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Unser Haus – Teil 2

Juli 6th, 2007 Posted in Unser Haus

Wie schon versprochen hier die Fortsetzung des Themas „Villa Kunterbunt“…

Gleich mal vorneweg, is nich mit Villa Kunterbunt, ich bleib bei Bate´s Motel. Im Dachboden knackt und knarzt es, da geht sicher Matthews Oma spazieren, die sich seit Jahren vom Kitt in den Fensterrahmen ernährt. Aber wer weiß, vielleicht ist sie auch einfach der gute Geist des Hauses.

Letzter Arbeitsschritt in München – Hausputz

Erster Arbeitsschritt in West Hartford – Hausputz

Ich scheine endlich meine wahre Berufung gefunden zu haben! Yeah yeah yippie, ich schwinge den Mop im Rhythmus des örtlichen Country&Western Senders. Nein, keine Angst, ich hasse diese Musik immer noch, aber der Rhythmus ist ideal auf diese Schrubberei abgestimmt. Ich hoffe, ich bin mit moppen durch, bevor ich selbst zu Jodeln anfange!

Fensterputzen geht gut bei R&B. Die Fenster werden davon allerdings nicht sauberer. Wie hieß es `68? „Unter den Talaren der Staub von 1000 Jahren“. Das war zwar etwas anders gemeint, aber ungefähr so müßt Ihr Euch die Fenster vorstellen. Erster Durchgang: sehr heißes Wasser mit Spüli und mit ordentlich Schmackes über Fensterrahmen und Scheiben. Die schlimmste Schmiere ist weg. Dann noch mal mit Glasputzmittel drüber. Danach muß noch poliert werden. Dabei entdeckt man viele interessante Dinge, wie zum Beispiel einen Querschnitt durch die hiesige Insektenwelt, es befinden sich lauter kleine Krabbel- und Flugtierfriedhöfe zwischen den Scheiben und den Fliegengittern. Leckere Sache das… Die eine oder andere Scheibe hat einen kleinen Sprung. Man muß da einfach Mut zur Lücke haben, ha! Die gleiche Prozedur steht mir noch von außen ins Haus, allerdings brauche ich dafür erst mal ne Leiter. Und da sind sehr viele Fenster…

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Heute gab es die erste Post, einen Sammelumschlag aus Deutschland, der Nachsendeantrag scheint also zu funktionieren. Der Inhalt war nicht besonders erfreulich, Werbung vom ADAC, die Endabrechnung der Stadtwerke München und die Kreditkartenabrechnung. Später kam noch mal Post, diesmal persönlich überreicht von einem breit grinsenden Angestellten der US-Post „Howdy!“ schmetternd. Post von der Bank of America. Ich hab jetzt Schecks und eine Debit Card.

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Das mit den Schecks ist hier übrigens auch so eine nette Kleinigkeit, man kann sie sich in allen möglichen Designs aussuchen, vom Leopardenprint über Sponge Bob und Hello Kitty, natürlich die Amerikanische Flagge bis hin zur offenbar einfach unvermeidlichen Anne Geddes. Wie schön, schon nach einer Woche etwas gefunden zu haben, was man genau so sehr hassen kann wie Diddl-Mäuse: Anne Geddes Baby-Arrangement-Bilder. Wer kann sich denn ernsthaft wünschen, ein Konterfei seines als Kohlkopf verkleideten Babys an der Wand hängen zu haben, oder es gar als Zahlungsmittel zu verwenden? Ok, ich hör schon auf, über Geschmack läßt sich in den USA sowieso nicht streiten.

Ich habe heute ganz heimlich, still und leise mal die Häuser der Nachbarn fotografiert, wir wollen ja nicht, daß ich der Spionage verdächtigt werde, nicht wahr? Also, so sieht es rundherum aus.

Die Lexington Road, man beachte die Überlandleitungen, die uns im Winter sicher noch so manche kuschelige Stunde bei Kerzenlicht vor dem Kamin bescheren werden.

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Gegenüber. Hier wohnt mindestens eine Frau mit praktischer Kurzhaarfrisur, der ich beim Kampf mit dem Rasenmäherkabel zusehen durfte.

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Von der Hintertreppe aus links. Hier hab ich noch niemanden gesehen außer einem Handiman, der den Rasen mäht, aber leider keine weiteren Auftraggeber mehr braucht. Auch nicht so schlimm, er war nicht annähernd das, was man sich unter einem achtzehnjährigen Gärtner vorstellt.

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Und rechts. Von dort kommen vor allem Kreissägegeräusche. Ob die von einem Menschen bedient wird, ist mir noch nicht klar, ich hoffe es aber.

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Hier noch unsere Schattenspender und Behausungen für viele Vögel und Hörnchen, ich glaube, es sind Ahornbäume.

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Morgen kommen die Fenster im 1. Stock dran. Sollte es neue Erkenntnisse geben, werde ich sie Euch wissen lassen.

Bis dann!

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