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August 2007
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Archive für August 2007

Gewonnen!!!

Mohegan Sun ist nicht einfach ein Spielcasino von übernatürlichen Ausmaßen, es verkörpert einen Komplex aus Entertainment, Sport, Wellness und Gaming, sozusagen ein Rundumvergnügen, das wie eine eigene Welt funktioniert. Es wurde vom Stamm der Mohegans im Jahr 1996 gegründet. Wissenswertes über die Geschichte und das Erbe der Mohegans findet man unter www.mohegan.nsn.us.

In Mohegan Sun kann man also nicht nur Geld verspielen (und auch gewinnen…), sondern hier gibt es auch noch ein Spa, ein riesiges Hotel, ein Convention Center, eine vollkommen überteuerte Shoppingmeile, einen Golfcourse und natürlich viele andere Sportmöglichkeiten, Konzerte von mehr oder weniger berühmten Künstlern auf verschiedenen Bühnen und in mehreren Theatern, sprich alles, was ein Amerikaner braucht, um rund um die Uhr in seinem knapp bemessenen Urlaub unterhalten zu werden. Ihr könnt ja mal surfen unter www.mohegansun.com. Ist sowieso nicht schlecht, weil ich nur wenige Photos habe. Am besten sucht Ihr Euch die property-map, da kriegt Ihr eine Vorstellung von dem ganzen Komplex.

Da Anne noch Jetons hatte, die sie vor ihrer Heimkehr nach Deutschland auf die eine oder andere Weise loswerden wollte, haben sich vier Weiber auf die Socken gemacht, um dem ach so wankelmütigen Glück ein Schnippchen zu schlagen.

Hier sind Claudia, Antje und Anne (von li nach re)

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Eigentlich unnötig zu sagen, daß wir die bestgekleidetsten Gäste des Abends waren…

Da Claudia vom Fach ist, haben wir uns auf der Hinfahrt in die Geheimnisse des Roulette einführen lassen. So ganz kapiert hatte ich es zwar immer noch nicht, aber no risk, no fun! Ich hatte sechzig Dollar zum Verfressen und Versaufen dabei und 100 Dollar zum Verspielen. Und da ich von den dreien mitgenommen wurde, hatte ich mich als Chauffeuse zur Verfügung gestellt. Schließlich findet man sich am besten zurecht, wenn man eine Strecke mal selbst gefahren ist. Das hoffe ich zumindest, ich will da nämlich wieder hin!

Wir kamen irgendwann über einen Hügel und da lag es plötzlich vor uns. Ein riesiges Areal, beherrscht von einem Hochhaus, das wie ein vielkantiger Bergkristall in die Höhe ragt. Das ist das 34stöckige Hotel mit 1200 Zimmern. Drumherum häßliche Flachbauten. Was davon nun das eigentliche Casino war, weiß ich nicht so genau… Besonders beeindruckend war aber die Dampfwolke, die aus dem Auslaß der Klimaanlage strömte. Von weitem sah das aus wie die Gischt eines Wasserfalls. Wir fuhren in die “Indian Summer Garage”, die von den Mohegans freundlicher Weise kostenlos zur Verfügung gestellt wird und betraten das “Casino of the Earth”.

Man steht dann in einem Tipi-ähnlichen Rundbau, aus dem das Tageslicht tunlichst ausgesperrt wird. Es soll wohl Gambler geben, die hier zwischendurch in einem bequemen Sessel ein Nickerchen halten, um dann erfrischt weiter in den Ruin zu galoppieren. Überhaupt wird mit allen Mitteln dafür gesorgt, daß man Raum und Zeit vergißt. Ein durchdringender und überall hörbarer Pfeifton, der meiner Meinung nach durch die überdimensionalen Holzstäbe, die das Tipi vermeintlich aufrecht halten, durchgejagt wird, um die Gäste zu hypnotisieren, hat uns nach einer Weile eher genervt.

Wir galoppierten erst mal Richtung Futter. Ich habe noch nie Schweinefleisch süß-sauer in einer solchen Farbe gesehen, Purpur! So hat es auch geschmeckt, aber wir waren eben hungrig. Und Gemüse mit Shrimps war leider nur noch ohne Shrimps aber zum gleichen Preis verfügbar.

Nach der Jagd braucht der Mensch Entspannung. Die fanden wir in der Shoppingmeile. Wenn ich mich nicht total täusche steht dort in der Mitte ein Brunnen mit einer gläsernen Fontäne. Also mit dem Brunnen bin ich mir sicher, auch mit der Fontäne, aber ob das in der Mitte war? Ich hatte bereits jetzt die Orientierung verloren, oder das Pfeifen in Verbindung mit dem Purpurfarbstoff hatten mich gedopt.

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Dort gibt es einen Kunstladen, dessen Eingang von einem Aquarium eingefaßt wird. Auch drin gibt es weitere Aquarien mit…

imgp4354.JPG solchen Fischen und…

imgp4355.JPG solchen Fischen und…

imgp4356.JPG Nemo und…

imgp4358.JPG imgp4359.JPG solchen wohl sehr giftigen Fischen und…

imgp4357.JPG Haien (juhu, einen hab ich erkannt!)

Gekauft haben wir mal lieber nichts, denn die Preise waren überirdisch!

Aber wir haben neue Freunde gefunden.

Der eine war recht mager und hatte nur noch einen Arm,

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der andere war ziemlich behaart.

