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Archive für 22.9.2008

Dragon Boat Race - Hartford, Connecticut - Sept. 20th 2008

Alle Jahre wieder findet im September in Hartford auf der Riverside Plaza ein Asiatisches Festival statt. Leider gibt es davon nicht viele Bilder, denn ich hatte keine Zeit, welche zu machen, und mein Hausfotograf war mit Italienischen Hotdogs beschäftigt (ganz typisches Essen auf Asienfestivals: Italienische Hotdogs…)

Wie es sich für eine ordentliche Stadt gehört, haben wir hier auch einen Fluß, den Connecticut River, der dann irgendwo 60 Meilen weiter südlich in den Atlantik mündet. Connecticut kommt aus der Sprache der Mohegans und hieß ursprünglich quinnehtukqut, was, wie wir alle wissen, Langer Fluß der Gezeiten bedeutet. Also wurde der Bundesstaat nach dem Fluß benannt. Wie schon meine alte Heimat, das Innviertel.

Wenn Ihr mich fragt, sollten sowohl die Hartforder Stadtväter als auch die Stadtplaner am höchsten Galgen baumeln, denn SCHÖN ist Hartford nicht. Der Fluß ist zwar da, aber man lebt hier nicht mit ihm, wie man es von Europa gewöhnt ist. Es gibt zum Beispiel keine schöne Promenade, an der man sonntags flanieren und in kleinen Cafés ein Päuschen machen kann. Aber joggen kann man dort, es soll ja Leute geben, die das mögen… Wenn Ihr Euch das mal anschauen wollt, dann surft doch nach http://www.riverfront.org/

Immerhin werden hier Konzerte veranstaltet und verschieden Festivals, auf denen es dann immer typisches Essen gibt. Meistens sind es Burger und die berühmten Italienischen Hotdogs.

Nun stellt sich natürlich der geneigte Leser die Frage, was die Inken denn an diesem Fluß zu suchen hatte. Joggt sie? (ha, der war gut!) Ist sie hotdog-süchtig? Suizidgefährdet?

Nichts von alledem, meine Lieben, ich war zur freiwilligen Teilnahme am Drachenbootrennen verurteilt worden. Die MTU hat da seit einigen Jahren ein Boot am Start. Warum, weiß ich auch nicht, denn zu Werbezwecken kann es nicht sein, oder kennt Ihr Leute, die sich immer mal wieder ein neues Turbinchen kaufen? Ich denke mal, es soll der Teambildung dienen. Und DAS hat funktioniert.

Also kam ich ins Rudern. Die Gleichstellungsgesetze geben vor, daß pro Boot acht der zwanzig Ruderer weiblich sein müssen. (wir wollen hier nicht anfangen, Haare zu spalten, gell? Aber GLEICH würde ja eigentlich 10 Frauen bedeuten…) Da einige Damen aus der vorjährigen Crew nicht mitmachen konnten, hat man mich per emotionaler Erpressung dazu gebracht, SPORT zu machen!!!

Zwei zweistündige Trainings mit unserem Trainer, dessen Namen ich nicht mehr weiß (wahrscheinlich Bob, so heißen sie hier alle, die Frauen nicht, die heißen meistens Brenda …), aber dessen rauhe Stimme und schiefe Nase mir noch gut in Erinnerung sind, haben mich jede einzelne Zigarette der letzten zwanzig Jahre rekapitulieren lassen. Da die sportlichen Ruderkollegen aber ähnlich außer Atem waren wie ich, zum Teil sogar früher, ist der pädagogische Wert der Lektion voll ins Wasser gefallen.

Wir sind nicht ins Wasser gefallen, hatten dafür aber Spaß. Und interessanter Weise ist Hartford im rosa Licht eines Sonnenuntergangs vom Fluß aus ein ganz hübscher Anblick.

Am 20. September traten wir also drei mal zu einem Rennen an. Da wir schon bei der ersten Gruppe dabei waren, waren wir also um neun Uhr morgens da, und es gab erst mal Kaffee aus Tetrapacks und Donuts (das sind diese krapfenartigen Kringel, die außer nach süß nur nach süß schmecken und zum Teil für Homer Simpson´s Wampe verantwortlich sind.)

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Das ist Kaffee im Tetrapak mit Sicherheitsverschluß wie bei Tabletten. Man muß sich das Gesöff also schwer erarbeiten. Ich hab das als Aufwärmtraining gewertet…

Dann gab es noch T-shirts, ganz aktuell in beerenrot, was in Kombination mit meiner lila Hose allgemeinen Augenfrost verursacht hat. Aber wahre Schönheit kommt ja von innen, wie wir alle wissen.

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Das Wetter war traumhaft, eigentlich Wiesn-Wetter. Aber auch zum Rudern ist es angenehmer, wenn man nicht im Regen steht…

Das ist die Ruderstrecke. Hübsch, wie sich der Schlot der Müllverbrennung am Horizont abzeichnet, oder?

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Unser internationales Team:

Carmen aus El Salvador mit Mann und Kindern, die Schlegls aus dem Frankenland, dito Jürgen, Max (der Kinderwürger…), Nathan (der meistens schlief zwischen den Rennen), ein paar andere Amis, und natürlich Stefan, unser “little drummer boy”, der verzweifelt versucht hat, uns im Takt zu halten.

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Die anderen Teams sahen auch teilweise klasse aus, besonders ausstattungsgeschädigt waren die Dragon-Queens mit ihren Glitzer-Tiaras. Aber alle hatten hübsche Drachen auf ihren Shirts.

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Die Wartezeit zwischen den Rennen verbrachten wir unter unserem MTU-Zelt. Dort war auch ein inoffizieller Kindergarten unter der eingeschränkt engagierten Leitung des Kindergartenonkels Thomas Schlegl.

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Ach natürlich, es gibt auch einen Grund, warum die Boote “Dragonboats” heißen:

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Zwischendurch gab´s Essen. Nein, keine hotdogs für das Team, sondern Salat und Sandwiches. Die Kinder haben sich lieber über die mitgebrachte Kraftnahrung hergemacht, bevor sie die Chocolate Cookies verschlangen. Über die traditionelle Amerikanisch Küche muß ich noch mal extra lästern. Da gibt es VIEL zu sagen…

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Zwischen zwei hotdogs entstanden folgende Bilder:

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Naja, wenn man an einem Rennen teilnimmt, will man natürlich auch gewinnen. So ganz klar ist mir das Ranking zwar immer noch nicht, aber ich weiß, daß wir unsere Zeit in jedem Rennen verbessert haben und am Ende Sieger unserer Gruppe waren.

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Unser Siegerrennen könnt Ihr Euch inklusive O-Ton hier ansehen. Wir sind das Boot in der Mitte. Dauert zwar ein bißchen (wir haben uns eh schon so beeilt…), und es ist ein wenig unscharf am Anfang, aber die Kommentare aus dem Hintergrund sind cool, und unser Endspurt hat was Olympisches!

http://www.guschtl.de/vidoes/MVI_2085_compressed.avi

MTU Aero Dragons RULE!!!!!!!!!!

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