Inkens Welt

ehem. USA-Tagebuch
Home » 2007 » August

Nachtrag zum Rodeo…

August 29th, 2007 Posted in Unser Amerika

Einer meiner treuen Leser ist Wolfgang. Er ist nicht nur mit einer der wichtigsten Frauen in meinem Leben verheiratet, er hat sie auch noch verdient. Denn er ist erstens klug und hat zweitens sehr viel Humor. Und am allernettesten ist, daß er jeden an seinem Wissen teilhaben läßt. Und davon sollt Ihr alle profitieren. Hier in Auszügen sein aufklärerisches Mail bezüglich meiner Wissenslücken in Sachen Rodeo. Sehr lesenswert!

Nachdem ich mich in einer kurzen Stresspause gerade an Deinem aktuellen Blog-Eintrag (Rodeo) gelabt habe, möchte ich Deinem (unbestritten umfangreichen) Allgemeinwissen noch ein paar Mosaiksteinchen zum Thema „Rodeo“ hinzufügen:

– der gute „emcee“ ist nix anderes als ein MC = Master of Celebration

– Stiere haben eine angeborene, panische Angst vor Tonnen, aber nur wenn diese aufrecht stehen (die Tonnen natürlich). Gerät nun der Clown selbst in Gefahr, stellt er flugs seine Tonne auf und der Stier erstarrt zur Salzsäule. Dieses Mittel wird aber nur selten eingesetzt, da sonst alle Stiere, die möglicherweise gerade interessiert das Rodeo verfolgen und in diesem Augenblick zufällig zur Tonne blicken, ebenfalls zur Salzsäule erstarren, was eine Fortsetzung des Rodeos u.U. gefährden könnte.

– der von Dir nicht weiter kommentierte, clowneske Griff zum Sack hat tatsächlich eine tiefere Bedeutung: der Feigling trägt ein Suspensorium und überprüft regelmäßig den Sitz des selbigen. Richtige Rodeo-Clowns verzichten übrigens auf solches Memmenbeiwerk und treten ganz ohne Hosen auf. Bei übermäßiger Bestückung wird lediglich ein leichtes Fixieren mit einem Lederband (in den Nationalfarben) toleriert.

Ich würde mich beim nächsten Rodeobesuch lautstark über den Betrug aufregen.

Gebräuchliche Worte hierfür wären z.B.:

„Boooooh, cheating, cheating! This lousy coward is wearing a tincup!“ o.ä.

Amerikaner schätzen es, wenn sich Europäer mit ihrem Wissen über die wahre Amerikanische Kultur einbringen und solche Missstände aufdecken.

Jetzt wissmer des aa…

Schemitzun – Feast of Green Corn and Dance

August 27th, 2007 Posted in Unser Amerika

Man vergißt sehr leicht, daß Amerika ursprünglich nicht von weißen Protestanten bewohnt war, die tun ja auch alles, damit man das vergißt. Die eigentlichen Einwohner dieses Kontinents sind, wie wir alle wissen, natürlich Indianer. `tschuldigung, Native Americans natürlich, die Bezeichnung „Indianer“ haben wir ja den navigatorischen Fehleinschätzungen eines in spanischen Diensten stehenden Italieners zu verdanken…

Die Stämme der Native Americans betreiben in Connecticut mehrere Casinos, unter anderem das Foxwoods. Im Spätsommer gibt es ein Festival auf diesem Gelände, mit dem das Volk der Mashantucket Pequot die Maisernte feiert. Dabei werden Tänze aufgeführt und die traditionellen Gesänge präsentiert. Getrommelt wird auch `ne Menge.

Man hatte mir im Vorfeld viele knackige Native Americans in ledernen Lendenschurzen versprochen, Gustl hat man den Mund mit der Aussicht auf ein Rodeo wässrig gemacht. Also haben wir uns auf die Socken gemacht und sind Richtung Süd-Osten auf das Maisfest mit Tanz gefahren. Wer sich etwas näher informieren will, surfe doch nach www.schemitzun.com.

Wichtig ist die Powwow Etiquette, das wird im Programmheft besonders hervorgehoben. Diese besagt, daߠman zum Beispiel die Insignien und Ornate der Native Americans nicht ungefragt berühren soll, tanzen soll, wenn man dazu aufgefordert wird, usw. Traurig, daß diese Dinge extra erwähnt werden müssen.

Auf dem Gelände gibt es keinen Alkohol, und Waffen sind ausnahmslos verboten, ein Grund, sich hier wohl zu fühlen.

Auf den ersten Blick erinnert das Gelände an das „Tollwood“, wenn auch kleiner. Natürlich herrschen Stände mit Traumfängern, Federschmuck und dem nicht allzu überraschenden Talmi vor.

imgp4405.JPG

imgp4425.JPG imgp4424.JPG

Ein paar schöne Stücke waren allerdings schon dabei, die haben wir uns dann auch gleich einverleibt. An meinem Hals baumelt deshalb jetzt über Alexas Buddha ein Bär aus Türkis in der Hoffnung, daß die beiden sich vertragen. Ich bin da ganz zuversichtlich.

imgp4426.JPG

Über unserem Kamin wird demnächst diese Schönheit ihren Platz finden.

081.JPG 

Und sofort verliebt war ich in diesen Anhänger aus Silber mit verschiedenen Halbedelsteinen und der Schale der Quahog Muschel.

079.JPG

Wo Indianer sind, sind Cowboys nicht weit. Und was wär´ ein Coboy ohne Hut? Auch bloß wieder so´n Kerl auf´m Pferd. Und da die Sonne sehr heiß brannte, haben wir zugeschlagen. In meinem Fall ist das schon Hut Nr. 2.

imgp4419.JPG imgp4421.JPG imgp4423.JPG imgp4422.JPG imgp4421.JPG 

Die echten Stetsons sind übrigens derartig gestärkt, daß man sie auch gut als Helm tragen kann. Uns war das denn doch etwas zu original, die Strohvariante ist schon warm genug.

Bis zum Beginn des Rodeos war noch viel Zeit, also sind wir in das große Festzelt gewandert in der Hoffnung, der Einzug der einzelnen Stämme würde ein beeindruckendes Spektakel. Leider konnte man die Stämme nicht voneinander unterscheiden, sie tragen alle die gleichen neonfarbenen Polyestertrachten. Im Programm wird man zwar extra darauf hingewiesen, daß es sich nicht um Kostüme handelt, das Wort Kostüm empfände man als Beleidigung. Tracht sei deshalb angebracht, aber wirklich echt und ursprünglich wirkte das auf den ersten Blick nicht. Naja, wollen wir mal nicht so sein, denn wenn man ehrlich ist, will man ja im Dirndl oder der Lederhosen auch nicht auf sein „Kostüm“ angesprochen werden. Und auf der Wiesn sieht man auch so manchen Stilbruch…

imgp4418.JPG imgp4416.JPG imgp4412.JPG imgp4410.JPG

Zwischendurch muß man natürlich mal was essen und trinken. Die Preise erinnerten wieder sehr ans „Tollwood“, aber was solls? Truthahnkeulen, Apple Pie, Schnappschildkrötensuppe, Froschschenkel, Hot Dogs, Büffelfleischspieße mit Wildreis, für jeden war was dabei.

imgp4475.JPG imgp4474.JPG

imgp4477.JPG imgp4429.JPG

Gustl outete sich mal wieder als „Fleisch am liebsten ohne alles“-Fresser, Claudia hielt sich an Fish´n´Chips. Büffel schmeckt übrigens lecker, wie sehr kräftiges Rindfleisch.