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Der gut gebaute Mohegan war leider nur gemalt.

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Da wir ja eigentlich kein Geld ausgeben wollten, sondern mit dem festen Vorsatz, die Bank zu sprengen hierher gekommen waren, haben wir uns einen Roulettetisch gesucht, an dem wir zu viert Platz hatten. Die Croupiers scheinen aus den mit dem Casino verbandelten Stämmen rekrutiert zu werden. Nicht alle waren gleich freundlich, um dieses Thema kurz abzuhandeln… Wir spielten also fröhlich vor uns hin, gewannen, verloren, versuchten alle möglichen Variationen, unsere Jetons zu plazieren und waren vollkommen gefesselt.

Später haben wir noch die einarmigen Banditen ausprobiert. Antje und ich haben gemeinsam 20 Dollar verloren und wiedergewonnen. Nichts für mich! Da wird man ja endgültig bescheuert an diesen Dingern!

Ich habe keine Ahnung, ob die drei anderen gewonnen oder verloren haben, ich weiß nur, daß ich mit gut 100 Dollar Gewinn gegen halb drei Uhr früh aus dem Casino gewankt bin, trunken von zu viel Coke, dem ewigen Pfeifen der indianischen Unendlichkeit und der Lautstärke der bimmelnden und ratternden Slotmachines.

Einige sehr angenehme Dinge, die noch erwähnt werden sollten: man darf rauchen, fast überall! Drinks sind an den Tischen kostenlos und das Parken, wie schon erwähnt, auch.

Und wenn ich keinen vernünftigen Job finde, dann verdien´ ich meine Kohle eben mit Glücksspiel!

Hurra, es ist ein Japaner!

Alexa und Wolfgang haben sich, da wir schon in den USA waren, um den Verkauf unseres Toyota Corolla gekümmert. Dafür an dieser Stelle noch einmal ganz offiziell ein dickes Dankeschön an Euch, Ihr Thalers!!!!

Als dann das Geld in die USA transferiert war, ein wenig herzlicher Dank für die enormen Gebühren an die Dresdner Bank, wozu zahlt man eigentlich Kontoführungsgebühren?, konnten wir uns endlich an den Kauf meines kleinen Spaßmobils machen. Für die enormen Opfer, die ich bringen mußte, um meinem Mann ins feindliche Ausland zu folgen, wurde mir nämlich ein Cabrio versprochen…

In den letzten Wochen haben wir deshalb immer mal wieder im Internet gewühlt und auch am Straßenrand Ausschau nach Autos zum Verkauf gehalten. Dabei sind wir auf ein gelbes Käfer-Cabrio gestoßen, Baujahr `79 und wirklich schön restauriert. Käfer-Cabrio stand eigentlich schon immer auf unser beider Wunschliste. Also sind wir vor einigen Tagen zu dem Händler gefahren und haben eine Probefahrt gemacht. Dabei mußten wir feststellen, daß der Süße nur auf drei Zylindern läuft. Und offensichtlich sind wir beide aus dem Alter raus, in dem man bei 38° auf Kunstledersitzen im eigenen Saft schmoren mag… Also blieb der Käfer wo er war und harrt eines weniger verwöhnten Käufers.

Gestern haben wir uns zwei Mazdas angeschaut und dabei wieder mal was erlebt, was wohl in den einfach USA dazugehört, auch wenn man auf solche Erfahrungen gut verzichten könnte…

Wir fuhren zu einem Händler, der einen MX5 im Internet anbot. Den konnten wir auch gleich ohne Vorlage eines Führerscheins probefahren, was mir schon mal komisch vorkam. Beim Fahren stellte Gustl dann fest, daß die Schüssel erst zaghaft zu bremsen beginnt, wenn man schon fast das Bodenblech durchtritt. Wir haben das dem Händler mit Angstschweiß auf der Stirn mitgeteilt. Der hat erst mal behauptet, die Bremsen seien in Ordnung. Kurz danach meinte er, er würde das reparieren lassen, wenn wir die Kohle auf den Tisch gelegt hätten. Er könne schließlich nicht in jedes Auto, das er verkauft erst mal investieren. Dieser Gauner hat uns also tatsächlich mit kaputten Bremsen losfahren lassen!!! Soll er doch jemand anderen in den sicheren Tod schicken!

Also auf zum zweiten Händler. Immerhin ein autorisierter Mazdahändler mit eigener Werkstatt. Machte gleich einen ganz anderen Eindruck. Der metallicgrüne MX5 stand schon bereit. Matt, ein hübscher 31jähriger, frisch verheiratet, grade Häuschen gebaut, will noch mal nach Sizilien reisen, woher sein Opa stammte, bevor er sich an die Zeugung von mindestens drei Söhnen machen will, fuhr erst mal mit mir eine Runde, dann mit Gustl. Und dann stand es fest, das ist der neue pussy-wagon! Schaltgetriebe, 140 PS, zwei Sitze, Verdeck runter, cool sein! Nun wird noch ein neuer Katalysator eingebaut und am Samstag holen wir ihn ab. Am liebsten hätt´ ich ihn gleich eingepackt, den Schnuckel!

Dankenswerter Weise waren im Internet schon ein paar Photos drin. Das isser!

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Ach ja, für meine Eltern: dieses Auto ist auch mit den üblichen Sicherheitsfeatures ausgestattet, also keine Angstpartien mehr wie damals zu Spitfirezeiten!