Inkens Welt

ehem. USA-Tagebuch
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Der Baum ist da, und wie er strahlt!

November 30th, 2007 Posted in Unser Amerika

Ich hatte ja dazu aufgerufen, mir Themen zu geben, über die ich berichten soll. Die Resonanz hat mich vom Stuhl gehauen gemessen an meiner doch eigentlich recht fleißigen Leserschaft. Es gab genau EINE Anfrage, und die noch dazu zu einem Thema, das ich auch nur aus zweiter Hand wiedergeben kann, weil ich nicht dabei war. Aber Leserwünsche werden erfüllt. Und vielleicht inspiriert Euch dieser Beitrag ja. Ich würde mich freuen!

So, genug geschimpft, nun laßt mal sehen, was die Schusti so zum Thema Christmas Tree Lightning am Rockefeller Center gefunden hat.

Erst mal ein bisserl Fakten.

Das Rockefeller Center ist ein Komplex von 21 Hochhäusern, die sich über drei Blocks hinweg von der Fifth bis zur 7th Avenue erstrecken. Das war ein völlig neues Konzept, nicht einfach nur einen Wolkenkratzer zu bauen, neinneinnein, das kann ja jeder. Es sollte ein einheitlicher Komplex entstehen, der wie eine Stadt in der Stadt funktioniert. Der höchste der scysrapers ist das General Electric Building mit 70 Stockwerken.

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Anfänglich war das RC rund um einen neuen Spielort für die Metropolitan Opera gedacht, die jedoch nach dem Börsenkrach aus dem Geschäft ausstieg. Da wandte sich Mr John D. Rockefeller II einfach dem zu, was er am besten konnte: Geld machen und vermehren. 1931 war Baubeginn auf dem Grundstück, das von der Columbia University nur gemietet war. Erscheint mir auch irgendwie schräg, Häuser, egal wie groß, auf ein gemietetes Grundstück zu bauen, aber bitte… Das Rockefeller Center wurde also nach seiner Eröffnung 1939 rein kommerziell genutzt.

Vielen werden die Radio City Music Hall, der Rainbow Room oder die Aussichtsplattform auf dem GE-Gebäude „Top of the Rocks“ bekannt sein. Alles dort!

Aus der Lower Plaza, die ursprünglich als Eingang zu den Ladenpassagen gedacht war, wurde während der Wirtschaftskrise zum ersten mal winters ein Eislaufplatz, den die meisten aus romantischen Komödien mit Leuten wie Meg Ryan kennen. Dort findet man die Prometheus-Statue. Wer das ist, kuckt Ihr bitte selbst nach. War auf jeden Fall Grieche, also einer von den alten Griechen, kein griechischer Eisläufer.

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Die Plaza ist ein Treffpunkt für alle Schichten New Yorks, auch schön zu wissen. Kein Dresscode, keine Gesichtskontrolle, Eislaufen sollte man halt können, also doch nichts für mich… Diese Lower Plaza ist auch der Ort, wo jährlich der riesige und mehr als üppig geschmückte Weihnachtsbaum steht.

Und schwupp wären wir auch schon beim Thema!

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Jedes Jahr bekommt das Rockefeller Center tausende von Zuschriften mit Bildern von Bäumen, denn jeder Besitzer einer Fichte, Tanne o.ä., die höher ist als 2m fühlt sich zum Spender des Rockefeller Center Trees berufen. Wirklich ausgesucht wird der Baum von einem Team, das mit dem Hubschrauber in den üblichen verdächtigen Staaten wie Maine, Connecticut, Massachussets usw. von oben auf Baumjagd geht. Da die Bäume nicht davonlaufen, stelle ich mir den Job ziemlich klasse vor.

Schöne Geschichten rund um den Baum findet Ihr, wie ich übrigens auch, auf http://www.thetreenyc.com/. Hier gibt es die Geschichte des Baumes 2007 als Photoroman unter „smart tree“. Dann findet Ihr noch Bilder aller Bäume, die je die Ehre hatten, das RC zu beleuchten und schöne Photos von starken Männern mit Sägen…

Dieses Jahr kam der Baum aus unserer neuen Heimat Connecticut, was mich persönlich mit Stolz erfüllt, so albern das auch sein mag. Es handelt sich um eine Norway Spruce, also eine Norwegische Fichte. 75 Jahre soll sie alt sein, was gut paßt, denn sie ist der 75. Baum, der da über der Plaza thront. Da kriegt doch der Spruch „einen alten Baum verpflanzt man nicht“ gleich eine ganz andere Bedeutung. 1931 wurde die Zeremonie zum ersten mal durchgeführt. Und wer jetzt zu rechnen anfängt und was vermißt, dem sei gesagt, es gab mal keinen Baum, 1932 war irgendwie keine Zeit dafür.