Endlich wurden Männerträume wahr und das Rodeo begann, um genau zu sein, das „Buck-A-Rama Michael T. Goodwin Memorial Rodeo“. Die Ränge füllten sich langsam, der Sonnenbrand glühte vor sich hin, sehr laute Musik sollte uns bei Laune halten.

imgp4437.JPG imgp4432.JPG

Bevor es richtig losging, erklärte uns der „Stadionsprecher“, emcee genannt (keine Ahnung, was das heißt), daß Amerika „the land of the free and the home of the brave sei“. Er bevorzuge jedoch den Ausdruck „land of the free because of the brave“ und bat alle anwesenden Veteranen, egal welchen Krieges, aufzustehen, um sich applaudieren zu lassen. Ich komme mit diesem Maß an Patriotismus nach wie vor nicht klar, verhalte mich also in solchen Situationen auffallend unauffällig und bin froh, wenn der Moment vorbei ist.

Das war es aber noch nicht. Uns wurde dann der junge Mann vorgestellt, der die Ehre hat, die Fahne der großartigsten Nation der Welt durch das Stadion zu tragen. Wenn er nicht gerade fahneschwenkend zu ohrenbetäubenden Nationalkitschgesängen durch den Staub reitet, ist er dafür zuständig, wildgewordene Bullen in ihre Schranken zu weisen.

imgp4446.JPG imgp4445.JPG imgp4444.JPG 

Daß das Pferd während der darauf folgenden Nationalhymne äpfelte, werte ich als Zeichen totaler Entspannung. Wenn man seiner ironischen Ader hier freien Lauf ließe, müßte man die Veranstaltung verlassen, um konsequent zu sein. Ich wollte aber unbedingt diese wunderbaren Stiere sehen.

Noch keine Stiere, erst mal die Helden des Events, die Rodeoreiter. Allesamt natürlich Native Americans. Die Jungs verdienen sich ihr Brot wirklich hart. Sie können ja nicht sehr alt sein, laufen aber alle als hätten sie mindestens drei akute Bandscheibenvorfälle gleichzeitig.

imgp4443.JPG imgp4441.JPG

Dann sind da noch die Bullfighters. Ihr Job ist es, den Reitern zu Hilfe zu kommen, wenn sie unter den Stier fallen oder nicht schnell genug die Hand aus der Schlinge ziehen können, an der sie sich festhalten.

imgp4447.JPG imgp4460.JPG

Dann gibt es noch den Rodeo-Clown mit einer Tonne, deren Zweck ich nicht so richtig durchschaut habe. Was ich allerdings verstanden habe ist, daß dieser Rodeo-Clown auch zur Rettung der Reiter schreitet, wenn diese zu sehr in Bedrängnis geraten. Nebenbei hat der Kerl ein Mikro, über das er mit dem emcee dreckige Witze vor allem auf Kosten der eigenen Frau reißt. Sehr witzig! Er faßt sich auch gerne in den Schritt, was ich hier nicht weiter kommentieren möchte.

imgp4456.JPG imgp4449.JPG imgp4448.JPG 

Überflüssig zu erwähnen, daß für Sicherheit gesorgt ist. Außerhalb der Arena stehen Rettungswagen bereit. Ich bin sicher, daß die öfter zum Einsatz kommen…

imgp4438.JPG

Hinter diesen Gattern werden die Stiere bestiegen. Es kommt bei jungen Stieren wohl schon mal vor, daß sie bereits in dieser Box ausflippen, was genauso gefährlich ist wie der eigentliche Ritt. Um die Box herum stehen immer einige Rodeohelfer, die dem Reiter zur Hand gehen, bis dieser richtig sitzt. Erfahrene Stiere wissen sich hingegen zu benehmen und trampeln auch nach dem Abwurf des Reiters nicht übermäßig auf ihm herum bevor sie schnaubend durch das richtige Tor wieder in ihren Pferch traben. Mir persönlich gefallen die jungen Wilden ja besser.

imgp4439.JPG imgp4433.JPG imgp4430.JPG

Und dann geht es endlich los. Im Prinzip muß sich der Reiter acht Sekunden auf dem Stier halten, um überhaupt in die Wertung zu gelangen. Das klingt nicht sehr lang, wird aber zu einer Ewigkeit, wenn sich eine Tonne Fleisch unter einem mehr oder weniger unberechenbar bewegt. Die Reiter dürfen sich mit einer Hand an einem Riemen festhalten, die andere Hand darf weder den eigenen noch den Körper des Stiers berühren. Bewertet werden sowohl Reiter als auch Stier zu je 50%. Die Bewegungen, der sichere Sitz, das Ausschlagen des Stieres, alles wird von drei Juroren bewertet. Die Höchstpunktzahl von 100 wird wohl so gut wie nie erreicht.

Und das sind die eigentlichen Stars des Rodeo, Fleischberge mit enormer Kraft.

imgp4451.JPG imgp4452.JPG imgp4457.JPG imgp4459.JPG imgp4460.JPG imgp4461.JPG imgp4462.JPG imgp4466.JPG imgp4467.JPG imgp4466.JPG imgp4463.JPG imgp4464.JPG

Die ganze Angelegenheit ist ziemlich staubig, die Dusche abends lohnte sich wirklich. Und trotzdem sogar ich mit einem fetten Sonnenbrand nach Hause fuhr, möchte ich mir unbedingt wieder ein Rodeo ansehen. Es ist einfach beruhigend zu sehen, daß sogar gestandene Amerikaner sich der Gewalt der Natur unterwerfen müssen und das auch ohne erkennbare Egoprobleme tun.

Yiiiiehaa, sag ich da nur!

imgp4480.JPG

Fahrbericht

August 24th, 2007 Posted in Needful Things

Die Süddeutsche Zeitung online schreibt über den Mazda MX 5:

Was als Kultauto für Yuppies und Broker begann, wurde zum meistverkauften Roadster aller Zeiten.

Und weiter steht da:

Die erste Kurve. Runterschalten auf dem kürzesten Schaltweg, den Sie wahrscheinlich je erlebt haben. Sie wollen die nächste Kurve! Welch ein Vergnügen, dieses Auto zu fahren!

Und wißt Ihr was? Das stimmt!!!

Gestern wurde der Pussy Wagon zurückgeliefert von einem sehr zerknirschten Matt, der sich in aller Form entschuldigte und sich für unsere Geduld bedankte. Die kleine Schönheit funktioniert wieder. Und heute war endlich Zeit für eine ausgiebige Probefahrt. Zur Vorsicht bin ich erst mal auf den Highway Richtung Süden gefahren, damit ich nicht zu weit zur Werkstatt habe… Man weiß ja nie!

Pussy, und das ist wirklich nicht so unanständig gemeint, wie sich das liest, schnurrt wie ein Kätzchen. Aber nach kurzer Zeit ist klar, das ist kein Kätzchen, das ist schon eher ein kleiner Puma! Sie will ganz ordentlich rangenommen werden, die kleine bitch! Also jagen wir die Gänge eben ein wenig rauf! Schon mein Fahrlehrer hat gesagt, man solle die Gänge ruhig ausfahren. Und Herr Scharnhop war ein guter Fahrlehrer! Da kuckt so mancher SUV-Fahrer schon recht kariert und hält kurz inne in seinem Versuch, 200PS mit Automatik in Schwung zu bringen, ohne übermäßig aufs Gas zu steigen. Wenn die wüßten, was sie versäumen, indem sie nicht schalten dürfen! Aber als SUV-Fahrer braucht man seine Hände ja auch, um zu essen, zu trinken, zu telefonieren und im Handschuhfach nach CDs zu suchen während man fährt.

