ein Feuerwerk, das das vom 4. Juli locker in den Schatten stellte, was allerdings auch keine Kunst war.

Dass das Publikum nicht besonders erpicht auf die Songs vom neuen Album “Black Ice” waren, merkte man deutlich. Die Jungs nahmen es mit Humor und wurden ihrem Ruf gerecht, gekonnt und präzise all die alten Hits und Bretter mit großer Freude und Leidenschaft runter zu spielen. Auch sie sind nicht schöner geworden in den letzten 35 Jahren, aber das stört nicht, wenn einem die Birne dröhnt und man sich glücklich und ein wenig benebelt vom Dope-Geruch von den oberen Rängen auf den Weg zurück zum Parkplatz (aka Grillplatz) macht.

In der Presse wurde das Konzert hoch gelobt. Lest dazu zum Beispiel: http://www.sportsofboston.com/2009/07/29/acdc-rocks-gillette-stadium/