Der Baum wird nachts angeliefert, um den Verkehr nicht zu stören, oder vielmehr den Truckdriver nicht auch noch bei seinen gewagten Manövern mit hektisch hupenden Taxifahrern und dummdreist gaffenden und planlos rumlaufenden Fußgängern zu nerven. Der höchste Baum hatte immerhin eine Höhe von 100 feet, also ca. 30,5 m. Da sollte man über die Ausmaße und den Wendekreis seines Fahrzeuges schon Bescheid wissen.

Gut fand ich, daß der Baum von Hand gesägt und die kahle Stelle wieder aufgeforstet wird. Man kriegt hier mit der Zeit ein sehr grünes Gewissen… Carbon-neutral nennen sie diese Vorgehensweise hier. Auch bei der Beleuchtung wird an den Energiehaushalt gedacht. Die über 30000 Lämpchen sind kleine, bunte LEDs, die von einer Photovoltaikanlage gespeist werden. Diese LEDs leben länger und brauchen weniger Strom. Hier sei mal eben lobend erwähnt, daß New York City überhaupt stark und mit Nachdruck zum langsamen Umdenken der Menschen in Sachen Recycling, Energie Sparen usw. beiträgt. Wir haben es also dieses Jahr zum ersten Mal mit einem wirklich in jeder Hinsicht grünen Baum zu tun, wie der Spiegel online schon so süffisant bemerkte.

Eine Woche arbeiten die lumberjacks daran, den vorher sorgfälitig ausgewählten Baum in Fasson zu bringen. Mit Abschneiden ist es ja nicht getan. Die Äste müssen ausgemistet und festgezurrt werden. Schlafende Eichhörnchen umgebettet, der 160t-Kran in Stellung gebracht werden, bevor man tatsächlich mit der Säge an den Stamm ran darf.

Da stand er noch und dachte an nichts Böses, bis…

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…die großen Männer mit den Seilen, Winden und Sägen kamen und…

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…ihn erst in Form brachten,…

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…dann brutalst abschnitten,…

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…seines angestammten Platzes verwiesen…

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…und ihn in die große Stadt brachten, wo er…

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…herausgeputzt wie ein Pfingstochse…

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… in ganz neuem Glanz erstrahlt.

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Also mir wird´s gleich ganz weihnachtlich zumute, auch wenn ich Bäume im Wald bevorzuge.

Ca. 100000 Zuschauer sahen kurz vor neun Uhr abends der prachtvollen Show zu, als der Schalter umgelegt wurde. Ich glaub´, da will ich nächstes Jahr auch hin!

Das war also die Geschichte der connecticuttischen Fichte, die auszog, um in der Metropole ihr Glück zu finden.

Danke Birgit für den input, hat Spaß gemacht!

Falls Ihr also einen Baum im Garten habt, der zwischen 65 und 90 feet hoch und ca. 35 feet breit ist, den Ihr gerne los werden wollt, wendet Euch bitte mit Photo (vom Baum!) an:

Rockefeller Center Christmas Tree

45 Rockefeller Plaza

12th Floor

New York, NY 10111

Meine Quellen habe ich ohne Erlaubnis derselben angezapft. Da ich diese Seite aber nicht kommerziell nutze, hoffe ich auf Nachsicht. Sollte ich die Seite doch irgendwann mal zu Geld machen, kann ich mir auch Anwälte leisten, gibt ja genug davon. Verklagt mich doch!

www.spiegelonline.de

www.wikipedia.org

www.leo.org

www.thetreenyc.com

www.rockefellercenter.com

Und die Wichtelkrone geht an…

November 26th, 2007 Posted in Unser Amerika

Guten Morgen,

da ich großen Wert auf inhaltliche Korrektheit meiner Beiträge lege, muß ich mich disziplinieren und auch mal andere Recht haben lassen. Ist nicht einfach, aber ich pack das schon…