Man sitzt übrigens nicht sehr weit über dem Asphalt im Miata. Ähnlich wie im Spitfire hat man die Radnaben von LKW auf Nasenhöhe. Wenn man also, wie ich heute, auf dem Highway zwischen zwei LKW durchfährt, sollte man sich im Ernstfall akustisch bemerkbar machen. Licht an ist sowieso ein Muß bei solchen Flundern. Und ängstlich sollte man auch nicht sein.

Dann so schnell wie möglich runter vom Highway, Landstraße fahren, Kurven suchen. Hui, die Kleine klebt am Asphalt in den Kurven, als würde sie sich festsaugen! Wo andere noch auf der Bremse stehen, beschleunigt Pussy willig aus der Kurve raus. Was für ein Spaß!!!!

An der Ampel steht eine Dame in einem Fünfer BMW neben mir, läßt das Fenster runter und ruft rüber „you must be from Europe!“ Auf meine Frage, wie sie darauf käme sagt sie „nobody can change gears in the US!“ Ja, das hab ich auch schon gemerkt… Und als es grün wurde, war sie vielleicht besser frisiert, aber ich war die Schnellere.

Das Dach zu öffnen ist übrigens ganz easy, zwei Klappen auf und das Dach nach hinten fallen lassen. Man ist also in 5 Sekunden oben ohne. Das Windschott hätte man sich auch sparen können, is nich mit Frisur in diesem Auto. Aber wer will schon Frisur?

Als ich zu Hause die Auffahrt entlangfahre, sitzt da ein Hörnchen mitten im Weg. Ich hab es angehupt, denn von selbst wär´s wohl nicht weggelaufen. Da hüpft das freche Ding doch glatt auf meine Motorhaube, schaut neugierig durch die Windschutzscheibe und läßt sich bis zum nächsten Baum mitnehmen das faule Stück! Was lernen wir daraus? Auch Hörnchen fahren lieber als zu laufen und haben in Sachen Auto offenbar guten Geschmack!

Dona Quixote – oder – wider jegliche Vernunft

August 18th, 2007 Posted in Needful Things

Verzeiht den fehlenden Wurm über dem N in Dona, das bietet dieses Blogprogramm nicht, lest einfach Donja…

Diese Woche war vor allem dem Erwerb meiner Connecticut Driver´s Licence gewidmet. Also rückblickend jedenfalls. Denn erst mal hatte ich NICHT vor, dort Stammgast zu werden…

Am Montag hab ich mich, nachdem ich Gustl zur Arbeit gebracht hatte, denn wir haben nur theoretisch zwei Autos, todesmutig auf den Weg zum DMV (Department of Motor Vehicles) in Wethersfield gemacht. Bewaffnet mit den im Internet als nötig angegebenen Papieren, also ausgefülltem Antragsformular mit zwei Durchschlägen, Social Security Card, Paß mit Visum, Arbeitserlaubnis und Bargeld, fühlte ich mich dem Kampf mit den Amts-Windmühlen gewachsen. Noch.

Dort angekommen war schon mal zu, montags ist nämlich kein DMV. Da hab ich mich erst ein wenig über mich selbst geärgert, denn die Öffnungszeiten stehen ja im Internet, aber wer rechnet denn damit, daß ein Amt montags nicht arbeitet? Dann hab ich mich aber gefreut, weil es dadurch so schnell ging…

Am Dienstag same procedure. Diesmal war man da und die Schlange der Wartenden war so kurz, daß ich mich sogar noch getraut habe, zur Toilette zu gehen (Kaffee, Ihr wißt ja). Naja, danach standen dort nicht mehr fünf Leute vor mir, sondern zehn, aber ich weiß ja inzwischen, daß man hier meistens zu zweit aufs Amt geht und hab mich in das Warteschlangen-Leitsystem-Labyrinth eingereiht.

Von dort bietet sich einem ein ungehinderter Ausblick auf die Angestellten des DMV. Man muß dazu wissen, daß es in Sachen Freundlichkeit, die ja hier in den USA allerorten bis zum Erbrechen zelebriert wird, eine rühmliche und für meine rote Seele erfrischend gleichmacherische Ausnahme gibt: das DMV! Berühmt für ausgesuchte Unhöflichkeit (Simpsons-Kenner seien hier an Homers Schwägerinnen Patty und Selma erinnert, genau so ist das hier im richtigen Leben, nur natürlich ohne das Rauchen!) beherrschen im DMV zwei-Wörter-Sätze wie „sit down!“ und „who´s next?“ die Atmosphäre. Als ich an der Reihe war, hatte ich Pech. Ich kam zu einer sehr lieben Dame, der ich erklärte, daß ich einen deutschen Führerschein hätte und jetzt gerne den amerikanischen von ihr bekommen würde. Sie lächelte mich an und meinte, dafür sei sie schließlich da. Wie schon so oft kam die Frage, ob ich denn nun am 1. Juni oder am 6. Januar geboren sei, die Amis schreiben das ja falsch rum… Wir waren uns dann einig, daß alle Welt es richtig macht, nur die Amis seien da ein wenig „odd“ (das kam übrigens von ihr, nicht von mir!). Das war der Anfang einer wunderbaren Freundschaft. Sie knöpfte mir noch 40 Dollar ab und bat mich (BAT MICH!), mich zu setzen, ich würde für den Sehtest aufgerufen.

Eingequetscht zwischen hyperventilierenden Teenagern, die zusammen mit nicht weniger aufgeregten Elternteilen auf ihre Fahrprüfung warteten und In- und Ausländern in allen Farben des Regenbogens saß ich also auf einem Stuhl der Marke „besonders thrombosefördernd“ und stellte mich auf eine längere Wartezeit ein. Ich hatte mir zwar ein Buch mitgebracht, aber das wirkliche Leben schlägt ja oft jeden Roman. Ich hab zugesehen, wie Leute aufgerufen wurden, sich wieder hinsetzten, mit ihrer Begleitung flüsterten, photographiert wurden, Papiere abgaben, Führerscheine überreicht bekamen… Und alle hatten den gleichen Ausdruck in den Augen, eine Mischung aus froher Erwartung und dem Zweifel, ob man denn nun wirklich alle Papiere bei sich habe. Wie lebensnah und berechtigt dieser Zweifel ist, sollte ich noch erleben.

„Einken Shooooooster?“ Jesus, bin ich erschrocken! Ich versuchte zu orten, woher der Ruf wohl gekommen war, da stupste mich meine Nachbarin an und deutete auf einen der Schalter. Ich also los zum Sehtest. Die Dame, die mich testen sollte war eine Polizistin in mittleren Jahren. Sie forderte mich auf, meine Stirn an einen Apparat zu legen und die zweite Zeile der dort leuchtenden Buchstaben laut vorzulesen (no na, leise werd ich´s lesen!). Ich bat sie um ein Kleenex, denn da wo meine Stirn ruhen sollte, klebte noch der Angstschweiß meines Vorgängers. Sie wischte unter Stöhnen den Apparat trocken und los ging´s. Ich las die Buchstaben, bestätigte ihr, daß ich links und rechts aus den Augenwinkeln kleine Lichter gesehen hätte und hörte nur ihr gemurmeltes „passed“. Dann kritzelte sie, vermutlich, das Ergebnis auf mein Formular, das nur mit einer Büroklammer mit meinem Paß, meiner Social Security Card, meinem deutschen Führerschein und meiner Arbeitserlaubnis zusammengehalten wurde, höchst fahrlässig, wie ich finde, und teilte mir mit, ich müsse morgen wiederkommen, denn jetzt würden erst mal staatlicherseits meine Identität und mein Visum überprüft, und das dauert. Ich möchte dann morgen bitte gleich die Visaunterlagen meines Mannes mitbringen… Tja, da waren sie, die Unterlagen, die man braucht, die aber nicht im Internet erwähnt werden. Ich verstand jetzt die Panik der anderen Wartenden schlagartig. Mir wurde allerdings erlaubt, am nächsten Tag unter Umgehung der Warteschlange gleich an einen Schalter zu gehen.

Was ich nach wie vor nicht verstehe und von anderen DMV-Erfahrenen nur mit „ja, so ist das halt hier“ beantwortet werden kann ist, warum ich die Visaunterlagen meines Mannes vorlegen muß, wenn doch mein Visum der Beweis dafür ist, daß Gustl ein Visum hat. Denn ohne sein L1-Visum wäre mein L2-Visum gar nicht möglich. Und warum muß das erneut geprüft werden, wozu stand ich denn bei der Einreise bei den lieben Menschen der Immigration schon in der Schlange? Waaaaahhhhh, mit Logik und Vernunft ist diesem Thema offenbar nicht beizukommen.

Dann kam der Mittwoch. Ich brachte die Visaunterlagen meines Mannes mit. Wohlgemerkt, die Unterlagen für das Visum, denn das sind Visaunterlagen. Am Schalter angekommen wurde mir mitgeteilt, daß ich ja das völlig Falsche dabeihätte, man bräuchte nämlich gar nicht die Visaunterlagen, sondern den Paß meines Mannes und ein Schreiben seines Arbeitgebers, das bestätigt, daß er dort arbeitet, wo er arbeitet. Ich hab also drei mal tief durchgeatmet, habe die Dame gefragt, ob sie sicher sei, daß das dann alles sei, denn wenn nicht, möchte sie mir doch bitte gleich sagen, was ich noch brauche. Nein, das wäre dann alles.

Ich also nach Hause, Gustls Paß geholt, festgestellt, daß das Schreiben seines Arbeitgebers sehr wohl in der Mappe mit den Visaunterlagen war und wieder ab zum DMV. Die Polizistin hat dann alles in die Büroklammer dazugesteckt und mich aufgefordert, mich hinzusetzen, ich würde aufgerufen, um dann noch die Gebühr von entweder 66 oder auch 77 Dollar zu bezahlen. Warum nun 66 ODER 77 weiß kein Mensch. Ich war auf alles vorbereitet.

„Einken!“ Ah, heute ist also Vornamentag! Ich folgte dem Ruf und bezahlte 66 Dollar. Man kriegt dort übrigens keine Quittung. Aber dafür mußte ich ein Zettelchen zweimal unterschreiben, dessen eine Hälfte ich, nachdem ich mich wieder hingesetzt hätte, dem Herrn geben solle, der mich zum Photoshooting aufrufen würde. Na gut, mach ich. Eines muß man ihnen ja lassen, bis auf die „Visaunterlagen“ waren alle Anweisungen klar und deutlich formuliert. Man kann also nichts falsch machen, vorausgesetzt, man hatte alles dabei, was man braucht.

Die Wartezeit wurde mir durch eine reizende alte Dame verkürzt, die ganz verzweifelt war, denn sie hatte ihren Führerschein verloren. Sie zeigte mir sogar das Täschchen mit all ihren Karten, das sie immer in ihrem Portemonnaie versteckt und dann in den Untiefen ihrer Handtasche versenkt. Sie könne gar nicht verstehen, wie ihr das passieren konnte. Sie wisse ja, daß sie schusselig sei, deshalb hätten ja alle Dinge bei ihr ihren festen Platz. Sie vermutete abschließend, daß es wohl beim Schnapskaufen passiert sein müsse. Ja, Ihr Lieben, die Dame hat mir erzählt, sie sei 84, was man ihr auch angesehen hat, aber sie wird nach wie vor nach ihrem Führerschein gefragt, wenn sie sich ein Püllchen kaufen will…

„Shooooooster“ Oh, doch nicht Vornamentag. Ich wünschte der alten Dame alles Gute und raste in Richtung Photograph. Der bekam von mir meine Unterschriftenprobe, ich unterschrieb noch auf einem touchpad, und dann wurde ich aufgefordert, mich an die Wand vor einen graublauen Hintergrund zu stellen. Er bat mich, die Haare aus dem Gesicht zu streifen (wohl ein unerkanntes Photogenie mit Ambition…) und meinte „you don´t have to smile if you don´t want to.“, was ich in dieser Umgebung sehr passend fand. Und dann hat er abgedrückt. Ich mußte mich wieder hinsetzen, während mein Führerschein zubereitet wurde.

„Ink-, Eink-, ähm Shooster?“ Ja! Geschafft! Ich bekam meinen Führerschein überreicht, und das Photo ist auch erträglich.

Puh, noch ein freundliches „Thank you“ und dann nichts wie raus hier!

Tenthousand Spoons when all you need is a Knife…

August 18th, 2007 Posted in Unser Amerika

Seit der Erfindung des Rades wurde der Mensch in Riesenschritten moderner und durchtechnologisierter. Ob das immer zu seinem Vorteil war und ist, darüber haben sich schon klügere Köpfe dieselben zerbrochen. Ich bin der Meinung, daß sich der Mensch irgendwann als Spezies erledigt haben wird und die Erde innerhalb kürzester Zeit die gröbsten Spuren unserer vermeintlichen Zivilisation gnädig mit Schlingpflanzen umwickeln und großen, fleischigen Blättern abdecken wird. Ob es dann noch einmal Leben in ähnlicher Form hier geben wird, kann uns dann wurscht sein. Solange irgendjemand dafür sorgt, daß Amerika mit untergeht, beruhigt mich der Gedanke…

Ein weiteres Phänomen neben der Zivilisation, oder vielleicht durch sie erst entstanden, ist die Ironie. Auch diese wurde von Philosophen, Sprachgelehrten und einigen begabteren Humoristen und Schriftstellern untersucht, erklärt und als Stilmittel verwendet.

Was das alles soll? Ganz einfach: isn´t it ironic? Ich hab endlich den Führerschein und dafür kein Auto. Und da kommt der moderne Mensch doch ganz automatisch ins Grübeln über das Leben, das Universum und den ganzen Rest.

Wer meine Geschichten aufmerksam verfolgt weiß, daß mein grüner Mazda Miata kurz nach Erwerb gleich wieder in die Werkstatt mußte und zwei Zylinder nachgearbeitet werden sollen. Heute sind seit Einlieferung des Patienten zehn Tage vergangen und das Wochenende liegt vor uns. Mit Matt dem Autoverkäufer telefoniere ich schon mehr als mit meinem Mann. Und wenn ich das Gesülze von wegen „To be open, you COULD drive it, but we don´t want you to drive a car in this condition. We are concerned about your safety.“ noch einmal hören muß, dann wird der liebe Matt mal miterleben, wie schmerzhaft es ist, wenn einem telefonisch das Trommelfell mit einem ungebremsten Schwall österreichischer Entrüstung zerfetzt wird. Und sein schmieriges, amerikanisches Autoverkäuferlächeln wird sich schlagartig per Gesichtslähmung in eine grinsende Dauerfratze mit vor Schreck aufgerissenen Glupschaugen verwandeln. Möge sein nächster Schiß ein Igel sein!!!! Angeblich sollen die Zylinder am Montag zurückgeliefert werden, und „depending on when they come“, können sie dann am Montag auch eingebaut werden, oder auch nicht. Und wißt Ihr, was so richtig Scheiße ist? Als ich zu Matt meinte, wir könnten ja eine Wette abschließen, hat mich der Idiot doch wirklich gefragt, wie ich das meine. DIE AMIS VERSTEHEN KEINE IRONIE!!! Wie soll ich das nur aushalten?