Gudrun, danke hierfür:

.. kleine Korrektur, Crocodile Hunter – richtiger Name: Steve Irwin – wurde nicht von einem Krokodil aufgefressen, sondern von einem Stachelrochen gepiekst … der hatte gut gezielt und hat genau das Herz getroffen ….. und Rabatt haben wir auch „nur“ 11% bekommen bei Macy’s und nicht wie Wikipedia schreibt 19% … böses Wikipedia … gelohnt hat es sich trotzdem … ;-)))

So … krieg ich jetzt die Wichtelkrone ??? ;-))

Liebe Grüße

Gundl

Macy´s Thanksgiving Parade

November 26th, 2007 Posted in Unser Amerika

Am vierten Donnerstag im November wird in den USA Thanksgiving gefeiert. Ob Thanksgiving mit europäischen Erntedankfesten viel zu tun hat, lassen wir mal dahin gestellt. Es gibt dazu genug Literatur als Einschlafhilfe. Fest steht aber: Flughäfen, Bahnhöfe und Autobahnen leiden unter akuter Verstopfung, weil alles, was nicht bei Muttern wohnt zu eben dieser will, um sich den Wanst mit Truthahn, Pumpkin Pie und Süßkartoffeln vollzuschlagen. Und wer nicht auf dem Weg zum traditionellen und streitträchtigen Familientreffen ist, steht sich ab sieben Uhr morgens irgendwo zwischen Times Square und Herald Square, dem Sitz von Macy´s, die Füße in den Bauch, um die jährliche Thanksgiving Parade zu bestaunen.

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Ungefähr 2,5 Millonen Menschen drängten sich dieses Jahr hinter den Polizeiabsperrungen das zweieinhalb Meilen lange Stück Broadway entlang. auf dem seit 1924 die Thanksgiving Parade abgehalten wird. Es ging gesitteter zu als man denken würde, die Leute murmelten praktisch ununterbrochen „excuse me“, um sich wenn schon, dann auf freundliche Art vor die anderen zu drängen. Es wurden grüne Ohrenwärmer verteilt, vermutlich von der Baumwollmafia, Kinder wurden geschultert, jeder quatschte mit jedem, und alle freuten sich wie die Kinder auf das, was nun folgte.

Aber nicht jeder weiß, was Macy´s eigentlich ist, also hier ein kleiner Exkurs ins Wikipedialand (besonders zu beachten ist der Hinweis auf die Ausländerrabatte, lohnt sich, fragt Jörn!):

Macy’s ist das weltweit größte Kaufhaus, das in New York City sein Stammhaus hat.

Macy’s wurde am 27. Oktober 1858 in der 6. Avenue und 14. Straße in New York als R.H. Macy & Company gegründet. Der Gründer war der ehemalige Walfänger Rowland Hussey Macy, er wählte als Firmenlogo einen roten Stern, den er als Tätowierung aus seiner Seefahrerzeit trug. Später zog Macy’s in die 18. Straße Ecke Broadway um, eine der teuersten Einkaufsstraßen des 19. Jahrhunderts. Als Macy 1877 starb, war sein ursprünglich kleiner Laden auf bereits 11 Gebäude angewachsen. Nach seinem Tod expandierte der Laden unter den Brüdern Nathan und Isidor Straus weiter. Die Brüder betreuten unter Macy die Porzellan- und Glaswarenabteilung. Nach einem Umzug ist es seit 1902 am Herald Square zu finden. Macy’s wird mit 198.500 m² allgemein als das größte Kaufhaus der Welt angesehen. Isidor Straus und seine Frau starben 1912 beim Untergang der Titanic.

Als Tradition gilt die von Macy’s seit 1927  (ich traue hier eher den Angaben der Macy´s Homepage!!! Anm. d. Autorin)durchgeführte Thanksgiving-Parade. Sie wird alljährlich von 250.000 Besuchern (dito, Anm. d. Autorin) direkt verfolgt und zudem live im Fernsehen übertragen, aber auch das Feuerwerk vom 4. Juli wird von Macy’s gesponsert.

1920/1930 begann das Kaufhaus zu expandieren und Läden in anderen Städten zu eröffnen. Im Dezember 1994 wurden dann die Federated Department Stores (FDS) von R.H. Macy & Co. übernommen. Seit dem gibt es auch eine ganze Reihe ehemaliger FDS-Kaufhäuser in den USA, die den Namen Macy’s tragen.