Keine Ironie, kein vernünftiges Brot, kein Auto, kein Job, kein ARTE und kein Leberkas. Ich hoffe, mich fragt heute keiner mehr „how are you?“, denn das könnte seine letzte Stunde einläuten.

In eigener Sache

August 16th, 2007 Posted in Allgemein

Liebe Blog-Leser,

ich höre von allen möglichen Seiten, wie viel Anklang mein Blog findet. Ganz unterschiedliche Leute melden sich bei mir, völlig Fremde lesen meinen Blog.

Damit das hier mal dokumentiert wird:

Ich freue mich riesig über jegliches feedback, von wem auch immer. Es hilft, mit dem Heimweh klar zu kommen und schmeichelt meinem im Moment nicht sehr starken Ego. Also bitte ich um viele viele Gästebucheinträge!

Bleibt mir weiter treu!

Inken

passfoto.JPG

Schatz, ich geh mal eben einkaufen…

August 13th, 2007 Posted in Needful Things

„in Amerika bekommst Du alles!“ Das erzählt einem jeder, der schon mal länger als 24 Stunden in den USA war. Und es ist auch fast so. Das bedeutet aber nicht, daß man an alles gleich leicht rankommt. Auf diese Weise wird der Einkauf zum Abenteuerurlaub. Ich fange mal mit den einfachen Dingen an, die vor allem deshalb einfach sind, weil ICH sie nicht erledigen muß, meistens kümmert sich Gustl darum:

Baumarkt:

bei „Lowe´s“ bekommt man wirklich alles, was man zum Heimwerken, Malern, Gipsen, Bohren und sonstigen Zwecken braucht. Zudem kriegt man hier Grill und Zubehör, Grillkohle, Ratgeberbücher „wie hau ich mir mit dem eben gekauften Hammer am wirkunsvollsten auf den Daumen“ und im Winter Brennholz. Wenn mal was nicht auf Lager ist, hat man allerdings nur die Möglichkeit, immer mal wieder hin zu fahren, denn die „Beratung“ gleicht der bei OBI… Kleine, feine Dinge wie Heizkörperentlüftungsschlüssel hat „Pfau´s Hardware“ in West Hartford, zwar zu Apothekerpreisen, aber dafür wissen die Jungs dort für alles eine Lösung. Sie reparieren auch Fenster…

Elektronik:

Kabel, Stecker, Batterien, Trafos usw. kauft man bei „Best Buy“ oder „Radio Shack“. Und was der eine nicht hat, hat eben der andere. Und meistens ist es dann tatsächlich so, daß der erste das was man sucht nicht hat, aber man kann ja fast rund um die Uhr noch beim anderen shoppen.

Waschmittel und Körperpflege:

Das ist auch noch einigermaßen einfach, wobei man bei den Waschmitteln schon aufpassen muß. Denn allein durch das Überangebot und die verschiedenen Größen der Verpackungen und Flaschen benötigt man zur Auswahl beim ersten Einkauf ca. 20 Minuten! Und dann sollte man noch darauf achten, daß so gut wie alle Waschmittel enorme Mengen an Bleiche beinhalten. Buntwäsche wird hier also sehr schnell heller und heller. Also aufgepaßt und mindestens ein Mittel ohne Bleiche kaufen! Trocknertücher darf man auf keinen Fall vergessen, denn sonst ist alles voller Fussel. Die Trockner sind purer Müll hier und haben das Flusensieb eher als Alibi!

Bei der Körperpflege schlägt auch der Teufel des Überangebots zu. Was aber noch schlimmer ist, sind diese ewigen Angebote „buy two, get one free“ oder „buy two, get one for 50%“. Was daran schlimm ist? Nun, man kauft dann auch zwei von jeder Sorte und hat dann zu Hause einfach storage-Probleme. Außerdem gibt man auf diese Weise immer viel mehr aus, als man ursprünglich vorhatte. Wer also glaubt, diese Angebote seien ein Beweis für die altruistische Mission amerikanischer Supermarktketten, der möchte doch lieber das Sandmännchen kucken!

Überall gilt, europäische Marken sind sehr teuer! Also auch der Glaube, hier sei immer alles so viel billiger als zu Hause, wird einem recht schnell ausgetrieben. Nivea ist praktisch unerschwinglich. Gut, daß ich Nivea nicht mag.

Nun muß der Mensch ja nicht nur waschen, bohren, fernsehen und mailen, sondern zwischendurch muß auch mal gegessen werden. Und hier beginnt der Horror! Da ich ja noch nie jemand war, der mit Freude durch Supermärkte streifte und selbst ein Gang über den Viktualienmarkt nicht mit Genuß für mich verbunden war, ist die Jagd nach Kühlschrankfüllungen für mich eine echte Herausforderung an Nerven, Kondition und Gesundheit.

Supermärkte:

Wenn man sich den amerikanischen Eßgewohnheiten widersetzt, oder sie zumindest nicht zu hundert Prozent adoptieren will, macht man sich von vornherein das Leben schwer. Brot! Willst Du verdauen wie ein gesunder Mensch, laß die Pfoten von amerikanischem Brot! Man bekommt auch Vollkornbrot oder Bagels mit Körnchen, nur eben etwas teurer… Um gutes Brot, das diesen Namen verdient, zu kaufen, fährt man also zu einer polnischen Bäckerei, oder zu einem kleinen Tante-Emma-Laden namens „Adolfs“. Aber zu dem komme ich noch.

Kaffee ist auch so eine Sache. Amerikaner trinken ihren Kaffee sehr dünn. Pfui Teufel! Wenn man also Kaffee zubereitet, muß man etwas mehr Pulver verwenden, denn um die panische Dauerangst vor Herzinfarkten zu pampern, ist der Kaffee für den amerikanischen Markt nicht besonders stark geröstet. Da Kaffee aber unverhältnismäßig teuer ist, überlegt man bei jeder Tasse, die man zu viel kocht, ob man sie wirklich wegschüttet, nur weil sie kalt geworden ist. Wir werden also früher oder später unser Vorhaben, eine Espressomaschine zu kaufen, doch noch wahr machen. Und dann können wir ja in Little Italy gute italienische Kaffeebohnen jagen gehen.

Wurst und Käse zeichnen sich vor allem durch hermetische Verpackung aus. Wenn man dann Schinken aus der Folie gezogen und gequetscht hat, ergießt sich aus der Verpackung eine unappetitliche Pökelsalz-Wasser-Mischung. Irgendwie vergeht einem der Appetit, wenn man sein Essen erst mal mit Zewa trockentupfen muß… Käse hat hier blaß und weich zu sein. Auch nicht immer das, worauf man grade Appetit hat.

Obst und Gemüse ist im Überangebot und in allen Zuständen zu bekommen. Die Äpfel gleichen sich wie ein Ei dem anderen, braune Flecken verkaufen sich wohl noch schwerer als in Deutschland. Dafür sind sie aber alle gewachst und auf Hochglanz poliert. Ananas bekommt man im Ganzen oder in Plastikschüsseln abgepackt vorgeschnitten. Vor den Plastikschüsseln sei jedoch gewarnt, sie sind hinterhältige kleine Dinger, die man erst gar nicht aufbekommt und wenn man Gewalt einsetzt, spucken sie einem Ananassaft ins Auge! Bananen sind entweder noch grün oder schon braun. Und wenn man mal gelbe bekommt, sollte man sie erst am Ende der Einkaufsodyssee kaufen, denn sonst sind sie spätestens zu Hause braun.