Ausländer erhalten bei der Anmeldung „Visitors“ im Macys einen Gutschein für eine Reduzierung auf alle Produkte, so erhalten z. B. Deutsche in allen Geschäften der Kette 19 Prozent Rabatt. Die Prozentzahl ist abhängig von den Steuern des jeweiligen Landes.

Es sind 3000 Personen angestellt und das Kaufhaus ist 2.000.000 m² groß. Der Warenwert im Lager beträgt 700.000.000$. Öffnungszeiten: 10:00-21:30 Uhr. Das Gebäude hat 10 Etagen. Bei der Flowershow kann man 200.000 Pflanzen sehen.

Motto

„If you haven’t seen Macy’s you haven’t seen New York!“ – „Wenn Sie Macy’s nicht gesehen haben, haben Sie New York nicht gesehen!“

Macy´s Parade startet um neun Uhr am Times Square. Verschiedene Marching Bands aus allen möglichen Staaten (am schönsten finde ich den Namen „Virginia Tech Highty Tighties“) und New Yorker Institutionen wie die Polizei und die Feuerwehr putzen sich und ihre Instrumente, Harleys und sonstigen Utensilien raus und tingeln dann seeeehhhhhr laaangsaaam nach einer ausgeklügelten Choreographie den Broadway runter. Die New Yorker scheinen ihre Bullen zu lieben, als die Jungs auf den Harleys vorbeifuhren, gab es tosenden Beifall…

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Zwischendrin albern dann noch Clowngruppen rum und Cheerleader machen das, was sie am besten können, Pompons und sonstige Körperteile schwingen und dabei hübsch aussehen.

Auch verschiedene Berühmtheiten sind dabei. Dieses Jahr sahen wir zum Beispiel Dolly Parton, die einen eigenen Festwagen als Gallionsfigur zierte.

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Und die Kleine, deren Vater vom Krokodil gefressen wurde und deren Mutter daraus jetzt gnadenlos Profit schlägt…

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Und Miss USA gab sich auch die Ehre. Also, das ist die Kleine im roten Mantel im Vordergrund. Die Grüne heißt anders.

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Die Festwagen oder „floats“ gehören seit 1969 zur Parade. Sie werden in Hoboken zusammengebaut, einer Stadt in New Jersey. Sie sind so konstruiert, daß man sie zusammenfalten kann, damit sie durch den Holland Tunnel passen. Die freiwilligen Helfer arbeiten die ganze Nacht durch, damit die bis zu 40 Fuß (ca. 12 Meter) hohen Wagen um neun Uhr morgens in ihrer ganzen Pracht parat stehen.

Wichtig ist natürlich der Wagen der Siedler, die ja der Legende nach ihr erstes Thanksgiving in trauter Freundschaft mit den vollkommen überraschten aber dennoch gastfreundlichen Native Americans hatten. Die Großkopferten nennt man übrigens Balloon Heads.

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„ja denkt denn niemand an die Kinder?!?“ Aber klar, hier ist die Sesamstraße!

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Dann kamen noch Wagen mit Leuten drauf, die mir absolut nichts sagen. Aber die Mädels rund um uns rum wurden zappelig und quietschig. Also vermute ich, daß es sich um Teenieschwärme handelte.

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Die hier wiederum kenne ich, das sind die Peanuts. Und wieder sieht man den kleinen Rerun nicht, niemand wird mir jemals glauben, daß es ihn gibt. Dabei ist er so wunderbar, wenn er auf dem Kindersitzchen des mütterlichen Fahrrades über das Leben, das Universum und den ganzen Rest philosophiert!

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Amerikaner lieben ihre Süßigkeiten, deshalb haben die M&Ms einen eigenen float.

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Und hier seht Ihr den „Spirit of America“ der US Postal Services.

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Die eigentliche Attraktion sind aber die großen, heliumgefüllten Ballons, die von einer Schar freiwilliger Helfer, wohl den Macy´s-Angestellten an langen Schnüren gelenkt und geführt werden. Bei stärkerem Wind müssen die Ärmsten möglichst sortiert Laufeinlagen hinlegen, um den Ballon wieder in die richtige Richtung zu drehen. Dabei müssen sie natürlich auch darauf achten, daß sich die Schnüre nicht verheddern. Sieht wohl alles einfacher aus als es ist. Ich kann mir aber gut vorstellen, daß die Ballonführer, oder wie immer sich das Völkchen nennt, es als große Ehre empfinden, hier entlangmarschieren zu dürfen. Und eines muß man ihnen lassen, den Amis, sie sind echte Enthusiasten.