Im schlimmsten Fall läuft ein Einkauf also folgendermaßen ab:

Einkaufsliste:

2 Knopfbatterien für den Autoschlüssel

erst mal zu „Best buy“, die haben zwar siebentausend verschiedene Knopfbatterien, aber nicht die, die ich brauche. Entfernung bisher zurückgelegt 12 Meilen. Aber nicht gleich aufgeben, in den Westfarm Malls ist ein Radio Shack, und was sind schon 22 Meilen mehr? Bei den Benzinpreisen…

Kaffee

Brot

Käse

Schinken

Shampoo

Waschmittel

Diese Posten bekomme ich eigentlich alle im „Stop´n´Shop“. Super, da kann ich dann danach gleich heim und mit Bügeln anfangen…. Ähm, für ein viertel Kilo Kaffee elf Dollar? Damit komme ich dann ungefähr zwei Tage aus…. Ne, da packt mich der Geiz.

Die Käseauswahl erstreckt sich auf mindestens zwei Dutzend Sorten Cheddar. Cheddar, der Käse, der kein Käse ist… Nein, da muß ich doch noch zu „Trader Joe´s“, der hat auch Schwarzwälder Schinken, der diesen Namen verdient.

Aber jetzt bin ich schon hier, mal sehen, da nehm ich halt noch Wasser und ein paar Säfte mit und Waschmittel und Shampoo und Schokolade… Nee, lieber nicht. Hershey kann man nicht fressen und die Lindt kann man nicht bezahlen.

Naja, noch mal 10 Meilen für vier Dinge gefahren, wen stört es schon…?

Auf zu „Trader Joe´s“

Blöd, der Schinken ist grade aus, nein auch auf Lager ist nichts mehr. Käse kaufen, und weil man schon mal da ist, gleich noch eine Gallone Milch.

Aber irgendwas muß doch aufs Brot… Also ab zu „Adolf`s“, dort gibt es Brot, Wurst, Schinken, Knackwurst (auf Amerikanisch übrigens `Näckwörst´). Oh, die haben ja Vanillezucker und Mannerwaffeln, Apfelmus muß auch mit, Gummibärchen und die feine Lindt mit Orange (gell, Frau Pfirrmann? Man gönnt sich ja sonst nichts!) und Marzipan für´s Männerherz. Wow, Meggle Kräuterbutter, na da lieber gleich drei, die haben sie nicht immer… Jacobs Krönung, naja, die ist die elf Dollar wenigstens wert. Noch deutsches Nutella und eine deutsche Zeitschrift von vor zwei Monaten und man ist 80 Dollar ärmer, aber irgendwie glücklicher. Der Laden gehört einem Deutschen namens Adolf, der sich darauf spezialisiert hat, europäische Lebensmittel zu importieren. Vieles kommt übrigens aus Polen. So auch die ganz süße Verkäuferin, bei der ich mich mit meiner Schwärmerei für ihr Angebot gleich so beliebt gemacht habe, daß sie mir einen polnischen Schokoriegel geschenkt hat. Der war übrigens besser als erwartet.

Insgesamt hab ich also ca 60 Meilen mehr auf dem Tacho und so um die 130 Dollar weniger in der Tasche, bin fünf mal auf einen Parkplatz gefahren, habe fünf mal alles was zum Autoaufbruch einladen könnte weggesperrt, hab fünf mal einen vollkommen unterkühlten Laden betreten, dort frierend gesucht und gesucht und gesucht, fünf mal an der Kasse gewartet, dreimal davon besonders lang, weil ich an der Expreßkasse stand, die immer ein wenig länger dauert (ein bisher ungeklärtes Phänomen…), fünf mal in ein total überhitztes Auto eingeladen, mich mehrfach darüber geärgert, daß ich wieder für vier Sachen vier Tüten bekommen habe, die ich allerdings zu Hause beim Auspacken gleich wieder für den Verpackungsmüll verbrauchen werde…

Also mir erschließt sich die Begeisterung mancher Menschen für Lebensmitteleinkäufe einfach nicht.

 

 

Wollen wir heute mal Essen gehen?

August 10th, 2007 Posted in Unser Amerika

Als gebildeter und kultivierter Mitteleuropäer verläßt man das eine oder andere Mal zur Nahrungsaufnahme das Haus, um sich in einem Restaurant das Essen vorsetzen zu lassen, schon alleine, um den vor- und nachgelagerten Arbeiten zu entgehen.

In West Hartford wohnen wir zum Glück in einer Ecke Connecticuts, in der es sehr nette Restaurants gibt. Unter anderem gibt es ein afghanisches Restaurant, in dem man ausgesprochen gut ißt und feine Weine bekommt. Auch an Lobster kommt man recht günstig und vor allem gut ran. Ein Restaurant mit österreichischen Spezialitäten haben wir auch schon entdeckt. Selbst eine Brauereiwirtschaft, in der man mit freiem Blick auf die Braukessel Delphin essen kann, haben sie hier.

Es gibt also nichts, was es nicht gibt.

Essen Gehen läuft aber hier prinzipiell ganz anders ab als wir es von zu Hause gewöhnt sind.

Erst mal geht man hier schon recht früh zum Essen, so zwischen sechs und sieben fangen die Amerikaner an, sich die Ranzen mehr oder weniger voll zu stopfen. Wahrscheinlich will man einfach rechtzeitig zur Übertragung des Baseballspiels wieder zu Hause sein. Demzufolge hat man auch nach zehn Uhr abends keine Chance mehr, an Essen zu kommen, das diesen Namen verdient. Man kann dann aber natürlich noch zum drive in-Schalter der weltberühmten Markenhersteller fahren. Aber hier geht es ja um richtiges Essen. Also hat man hier einfach um achtzehn Uhr langsam hungrig zu werden. Überflüssig zu erwänen, daß uns das ganz gut gelingt…

Mehr oder weniger den Ranzen vollstopfen bedeutet, es wird entweder gefressen wie am Schweinetrog, was man den Leuten und besonders deren Kindern auch ansieht. Die Riesenpizza, die verschlungen wird ohne den Umweg über das Kauen allzusehr zu strapazieren, dazu dann aber diet coke im Literbecher ist Standard. Das andere Extrem sind Leute, die sich zwar drei Gänge bestellen, dann aber von jedem Gang höchstens drei Bissen nehmen. Das sind vorwiegend wohl figurierte Frauen, die wahrscheinlich vor ihrem Date zu Hause essen, weil sie es für unerotisch oder unfein halten, in Anwesenheit eines Mannes zu essen. Vielleicht spielt auch die permanente Angst vor schlechtem Atem eine Rolle, oder die Gefahr, Essensreste zwischen den teuer regulierten Zähnen zu haben, wenn man sein Zahnpastalächeln aufhat. Wenn die wüßten, was sie versäumen… Aber da ja in jedem Restaurant gefragt wird, ob man die Reste mit nach Hause nehmen will, selbst wenn es nur drei Gabeln Reis sind, können sich die Mädels ja dann einen Mitternachtssnack in die Mikrowelle schieben, besonders wenn das Date mal wieder nicht den erhofften Ausgang genommen hat…

Gegen „Wait to be seated“ ist im Prinzip ja nichts einzuwenden. Irgendwie ist es nett und stilvoll, von einem ernst blickenden maitre de an einen Tisch geführt zu werden. Aber warten zu müssen, obwohl offensichtlich ein Dutzend Tische frei sind, die nur darauf warten abgeräumt zu werden, erscheint mir vollkommen überkandidelt, das ist Wichtigtuerei kombiniert mit nicht funktionierender Organisation. Zero tolerance!!!