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Natürlich waren da erst mal die Macy´s Sterne.

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Die „Kleine“ müßte eigentlich Abby Cadabby sein aus der Sesamstraße, aber ganz sicher bin ich mir da nicht, bin in diesen Dingen nicht so auf dem laufenden.

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Das jedenfalls ist Scooby Doo, auf den fahren die Kids hier ab.

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Diese Schönheit ist Chloe the Holiday Clown.

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Super Cute Hello Kitty nur für Dich, Verena!

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Das habt Ihr vermutlich selbst erkannt…

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Ronald McDonald in seiner ganzen Schönheit.

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Scooby Doo auf dem Rückweg.

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Die Macy´s Sterne in den Nationalfarben.

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Snoopy das Fliegeras!

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Das ist ein Eis.

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Das ist Dora the Explorer aus Nickelodeon.

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Daß sie uns den Stinkefinger zeigt war wohl nicht geplant…

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Hier schwebt Harold the Fireman.

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Keine Parade ohne Werbung: der Energizer-Hase

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So stellt man sich in New York einen fliegenden Fisch vor.

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Das ist Arrrtie the Pirate.

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Und auch Shrek war da.

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Zum Schluß noch moderne Kunst. Rabbit for Macy´s Parade by Jeff Koons. Hat was!

Solltet Ihr Mitglied in einer Marching Band oder sonstigen Performing Group sein, zum Beispiel Faschingshaxenschwingerinnen, dann könnt Ihr Euch für nächstes Jahr als Teilnehmer bewerben. Mehr dazu und zur Geschichte der Parade finden fleißige und neugierige Surfer auf:

http://www1.macys.com/campaign/parade/parade.jsp

Aufruf!

November 21st, 2007 Posted in Allgemein

Liebe Blog-Leser,

ich habe zwar keine Angst, daß mir die Themen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ausgehen, aber da Ihr so eine treue Fangemeinde seid, dachte ich, ich frag doch mal einfach, was Euch eigentlich so alles interessiert. Da ich ja Zeit habe, wie viele immer wieder neidvoll (ätsch!) feststellen, bin ich gerne bereit, Kundenwünsche zu erfüllen. Was wollt Ihr denn wissen, was ich noch nicht berichtet habe.

Ich bitte um zahlreiche Einträge im Gästebuch. Wie es geht, steht in einem Extra-Gästebuch-Gebrauchsanweisungs-Beitrag.

Äääähm, Unanständiges und Illegales kostet extra…

Inken

Jetzt wird sie auch noch kreativ!

November 21st, 2007 Posted in Unser Amerika

Seit dem abrupten Abbruch meiner unaufhaltsam steil geradeaus führenden Karriere in der Elektronik *gähn* bin ich ja eine grundsolide, ihrem Gatten jeden Wunsch von den schönen Augen ablesende und treusorgende Ehe- und Hausfrau.

„Morgens back´ ich, mittags brau´ ich, abends hol´ ich mir der Königin ihr Kind…“

Nein, nicht ganz so. Eher, Montags mailen, nachmittags Einkäufe erledigen, Dienstag morgen Müll rausstellen, nachmittags Laubberge aufhäufen, Mittwoch putzen, oder auch nicht. Donnerstag Krise bekommen, deshalb shoppen (hilft auf Dauer übrigens nicht!). Freitag Hemden aus der Reinigung holen (ja, ich bin ein faules Stück!), zwischendurch kochen, Englischkurs, bloggen, Frühstück mit den anderen deutschen Frauen, usw.

Mein Leben ist also schön, behütet, im Grunde klar geregelt, fremdfinanziert und LAAAAAANGWEIIIIILIIIIIEEEEEG! (Danke, Homer!)

Mutti, ich zieh den Hut vor Dir und all den Frauen, die das ihr Leben lang gemacht, ausgehalten und nicht den Verstand dabei verloren haben!

Ich jedenfalls langweilte mich zu Tode!!!!