Wenn man dann sitzt, stellt sich der Kellner oder die Kellnerin bei einem vor „My name is Becky, I am your host for this evening“, rattert die Spezialitäten des Abends auswendig runter, daß einem ganz schwindelig wird und will gleich mal wissen, was man denn gerne trinken möchte. Für Gustl ist das nicht so schwer, weil er sowieso Bier oder Coke nimmt, je nachdem, wer fährt. Aber wie soll ich wissen, was ich trinken werde, wenn ich noch nicht weiß, was ich essen werde? Moderne Eß-und-Koch-Magazine erzählen mir zwar seit Jahren, daß man heute alles zu allem trinken darf. Aber Rotwein zu Fisch mag ich halt einfach nicht, und auch keinen Chardonnay zum Steak, eigentlich überhaupt keinen Chardonnay… Also bestell ich erst mal Wasser, damit die jeweilige Becky uns für ein paar Minuten in Ruhe läßt. Man kann sich also in die Lektüre der Speisekarte vertiefen. Speisekarten werden gerne mit Photos der Speisen gespickt, um einerseits den Appetit anzuregen und, wie ich boshaftes Luder vermute, dem hohen Analphabetismus Rechnung zu tragen.

Nach einiger Zeit kommt dann eine dieser Beckys und nimmt die Bestellung auf. Angenehm aufgefallen ist mir, daß man sich hier als Kellner aufschreibt, was die Gäste essen und trinken wollen. Das ist zwar auch keine Garantie dafür, daß man alles bekommt, aber Fragen wie „San´s eana sicher, daߴ koan Schweinsbraten bschtöt ham?“ und die unvermeidliche Antwort „na doans´n her, wenns´n scho da ham…“ entfallen dadurch. Schwierig wird es dann aber im Detail. Reagieren bayrische und österreichische Bedienungen eher enerviert auf Sonderwünsche wie gemischtem Salat statt Krautsalat und krönen ihre Entrüstung oft mit „des kost´ dann aber an Euro extra“, was niemanden abschrecken sollte wie ich finde, sind amerikanische Kellner regelrecht besessen vom Runterbeten von side orders und der Beschaffenheit derselben. Das ist richtig Arbeit, sag ich Euch, man entscheidet ja nicht nur zwischen Kartoffeln und Reis, nein, es gibt vier verschiedene Sorten von beidem. Und dann noch Gemüse oder Salat. Und wie wollen Sie Ihr Steak? Nun gut, das ist ja nun wirklich wichtig. Schwitzend von der Anstrengung, sieben Entscheidungen in einer halben Minute getroffen zu haben, bleibt man zurück. Die zuständige Becky verschwindet ein fröhliches „Thank youuuu!“ jodelnd in Richtung Küche. Puh, jetzt erst mal ne Kippe…. Ach nee, stimmt ja, keine Kippe.

Meistens bekommt man ein amuse gueule in Form von Brot und Butter oder Brot und Olivenöl mit Knoblauch hingestellt. Man sollte dieses aber besser ignorieren, denn die Portionen sind hier immer groß. Darauf kann man sich wirklich verlassen. Wir widerstehen nur selten und unterhalten uns dabei in aller Ruhe. Naja, wir versuchen es jedenfalls, denn alle zwei Minuten steht entweder unsere-Becky-für-diesen-Abend oder irgendein anderer Mensch an unserem Tisch und erwartet auf seine Frage „everything all right over here?“ die von einem strahlenden Lächeln begleitete Antwort „excellent, thank youuuuu!“ Anfangs findet man diese Fürsorge ja noch nett. Aber spätestens wenn das Gespräch zum dritten mal unterbrochen wird, wird das Lächeln verkrampft.

Das Essen kommt, übrigens fast immer gleichzeitig für alle Essenden, auch sehr angenehm! Man nimmt also, so wie Mutti uns das mal beigebracht hat, Messer und Gabel zur Hand, legt sich die Serviette auf den Schoß, wünscht sich guten Appetit und beginnt zu essen. Das bringt mich zu den Tischmanieren. Oh, wie schrecklich! Ich habe gelesen, daß Benimm-Kurse in den USA ein nie dagewesenes Hoch erleben. Nun, das finde ich mehr als angebracht. Also: man nehme Messer und Gabel, schneide ein Stück Fleisch ab, lege das Messer hin, nehme die Gabel in die rechte Hand, lasse die linke Hand unter dem Tisch verschwinden, denke nicht darüber nach, was diese wohl unter dem Tisch macht und führe dann den Mund in Richtung Gabel. Danach kaue man möglichst nicht zu oft, dafür aber mit offenem Mund und spreche dabei mit seinem Gegenüber. Kurz vor dem Runterschlucken nehme man noch einen Schluck aus dem jeweiligen Glas und mische das Essen bereits im Mund mit dem Getränk. Tja, das war jetzt die kultivierte Ausgabe. Wir machen das nicht und werden es auch nie machen, nein nein nein! Man sieht ja, daß ich esse. Ich finde, man muß es nicht auch noch hören.

„Everything okay over here with you guys?“ – Oh, die Becky ist wieder da. Jetzt will sie wissen, woher wir kommen. War wohl auffällig, daß uns das Essen nicht aus den Mündern gefallen ist, damit outet man sich sofort als Europäer… „From Germany, Munich…“ – „Oh my Greatgreatgrandfather had a cousin, whose second wife´s son´s third daughter from his second marriage was engaged with a soldier who died in the Netherlands in world war two. So I know Germany quite well!“ Ach ja? Mein Gemüse wird kalt, Becky, hast Du nichts zu tun?

Wir sind satt und zufrieden, denken aber ob des lieben Lächelns unserer Becky ernsthaft über ein Dessert nach. Nun, für Schokoladensüchtige ist das hier das richtige Land. Wenn man Schokotorte mit Schokostreußeln und chocolate fudge-Füllug mag, dann hat man hier gewonnen. Wenn man an einen Obstteller oder ein kleines Eis denkt, kann man eigentlich gleich zahlen. Also kein Dessert.

„Kein Dessert“ ist ein Geheimcode, den ich hier ganz schamlos entschlüssle. Er bedeutet „bringen Sie mir bitte die Rechnung“. Wenn man nicht schnell noch was bestellt, hat man bitte auch möglichst flott das Restaurant zu verlassen. Man kriegt noch Zeit, das Glas zu leeren, aber gemütliches „Noch-ein-wenig-sitzen-bleiben“ gibt es hier nicht. Das wirkt anfangs ein wenig befremdlich, nach einer Weile kann man sich aber einen Spaß draus machen, die Zeit zu stoppen, die eine Becky von der Dessertfrage bis zum Abkassieren benötigt. Trinkgeld ist hier wirklich ein ernst zu nehmendes Thema. die Beckys leben fast nur von ihren Trinkgeldern. Also wenn man zufrieden war, sollte man nicht knauserig sein. 15% sind eher das Minimum. Aber da die Preise insgesamt moderat sind, bricht man sich dabei sowieso keinen Zacken aus der Krone.

So, wird Zeit für eine Zigarette auf dem Parkplatz…

Mahlzeit!

Wenn das Leben Dir Zitronen gibt…

August 10th, 2007 Posted in Unser Amerika

…mach süße Limonade draus!

Unter diesem Motto stand der Donnerstag. Aber ganz von vorne…

Mein süßer, grüner Miata ist seit Mittwoch im Krankenhaus. Er verliert zu viel Öl, um es noch ignorieren zu können, und außerdem kommt er nicht so recht auf Touren. Und mit Standgas von 400U/min mag er nicht losfahren und läuft Gefahr, entweder abzusterben oder abzusaufen, je nachdem, wie viel Gas ich gebe. Also haben wir mal unter die Motorhaube geschaut und haben als erstes entdeckt, daß unter dem Luftfilter ein Hörnchen Nüsse geparkt hatte. Das ist zwar auf der einen Seite ganz furchtbar süüüüüüß, aber irgendwie nicht sehr vertrauenserweckend. Der kleine Ölspringbrunnen auf Höhe der Zylinderkopfdichtung hat uns auch nicht wirklich kalt gelassen, also hab ich den Mazda wieder zum Händler gefahren, bei dem wir ihn gekauft haben. Da hieß es dann, bis morgen sei er fertig.

Morgen, also gestern, hat sich dann Diane, eine mitbetroffene Neu-Amerikanerin, bereit erklärt, mit mir zum Abholen zu fahren, immerhin 80 Meilen… Nach einem Frühstück auf der Terrasse und einem Anruf in der Werkstatt, dessen Ergebnis war, der Wagen sei bis 14Uhr fertig, sind wir losgedüst.

Bei unserer Ankunft standen in der Werkstatt zwei Autos mit offener Motorhaube, eines davon war mein Kleiner. Aber weit und breit war kein Mechaniker zu sehen. Also ab in den Verkaufsraum, in dem zwei mehr oder weniger gelangweilte Verkäufer dösend vor ihren PCs saßen. Der Chef, David, hat mir gleich erklärt, er wisse von gar nichts, das sei jetzt alles Peters Sache. Peter ist der nicht auffindbare Mechaniker… Nach einer Weile dummen Rumstehens kam er dann doch und hat mir erklärt, daß er auf ein Ersatzteil aus Pennsylvania wartet, das aber sicher noch kommt. Nur heute schafft er es nicht mehr. Als ich ihn fragte, warum er mich nicht informiert hätte, war die Begründung „zu viel zu tun“. Also blähte ich die Nüstern, beließ es aber dabei. Wer weiß, wenn ich den anschnauze, legt er mir am Ende was Schlimmeres als Nüsse in den Motor!

Diane und ich haben uns dann entschieden, in ein nahes outlet zu fahren. Je eine neue Hose für uns beide, Colagläser für Diane und eine Thermoskanne für mich waren die Beute. Und da wir immer noch frustriert waren, sind wir ins „Fish Tale“ gefahren, um uns an einem Lobster das Mütchen zu kühlen.

Achtung, etwas sensiblere Gemüter sollten sich die Photos sparen. Ich will auch bitte keine Kommentare per email, wie eklig das ist. Ich kenne meine Papenheimer… Es sei Euch allen aber ein Trost, daß dieses possierliche Tierchen nicht umsonst gestorben ist. Er war ganz außerordentlich schmackhaft.

So kriegt man den Lobster serviert, tot und mit gefesselten Scheren, mit Maiskolben, Kartoffeln und flüssiger Butter drapiert. Das Ganze liegt auf einem Pappteller, dazu gibt es Holzgäbelchen und ein Plastiktablett. Damit geht man dann in den dazugehörigen Biergarten, der eigentlich kein Biergarten ist, denn man bekommt dort keinen Alkohol, den kann man sich aber, wenn man besser vorbereitet ist, selbst mitbringen.

imgp4387.JPG imgp4388.JPG imgp4389.JPG imgp4390.JPG

Dazu gibt es dann noch den Lobster-Cracker, um dem Tierchen die Gelenke und den Panzer brechen zu können. Martialisch, ich weiß, aber sonst kommt man nicht an das ganz vorzügliche Fleisch ran.

Und dann kann man mit den Scheren seinen Schabernack treiben… Das sind übrigens Dianes Fingernägel, zu dem Manikürer (ein Kerl!) geh ich glaub ich auch mal.

imgp4392.JPG 

Und wenn man dann formvollendet unter Umgehung des Grünen im Inneren (DAS ist wirklich unappetitlich!) alle Teile ausgelutscht hat, sieht der Rest aus, als ob grade eine Bombe eingeschlagen hätte.

imgp4393.JPG imgp4394.JPG

Ach so, ja, heute ist Freitag und Matt (der Knabe, der uns den Mazda verkauft hat) hat eben angerufen, sie warten immer noch auf das Ersatzteil… Ich solle also ruhig heute ganz normal meinen Tag verbringen, er meldet sich, wenn die Reparatur erledigt ist.

Ich schätze mal, das kann noch dauern…

Nachtrag: ja, es dauert noch, es kam noch ein Anruf, der Sensor sei immer noch nicht da… Early next week hieß es.

Fortsetzung:

Diese Woche haben wir mitgeteilt bekommen, daß die Reparatur doch noch länger dauert. Also sind wir hingefahren, um uns die Sache mal mit eigenen Augen anzusehen und ein Ersatzauto abzuholen. Der arme Kleine hatte nur zwei Zylinder, die anderen beiden haben nicht den nötigen Druck gekriegt oder erzeugt oder wattweißich… Gustl war ziemlich sauer, ich war eher beruhigt, denn damit war bewiesen, daß „die Alte sich das doch nicht alles eingebildet hat“.

For Mary and Matt

August 7th, 2007 Posted in Unser Haus

This chapter is the first one in English. I hope my mistakes will find forgiveness!

Mary and Matt are our lessors. I dedicate this chapter to them to let them have an impression what is going on in 19 Lexington Road, hoping they will see it live soon!

This is how the house looked when we first saw it:

The kitchen still needs some work…

imgp4142.JPG imgp4141.JPG imgp4135.JPG

Our first shopping tour ended in buying a sofa and having a nice little nap:

imgp4140.JPG 

We immediately fell in love with the door knobs and the closets!

imgp4139.JPG imgp4138.JPG imgp4137.JPG imgp4342.JPG

The dining room and the living room, still empty and somewhat abandoned…

imgp4134.JPG imgp4133.JPG imgp4132.JPG imgp4131.JPG

And this is how your house looks now, still not totally finished, but on its way to that:

The dining room in different designs…

imgp4296.JPG imgp4297.JPG imgp4298.JPG imgp4299.JPG imgp4312.JPG imgp4314.JPG imgp4313.JPG

The living room, guess what my favourite colour is!?!

imgp4300.JPG imgp4301.JPG imgp4302.JPG imgp4308.JPG imgp4309.JPG imgp4310.JPG imgp4311.JPG

The sunny porch, not finished yet…

imgp4283.JPG

The Butlers room, very handy, we should have that in Europe too!

imgp4315.JPG

The kitchen STILL needs more work…

imgp4316.JPG imgp4317.JPG imgp4318.JPG

The Mud room, which earns its name as long as we keep running in and out…

imgp4319.JPG imgp4321.JPG imgp4320.JPG

And there is one room downstairs which is called the „no-idea-yet“-room. My books will find their home in here, the rest is not decided yet.

imgp4305.JPG imgp4307.JPG

The stairways which tought me the free fall allready *ouch*!

imgp4322.JPG imgp4323.JPG

First floor, the doors needed a bit of care. „Old English“ and a soft cloth did the work.

imgp4324.JPG imgp4337.JPG

First room to the left will be our guestroom. We hope to have many, many visitors!!!

imgp4328.JPG imgp4327.JPG imgp4326.JPG

First room to the right will be Augustin´s office as soon as he mastered the chaos.

imgp4325.JPG

Second left is Inken´s chaos to be mastered. Something in blue at last…

imgp4333.JPG imgp4334.JPG

The master bedroom:

imgp4335.JPG imgp4336.JPG

The bathroom, worth every Dollar you spent!

imgp4331.JPG imgp4330.JPG imgp4329.JPG 

And some images of the yard and the surroundings:

imgp4249.JPG imgp4236.JPG imgp4250.JPG imgp4166.JPG

Augustin doing his favourite work…

imgp4261.JPG imgp4263.JPG

That is it for the moment! Come and see yourself soon!