Aber Hilfe nahte in Form eines genauso langweiligen IKEA-Schrankes namens Pax. Ich bin sicher, viele von Euch haben schon Bekanntschaft mit Pax gemacht. Es gibt ihn in vielen Varianten, wir haben uns mangels Inspiration für die Grundvariante entschieden, die noch nicht mal Griffe hat. Die ausgefalleneren Designs trauten wir uns vor allem deshalb nicht zu kaufen, da der IKEA-Schrank-Profi seinen ersten Arbeitstag hatte und die Hose gestrichen voll, als wir ihm sagten, daß wir den Schrank kaufen wollen. Wir haben ihm dann erst mal erklärt, wo er in seinem Lager welche Schrankteile findet und wie er sie bestellt, damit wir sie bei der Warenausgabe möglichst vollständig in die Hand gedrückt bekämen. Jahrelanger Ärger als SAP-key user hat sich endlich bezahlt gemacht!

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Einige von Euch können sich sicher noch daran erinnern (hallo Ruth!), daß ich auf meiner Schreibunterlage bei besonders öden Kunden- und Kollegentelephonaten immer Kringel gemalt habe. Die fanden viele recht schön. Aus welchem Grund auch immer kam ich also auf die Idee, Pax zu bekringeln. Schlimmer konnte es ja nun wirklich nicht werden.

Die ersten Schritte:

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Gustl vermißte seine CD-Beschriftungsstifte… Ich wußte, wo sie waren. Aber ich weiß ja immer, wo was ist, bei mir herrscht Ordnung! Jawoll!

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Irgendwann ging es mir dann wie dem Zauberlehrling. „Die Geister die ich rief, die werd´ich nun nicht los…“ Was ist das für eine Menge Arbeit! Und wie groß dieser Schrank plötzlich ist!

Kurz und gut, ich bin noch nicht fertig. Ich werde Euch auf dem laufenden halten. Vielleicht verkauf ich das Design für teuer Geld an IKEA zurück?

Man entkommt ihr nicht…

November 14th, 2007 Posted in Unser Amerika

Als es hieß, wir würden in die USA ziehen, packten uns die unterschiedlichsten Gefühle. Viele davon schlichen sich recht heimtückisch von hinten an und wirken nach wie vor. Aber dieses eine kleine und eigentlich unwichtige Gefühl kam frontal und sehr erfreulich auf uns zu.

Mindestens zwei Jahre KEIN OKTOBERFEST!!!!

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Ich weiß, viele werden jetzt den Kopf schütteln, weil sie nicht verstehen, wie man keine Freude an der Wiesn haben kann. Euch sei gesagt, daß wir einfach nicht kapieren, wie man es schön finden kann, verschwitzt und mit Bier vollgeschüttet (von außen und innen) zwischen Fremden in schlecht sitzenden Trachten auf Bänken herumzuhüpfen zu unbestritten schlechter Musik. Dafür dann noch ein Vermögen auszugeben geht einfach über unseren Verstand.

Aber seid getröstet, wir entkamen ihr nicht!

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Am 6. Oktober veranstaltete die MTU ein Oktoberfest. Bei einem hier ansässigen deutschen Musikverein wurde ein Zelt geliehen und Dekoration wie zum Beispiel Spaten-Wimpel. Eine vierköpfige und damit insgesamt mindestens 500 Jahre alte Band in Lederhosen und mit Seppelhüten spielte Polka, der Inbegriff des Bayrischen für die Amerikaner. Die Einladung lautete…

MTU Aero Engines  North America Inc.

cordially invites you and a guest to an

Oktoberfest Celebration

Saturday, October 6, 2007

3:00pm to 9:00pm

Come and join us for an evening of fun

Buffet Dinner – German Beer & Wine – Live Music

Das Festkomitee hatte sich wirklich viel Mühe gemacht, um dem Original so nahe wie möglich zu kommen. Daß das nicht gelingen kann, liegt in der Natur der Sache. Also haben wir beschlossen, unsererseits so echt wie möglich aufzutreten.

Natürlich hat der Bayer (und seine Frau) immer und überall seine Tracht dabei. Also haben wir uns in Dirndl und Soachfeste gequetscht und sind zahlreich erschienen. Die Blicke der amerikanischen Kollegen waren nicht ganz klar zu deuten. Ich glaube, sie schwankten irgendwo zwischen Unverständnis und Interesse. Aber man wird nur selten auf die Tracht angesprochen, ich denke, die Amis haben viel zu viel Angst davor, sich damit nicht politically correct zu verhalten.

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Von li nach re: Inken, Claudia (ursprünglich aus Berlin), Diane (echtes Münchner Kindl)

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Von li nach re: dito mit Aussicht, oder Einsicht, oder doch Absicht?

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Von li nach re: Günter (Dianes Mann) mit seinem Sohn Felix (Kürbisflüsterer), Gustl und Maik (Claudias Mann).

Es wurden Halbekrüge verteilt und Namensschilder. Das Bier war gut. So gut, daß es nach der zweiten Halben schon wirklich Zeit für die Buffeteröffnung war! Es gab Spanferkel, das überraschend lecker war, Sauerkraut und Blaukraut, die beide nicht sehr viel mehr Behandlung erfahren hatten als geschnitten und gekocht zu werden, so etwas wie Brot und verschiedenste Salate. Von Knödeln hatte der Partyservice noch nichts gehört. Es gab eine Art Kartoffelrösti zur Sau. War uns auch recht, man wird bescheiden, wenn es um originale Küche geht…

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Gustl, mit Essen spielt man nicht!

Daß wir an einer Katastrophe nur haarscharf vorbeigeschlittert sind, wollen wir mal nicht zu eng sehen. Beim Abbau des Zeltes wurde festgestellt, daß sich ein Zelthering doch unverschämter Weise mitten in eine Gasleitung gebohrt hatte, die da eigentlich gar nicht sein sollte. Schuld hatte keiner, aber der Feuerwehreinsatz und die Evakuierung der MTU und des nahegelegenen Supermarkts haben noch einmal für großes Aufsehen gesorgt.

Das Problem ist aber inzwischen gefixt, glaube ich…

Trick or Treat!

November 4th, 2007 Posted in Unser Amerika

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31. Oktober, time flies! Nun sind wir schon vier Monate hier und es gibt nach wie vor Neues für uns zu entdecken. 

Während sich Europa am 31. Oktober zu einem großen Teil auf den Besuch der lieben Dahingeschiedenen und meiner Erfahrung nach dem ersten Ausführen des Pelzmantels in dieser Saison vorbereitet und der Rest sich auf einen faulen Tag mitten in der Woche freut, hat dieser Tag in den USA eine völlig andere Bedeutung. Auch wenn die Wurzeln von Halloween im Allerheiligenfest liegen, das Wort „Halloween“, in älterer Schreibweise „Hallowe’en“, ist eine Abwandlung des Ausdrucks „All Hallows’ Even“ (Allerheiligenabend), ist diese Herkunft heute völlig in Vergessenheit geraten. Im Grunde geht es nur noch darum, daß Kinder bei den Nachbarn um Süßigkeiten betteln. Das wird aber auf so professionelle Art und Weise gemacht, daß ich von Beginn an beschlossen hatte, bei diesem Wahnsinn mit zu machen. Halloween hat hier Tradition und gehört dazu wie bei uns das Eiersuchen an Ostern, also wie könnte man das ignorieren? Außerdem bietet es Stoff für den blog.

Um in Stimmung zu kommen hatte ich mir am Vormittag schon die Four Mile Road angesehen, eine Straße, die berühmt ist für ihre dekorationswütigen Anwohner. Zwei Vorgärten sind mir dabei besonders aufgefallen ob der morbiden Gestalten, die sich darin tummelten. Abends kam das alles auch noch elektrisch betrieben und beleuchtet in Bewegung. Särge und Gräber öffneten sich, Untote bewegten sich plötzlich und sprachen Passanten an, Spinnen krabbelten über den Tisch und Gespenster wogten im Abendwind. Poetisch morbid eben.

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Brenda, meine Englisch-naja, Amerikanischlehrerin, hatte uns darüber aufgeklärt, daß Halloween keineswegs eine Verpflichtung sei. Wenn man nicht mitmachen möchte, solle man einfach kein Licht an der Haustür einschalten und keine Kürbisse rausstellen, dann habe man seine Ruhe. Andy, einer unserer Nachbarn, der täglich seinen verdreckten weißen Pudel spazieren führt, klärte mich jedoch eine Woche vor Halloween darüber auf, daß in der Lexington Road jeder mitmache. „You better be prepared“ waren seine wie ich finde recht rüden Worte. Als ich ihm eine Plastiktüte für die Pudelwurst in unserem Vorgarten in die Hand drückte mit den Worten „Next time you better be prepared“ fand er mich glaube ich nicht mehr sehr nett.

Aber wie schon erwähnt, auf dem Eßzimmertisch stapelten sich schon die Süßigkeiten und ein bißchen Plastikspielzeug, damit wir hier nicht den Ruf der Europäer ruinieren. Alles war eingepackt in kleinen Tüten, denn die Eltern der Kinder schmeißen alles weg, was nicht originalverpackt ist. Es gibt da diese Urban Legends von mit Rasierklingen gespickten Äpfeln… Und von der nationalen Paranoia hatten wir´s ja schon. Also gab es „Rees´s Pieces“, „Snickers“, „m&m´s“ und eine ganze Menge mehr Süßzeug in kleinen handlichen Einkindportionstüten. Vor der Tür standen Kürbisse, die Außenbeleuchtung war an und die Tür stand sperrangelweit offen.

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An dieser Stelle noch einmal ein großes Danke an Felix den Kürbisflüsterer!

Um halb sechs ging es los. Kinder in allen Farben und Größen riefen schon von Weitem „Trick or Treat!“, also die Aufforderung, ihnen Süßes zu geben, sonst gäbe es Saures. 

Alle waren irgendwie verkleidet, nicht alle spooky, aber trotzdem sehr süß. Prinzessin und Pirat waren dieses Jahr wohl die beliebtesten Figuren. Einige Superhelden hatten sich auch dazwischen verirrt, ein paar der 101 Dalmatiner standen vor der Tür und natürlich verschiedene undefinierbare Figuren, die aber nicht weniger originell waren.

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Zeitweise bildete sich ein richtiger Stau auf unserer Vordertreppe. Alle wollten mal bei den „Neuen“ in der Straße reinkucken. Unsere Blumentöpfe, die ich unvorsichtiger Weise nicht weggestellt hatte, haben am meisten gelitten.

Also eines muß ich sagen, amerikanische Kinder sind sehr gut erzogen. Nicht eines hat vergessen, sich zu bedanken. Alle waren bereit, sich ablichten zu lassen von dieser komischen Deutschen, die ich hier offiziell der Einfachheit halber bin.

Etwas später, als der ganze Spuk vorbei war, wurde auf der Lexington Road ein Tisch aufgestellt und die Erwachsenen trafen sich noch auf einen Drink. Das war die Gelegenheit, unsere Nachbarn mal außerhalb ihrer SUVs zu treffen. Als sehr nett und aufgeschlossen hat sich dabei ein junges Paar von schräg gegenüber erwiesen. Deren Haus war auch mehr nach meinem Geschmack dekoriert, nicht so gruselig mit Hexen und Zombies. Besonders viel Mühe hatten sie sich beim Schnitzen der Kürbisse gegeben.

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Man mag von Halloween halten, was man will, aber es lag unbestreitbar ein ganz besonderer Zauber in der Luft an diesem Tag. Ich habe deshalb beschlossen, daß nächstes Jahr auch die Nummer 19 dekoriert wird. Keine ekelhaften Untoten, aber vielleicht ein paar Spinnennetze vor der Tür und einige Geister im Feuerahorn…

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Laßt Euch überraschen, ich war nämlich am nächsten Tag verbilligte Deko-Reste einkaufen…

Aus gegebenem Anlaß hier noch einmal die Anleitung zum Gästebuch

November 3rd, 2007 Posted in Allgemein

Auf mehrfache Anfrage hier eine kurze Anleitung zur Benutzung des Gästebuchs…

Mein Blogprogramm bietet kein Gästebuch, deshalb ist mein Gästebuch per Link auf meine Seite verbunden. Klickt also erst auf „Gästebuch“, dann schreibt mir ein schönes Brieflein, und dann klickt auf „Zurück zur Normalansicht“, dann seht Ihr Euren Eintrag und auch den aller anderen.

Tut mir leid, daß das so umständlich ist, da war mal wieder ein Informatiker am Werk, der den Bezug zur realen Welt verloren hat, nachdem er ein halbes Jahr für SAP tätig war…

Also, auf geht´s, schreiben!!!